Die illustren Schweizer Anonymous-Opfer
Aktualisiert am 27.12.2011 40 Kommentare
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Kreditkartennummern, Passwörter, Privatadressen und Telefonnummern: Unter den Opfern des Hackerangriffs auf die US-Firma Stratfor sind auch hunderte von Schweizern. Darunter sind Mitarbeitende von EDA und VBS sowie von Banken, Konzernen und Medienunternehmen. Dies belegt eine Datei mit Kreditkarten-Nummern und Adressen, auf die sich Schweizer Radio DRS für einen Beitrag von heute Dienstagabend stützte. Die Liste liegt auch der Nachrichtenagentur sda vor.
Einsehbar sind nebst der Kartennummer auch der Sicherheitscode der Karte, die Telefonnummer oder die private Adresse. Von Schweizer Radio DRS vorgenommene Stichproben zeigen, dass etwa ein Drittel der Daten aktuell und deren Kreditkartennummern gültig sind.
UBS, ABB, NZZ und Nestlé
Betroffen sind Kader der Schweizer Grossbank UBS, Mitarbeiter von Privatbanken wie Julius Bär sowie Angestellte von Grosskonzernen wie Nestlé oder ABB. Betroffene Stratfor-Kunden finden sich auch in Medienunternehmen, wie beispielsweise im Auslandressort der «Neuen Zürcher Zeitung», dem «Blick», des Schweizer Fernsehens oder auch bei Schweizer Radio DRS.
Auch Kadermitarbeiter in Bundesämtern, etwa im Eidgenössischen Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) oder im Eidgenössischen Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA), gehören zu den Betroffenen. Wie die Liste zeigt, sind vor allem Personen in sensiblen Position betroffen: Angestellte von Schweizer Botschaften, Kadermitarbeiter bei Firmen oder Leute mit Führungsfunktionen bei der Armee.
Konsequenzen in Abklärung
EDA-Sprecher Stefan von Below sagte heute Dienstagabend auf Anfrage der sda, einzelne Mitarbeitende hätten zu Informations- und Dokumentationszwecken punktuell die Dienstleistungen der Firma Stratfor in Anspruch genommen. Die vom Datendiebstahl betroffenen Mitarbeitenden würden raschmöglichst informiert und die zur Bezahlung verwendeten Kreditkarten gesperrt.
Auch VBS-Sprecherin Silvia Steidle bestätigte auf Anfrage der sda, dass VBS-Mitarbeiter unter den Opfern des Hackerangriffs sind. Man sei am Abklären, ob und inwiefern das Departement davon tangiert sei und welche Konsequenzen sich daraus ergäben. (ami/sda)
Erstellt: 27.12.2011, 20:42 Uhr
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40 Kommentare
Ich finde solche Vorfälle toll. sind sie doch eine Steilvorlage für den Datenschutz und damit tangierende Themen wie aktuelle Software. Wer jetzt "Anonymous sind kriminell" schreit sollte sich überlegen was die Staaten mit den Daten ihrer Bürger anstellen, insbesondere in Bezug auf die USA und welche strafrechtliche Konsequenz das Hacken (nicht Cracken) heute hat. Ev. ist Anonymous eine Antwort?! Antworten
Bravo Robin Hood war definitiv 1000fach cooler als alle "Möchte-Gern-Sheriffs" hier im Kommentar! Man errinnere sich doch mal an die Zeiten (Cincera's!) als wir alle vom eigenen Staat "geficht" und überwacht wurden - alles schon vergessen gell?! Aber auf Anonymous rumhacken können Sie? hähähä Antworten
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