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«Die Weltwoche», ein Schnäppchen

Von Reto Knobel. Aktualisiert am 31.05.2011 102 Kommentare

Roger Köppel verkauft auf dem Schnäppchenportal Groupon Halbjahresabonnemente für 59 Franken. Wie schlecht geht es dem konservativen Wochenblatt? Tagesanzeiger.ch/Newsnet hat beim Chefredaktor und Verleger nachgefragt.

Traditionelles Medium trifft Online-Portal: Die «Weltwoche»-Aktion auf Groupon.ch endete am 27. Mai.

Traditionelles Medium trifft Online-Portal: Die «Weltwoche»-Aktion auf Groupon.ch endete am 27. Mai.
Bild: Groupon.ch

«Keine Angaben zu einzelnen Werbe- und Verkaufsaktionen»: «Weltwoche»-Verleger und Chefredaktor Roger Köppel. (Bild: Keystone )

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Ein Rindsfilet für 20 Franken, eine 60-minütige Rückenmassage für 60 Franken oder ein Wellnesswochenende für den Preis einer Übernachtung: Schnäppchenportale im Internet boomen.

Die Dienste funktionieren alle gleich: Man registriert sich auf Portalen wie Deindeal.ch oder Groupon.com und erhält sofort täglich Mails mit Angeboten in seiner näheren Umgebung zugeschickt. Versprochen werden Rabatte von bis zu 90 Prozent - die Preisabschläge können aber nur gewährt werden, wenn die Nachfrage gross ist - die Menge machts.

«‹Die Weltwoche› verscherbelt Abos als Sommeraktion»

Nutzer der Schnäppchen-Website Groupon staunten vergangene Woche nicht schlecht, als ihnen ein Zürcher Medienangebot präsentiert wurde. Für 59 Franken, hiess es im Mail, werde die Weltwoche ein halbes Jahr frei Haus geliefert. Bei einem normalen 6-Monatsabo-Preis von 126 Franken entspricht dies einem Rabatt von 53 Prozent. Etwas weniger Abschläge verspricht die Liveshopping-Site von Dealanzeiger.ch, wo das Weltwoche-Jahresabonnement mit 40 Prozent Rabatt angepriesen wird.

Wer das Halbjahresabo löst, zahlt also nur 2.20 Franken pro Ausgabe. Auf sozialen Netzwerken finden sich Nutzereinträge mit Titeln wie «‹Die Weltwoche› verscherbelt Abos als Sommeraktion».

«Höhere Leserzahlen als bei meinem ersten Amtsantritt»

Auf Anfrage von Tagesanzeiger.ch/Newsnet verneint Chefredaktor und Verleger Roger Köppel, dass er derzeit mit finanziellen Probleme zu kämpfen habe. Seine Zeitung stehe seit seiner Amtsübernahme «solide in den schwarzen Zahlen mit guter Rendite».

Von einem Negativtrend, wie ihn das Magazin «Schweizer Journalist» dokumentiert hat (4000 Abos und 43'000 Leser verloren in den letzten fünf Jahren) will Köppel nichts wissen: «‹Die Weltwoche› hat heute höhere Leserzahlen als bei meinem ersten Amtsantritt vor zehn Jahren.»Die Zahl der festbezahlten Abos steige seit zwei Jahren kontinuierlich an. Details über Erfolg oder Misserfolg der jüngsten Aboaktion auf Groupon liefert er jedoch keine: «‹Die Weltwoche› mache gegenüber der Konkurrenz keine Angaben zu einzelnen Werbe- und Verkaufsaktionen.»

Die Aktion ist am 27. Mai zu Ende gegangen. Weder Groupon noch Köppel sagen, ob die Nachfrage gross genug gewesen ist, damit der Weltwoche-Deal zustande kommen konnte. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 31.05.2011, 11:28 Uhr

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102 Kommentare

Thomas Muster

31.05.2011, 13:17 Uhr
Melden 123 Empfehlung

TA-Media terrorisiert mich laufend mit Werbeanrufen. Wie schlecht geht es dem linkslastigen, europhilen Medienkonglomerat? Antworten


Stephan Fehlmann

31.05.2011, 12:35 Uhr
Melden 119 Empfehlung

Ich könnte aber auch gerade sogut fragen, wie schlecht geht es dem Tagesanzeiger? Erst vor einer Woche hat mir eine Telephonverkäuferin das Sonntagszeitung-Abbo für 20 Fr. verkauft, Laufzeit soviel ich weiss 3 Monate. Antworten



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