Die besten Web-Radios
Von Kurt Haupt (sda). Aktualisiert am 29.07.2011 5 Kommentare
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Musiklieferanten im Internet und Stimmungsfilter auf dem Smartphone versprechen, dass die Musik in den Kopfhörern oder auf den Boxen zu Hause perfekt zur eigenen Stimmung oder wenigstens zu den eigenen Vorlieben passt.
In den Kinderjahren des Radios war es einfach. Am Mittelwellenradio kurbelte man zu Radio Beromünster, der als einziger Schweizer Sender das ganze Land mit Bodenständigem unterhielt. Seit dem UKW-Zeitalter hat man die Auswahl unter mehreren Landessendern, etwas später kamen noch lokale Privatsender dazu.
Der persönliche Radiosender
Im aktuellen Internetzeitalter hat man nun aber nicht nur die Wahl unter Tausenden Radiostationen, sondern kann sogar einen persönlichen Radiosender kreieren. Dieser richtet sich genau nach eigenem Geschmack und der gegenwärtigen Stimmung aus.
Bei Liebeskummer umgibt man sich also mit einem Klangteppich, dem die Stimmung «traurig-düster-melancholisch» zugeordnet wird. Wer es fröhlicher mag, lässt sich ein Musikprogramm zusammenstellen, dessen Attribute vom Anbieter schlicht als «Sommerparty» bezeichnet werden.
All diese Stimmungsradios und Musikvorschlagssysteme lassen sich meist gratis direkt im Internetbrowser an jedem PC sowie auf immer mehr Mobilgeräten und Smartphones nutzen. Persönliche Radiostationen machen nicht nur Spass, sondern öffnen manchmal sogar die Ohren für bisher unbekannte Klänge.
Himmelhoch bis abgrundtief
Wer sich also das nächste Mal vor seinem Rechner verzweifelt von einer Fehlermeldung zur nächsten klickt, sollte nicht wütend auf seine Maus einschlagen, sondern einfach die Adresse Musicovery.com in den Browser tippen. Dann bewegt man seinen Mauszeiger in einem Stimmungsquadranten, dessen Eckpunkte von ruhig bis energiegeladen und von positiv bis rabenschwarz reichen.
Je nach gewählter Ecke brüllen dann Nirvana los oder es säuselt Norah Jones. Ändert die Stimmung, verschiebt man einfach den Mauszeiger. Wer stattdessen eine Auswahl unter 100 Stimmungen und Stilen wünscht, findet bei Stereomood.com einen ähnlichen Musikdienst.
Eine deutschsprachige Oberfläche und europäische Musik bietet Aupeo.de. Auch hier kann man Musik passend zur Stimmung, aber auch aus einem bestimmten Musikstil kostenlos anliefern lassen. Aupeo lässt sich übrigens auch ohne Computer an internetfähigen Fernsehern oder Internetradios nutzen.
Das wohl schönste Stimmungsradio findet man aber unter Moodstream.gettyimages.com. Mit einer Handvoll Schiebern regelt man seine Stimmung und enthält dann zur Musik auch gleich passende Videos angeliefert.
Von Abba bis Zappa
Mit den reinen Stimmungsradios verwandt sind Internetradios, die das Wunschprogramm aufgrund eines Lieblingsinterpreten zusammenstellen. Ein gutes Beispiel dafür ist der Dienst Simfy.ch, der auch mit Schweizer Künstlern die Ohren erfreut. Um sein persönliches Musikprogramm zu starten, tippt man einfach den Namen eines Interpreten, beispielsweise Baschi ein. Danach wird man fortlaufend mit Titeln von Baschi, Bligg, Sandee, Natacha und Subzonic berieselt.
Ein anderes Konzept der automatischen Musikberieselung verfolgt der Dienst Last.fm. Hier startet man zwar auch mit einem Lieblingsinterpreten. Das Musikprogramm wird dann aber zunehmend verfeinert, indem man einzelne Songs als Ohrenschmaus oder akustisches Ärgernis bewertet. Hat man eine Anzahl Songs bewertet, schlägt der Dienst Hörer mit ähnlichem Musikgeschmack vor.
Man kann dann an deren Entdeckungen teilhaben oder gar genau deren Musikauswahl abspielen lassen. Alle obigen Dienste sind als Grundangebot kostenlos. Erst wenn man Komfortfunktionen benötigt oder sich an der Werbung stört, ist eine monatliche Gebühr von einigen Franken fällig. Gegen Bezahlung lassen sich dann beispielsweise bei Simfy Lieblingssongs zu Hause auf das Handy kopieren, damit man diese unterwegs ohne Internetkosten hören kann.
Stimmung unterwegs
Dank sogenannten Apps für Smartphones lassen sich die meisten Stimmungsradios auch einfach unterwegs geniessen. Die Musik wird allerdings live via Internet übertragen und verursacht Datenverkehr von 20 bis 80 Megabyte pro Stunde. Ein Handyabo mit einem grosszügigen Freivolumen für die Internetnutzung ist also Bedingung.
Kostensparender ist es, auf dem Handy gespeicherte Musik nach Stimmungslagen zu sortieren. Diesen Trick beherrschen schon seit längerem einige Mobiltelefone von Sony-Ericsson. Für praktisch alle Musikhandys ist ferner das Zusatzprogramm Moodagent Moodagent.com erhältlich. Es identifiziert die Songs auf dem Mobilgerät und filtert diese dann mittels Stimmungsreglern. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)
Erstellt: 29.07.2011, 11:44 Uhr
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5 Kommentare
Da vom Justizdepartement die Totalüberwachung des Internets bereits angekündigt wurde, tretet man am besten schon jetzt dem Tor Netzwerk bei. Dann kommt man auch in den Genuss von US Internet Radios wie Pandora. Aber bitte so konfigurieren, dass nur die Pandora Webseite über Tor läuft, sonst klaut man Leuten in zensurierten Ländern wie China die Bandbreite. Genügend Anleitungen gibt es mit Google. Antworten
Digital
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Sonia Uhlmann ist keine typische Studentin. Dank Fernstudium hat sie den Master trotzdem geschafft.
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