Digital

Die Fallen beim Onlineshopping

Aktualisiert am 25.11.2011

Übers Internet die Geschenke einkaufen anstatt sich in den Vorweihnachtstrubel zu stürzen: Wir zeigen, was Sie beim digitalen Einkauf beachten müssen.

1/5 Das Kleingedruckte
Die Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB) bilden die Vertragsgrundlage eines Webshops. Mit dem Kauf akzeptieren Sie diese, auch wenn darin Sachverhalte anders als im Schweizer Recht geregelt sind. In der Schweiz besteht grundsätzlich Vertragsfreiheit, allerdings haben die AGB Vorrang vor dem Obligationenrecht (OR), sofern diese nicht sittenwidrig sind.

   

Sicherheitstipps

  • Fremde Computer: Tätigen Sie keine Onlinegeschäfte über fremde Computer (zum Beispiel in Internetcafés). Solche Computer können mit Keyloggern verseucht sein, die Ihre Tasteneingaben mitprotokollieren und sie an Betrüger übermitteln. Falls es einmal nicht anders geht, verwenden Sie die Bildschirmtastatur, diese kann nicht mitprotokolliert werden.


  • Phishing: Betrüger versuchen, Ihre Zugangsdaten über Phishing-Methoden zu stehlen. Dabei erhalten Sie gefälschte E-Mails, die anscheinend von Ihrer Kredikartenfirma, Ihrer Bank oder Ihrem Auktionshaus verschickt wurden. Darin werden Sie aufgefordert, Ihre Daten zu bestätigen oder anzugeben. Solche E-Mails immer löschen. Seriöse Firmen fragen nie nach persönlichen Daten.


  • Social Engineering: Hier wird unter anderem versucht, im persönlichen Kontakt Passwörter auszuspionieren. Betrüger können Ihre Kontoinformationen nutzen, um sich zum Beispiel in Ihr Ebay-Konto einzuloggen und in Ihrem Namen einzukaufen.


  • Produktfälschungen: Hier warnt die Schweizerische Kriminalprävention besonders vor gefälschten Medikamenten, die über Auktionen oder dubiose, zum Teil via Spam beworbene Websites angeboten werden. Bei der Produktion von gefälschten Medikamenten werden oft unwirksame oder sogar schädliche Wirkstoffe verwendet.

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    Der Laden ist rund um die Uhr offen, und einkaufen kann man erst noch bequem von zu Hause aus: Kleider, Elektronik, Unterhaltung oder Bücher werden gerne über das Internet gekauft. Doch das Onlineshopping kann auch zum Frust werden. Damit es nicht soweit kommt, haben wir für Sie die wichtigsten Tipps zusammengestellt.

    Shops genau unter die Lupe nehmen

    Besonders bei Bestellungen im Ausland ist Vorsicht geboten. Fährt man bei bekannten Websites in der Regel gut, sollte man bei eher unbekannten die allgemeinen Geschäftsbedingungen unter die Lupe nehmen. Auch die Zahlungsmethode ist ein Indiz dafür, wie seriös ein Anbieter ist. Selbst wenn man bei vertrauenswürdigen Händlern bestellt, gilt es dann noch, die Versandkosten im Auge zu behalten. Übergibt der Händler im Ausland die Ware einem Paketdienst, können für den Käufer zusätzliche Kosten entstehen.

    1. Wie man seriöse Webshop-Betreiber erkennt

    Das Aussehen einer Website und gute Kundenbewertungen sind keine Prüfungskriterien für die Seriosität eines Webshop-Betreibers. Achten Sie stattdessen auf Folgendes:

    Impressum beachten: Werfen Sie einen Blick auf das Impressum des Anbieters. Hat die Website eine vollständige Adresse mit Strasse, Nummer, Ortschaft, die zum Beispiel in einem Online-Telefonverzeichnis auffindbar ist?

    Angaben überprüfen: Stimmt die Telefonnummer, unter der man den Betreiber erreichen kann, mit den Angaben eines Online-Telefonverzeichnisses überein?

    Googeln: Was wird in Foren und Blogs über die Betreiber berichtet? Machen Sie dazu eine Google-Suche.

    Ebay: Prüfen Sie die Bewertung des Verkäufers und achten Sie darauf, dass nicht immer die gleichen Leute den Anbieter positiv bewerten beziehungsweise der Anbieter selbst bei diesen positive Berichte schreibt.

    Gütesiegel: Verfügt die Seite über Zertifikate und empfehlenswerte Gütesiegel?

    Superschnäppchen: Sehr günstige Angebote werden mitunter als Lockvogel eingesetzt. Beachten Sie, dass nicht selten ein Supersonderangebot online zum Verkauf angeboten wird und nach erfolgter Anzahlung dieses sogenannte Schnäppchen nie geliefert wird. Wenn etwas zu «schön» ist, um wahr zu sein, dann ist es meist auch nicht wahr. Niemand hat etwas zu verschenken.

    Datenschutz: Wie geht der Anbieter mit meinen persönlichen Daten um? Gibt er diese an Dritte weiter? Dies erfährt man in den allgemeinen Geschäftsbedingungen.

    2. Wie Sie sicher bezahlen

    Sichere Zahlungsverbindungen im Browser: Achten Sie darauf, dass Sie Kreditkarten- oder Bankdaten nur eingeben, wenn die URL auch eine HTTPS-gesicherte Verbindung anzeigt und wenn in der Adresszeile des Browsers das Symbol eines Vorhängeschlosses zu sehen ist. Nur dann sind Ihre Daten vor Fremdzugriffen geschützt. Sind diese Bedingungen nicht erfüllt, verzichten Sie auf die Bestellung – ebenso wenn der Browser meldet, dass es sich um ein ungültiges Zertifikat handelt.

    Zahlungen über Paypal und Kreditkarten: Beim Onlinebezahldienst Paypal darauf achten, dass niemand Ihr Passwort kennt. Bei Kreditkarten darauf achten, dass Sie Ihre Karten nie jemandem überlassen, da im Regelfall nur Ihr Name, die Nummer und der Sicherheitscode für den Einkauf ausreichen. Grundsätzlich immer jede Abrechnung sofort überprüfen.

    Überweisung mit Geldstransferservices (Western Union, Moneygram u. ä.): Wird man beim Online-Einkauf zu dieser Zahlungsart aufgefordert, ist Skepsis angesagt. In vielen Betrugsfällen werden Überweisungen über Geldtransferservices gefordert, da man sie anonym nutzen und Geld nicht zurückgefordert werden kann.

    3. Ihre Rechte beim Online-Einkauf

    Allgemeine Geschäftsbedingungen: Sie bilden die Vertragsgrundlage eines Webshops. Mit dem Kauf akzeptieren Sie diese, auch wenn darin Sachverhalte anders als im Schweizer Recht geregelt sind. In der Schweiz besteht grundsätzlich Vertragsfreiheit, allerdings haben die AGB Vorrang vor dem Obligationenrecht (OR), sofern diese nicht sittenwidrig sind.

    Rücktrittsrecht vom Kauf: Ein gesetzlich geregeltes Rücktrittsrecht von Online-Einkäufen gibt es nicht. Das Rücktrittsrecht (bis 7 Tage nach Kauf) gilt nur bei Haustürgeschäften. Genaueres zum Rücktrittsrecht findet man bei den AGB des jeweiligen Webshop-Betreibers.

    Bestätigung: Nach dem Eingang der Bestellung sollten Sie per Mail eine schriftliche Bestätigung des Anbieters erhalten. Bewahren Sie diese gut auf, am besten gleich ausdrucken.

    Quellen: Schweizerische Kriminalprävention und Stiftung für Konsumentenschutz. (ah)

    Erstellt: 25.11.2011, 11:37 Uhr

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