Facebook – der beste Schutz ist Vorsicht
Von Anatol Heib, Reto Knobel. Aktualisiert am 18.02.2009
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Sicherheit in sozialen Netzwerken – das müssen Sie wissen
Für immer und ewig dabei: Benutzerkonti auf Facebook können praktisch kaum endgültig gelöscht werden. Zum einen werden Profile teilweise nur «deaktiviert» statt gelöscht. Zum anderen hinterlassen aktive Benutzer viele zusätzlichen Informationen auf anderen Seiten des Netzwerks.
Freunde und Freundinnen: Seien Sie wählerisch bei Menschen, die sie in ihren Freundes-Kreis von Facebook aufnehmen. Nehmen Sie von Unbekannten keine Freundschaftsanfrage einfach so an.
Privatsphäre-Einstellung nutzen: Nutzen Sie auf Facebook unter «Einstellungen» die Option «Privatsphäre-Einstellungen». Hier bestimmen Sie, wer Ihr Profil und persönlichen Daten einsehen kann.
Private Informationen: Nicht zu freigiebig damit umgehen – damit machen Sie sich angreifbar, zum Beispiel für potenzielle Stalker.
Recherche: Scannen Sie regelmässig die wichtigsten Social Networks (Facebook, Myspace) nach ihrem Namen und möglichen gefälschten Profilen. Neben Google listen auch 123people.com und Yasni.de Einträge über Ihre Person.
Das Web vergisst nicht: Benutzerprofile können von anderen Nutzern heruntergeladen und gespeichert werden – was die Löschung des Ursprungsprofils quasi nutzlos macht, bleiben so die Daten doch erhalten.
Identitätsdiebstahl: Man legt sich ein Profil mit dem Namen einer bekannten Person an und profitiert von deren Berühmtheit - oder schädigt Ihren Ruf durch bösartiges Verhalten. Gleichermassen kann man ein Profil im Namen einer Person aus der Schule oder Nachbarschaft eröffnen und ihr schaden.
Nutzerverhalten: Die Social-Network-Provider haben Zugriff nicht nur auf die Personen, sondern auch auf die Metadaten (Verbindungsdauer, grobe geografische Herkunft der IP-Adresse etc.). Personen- und Metadaten zusammen können zu ausführlichen Persönlichkeitsprofilen kombiniert werden.
Datenschützer warnen nicht erst seit den geänderten (und mittlerweile wieder zurückgesetzten) Facebook-Nutzungsbedingungen davor, auf Social Networks zu viele persönliche Daten preiszugeben. Sie fordern, dass gerade jungen Menschen der Unterschied zwischen dem Alltag mit Freunden und dem Austausch im Web 2.0 vermittelt werden muss. Ein gesprochenes Wort sei schnell vergessen, Online-Postings hingegen blieben lange gespeichert, fasst Harald Glatz in der Zeitschrift «Kurier» das Ergebnis einer Studie der Österreichischen Akademie der Wissenschaft zum Thema Datenschutz zusammen.
Skepsis kann nicht schaden
Wichtig ist eine gesunde Portion Skepsis. Längst sind einem auf Facebook nicht alle Mitglieder freundlich gesinnt und hegen nur gute Absichten. Das Gegenüber kann mit einer falschen Identität vortäuschen, eine Person zu sein, die sie in Wirklichkeit nicht ist. Unter Vorspiegelung falscher Tatsachen kann sie Informationen entlocken, die man sonst in der Öffentlichkeit nicht preisgeben würde.
Facebook und das Web generell sind keine intimen Orte. «Überlegen Sie vor jeder Teilnahme an sozialen Netzwerken zuerst, was Sie im Web über sich veröffentlichen wollen. Was im Internet landet, bleibt dort für immer», sagt Marc Henauer, Sektionschef bei der Melde- und Analysestelle Informationssicherung (Melani). Facebook biete dank Einstellungen aber die Möglichkeit, dass die Informationen nicht für alle sichtbar sind.
Möglichst wenig Rückschlüsse zulassen
«Vergessen sie nicht: Facebook ist zwar ein Mitglieder-Portal, aber jeder Teilnehmer kann dort veröffentlichte Bilder runterladen und an anderen Orten veröffentlichen.» Henauer empfiehlt auch, sich folgende Fragen zu stellen: «Möchte ich, dass andere Leute etwas über mein Leben ableiten können? Sollen sie wissen, welche Beziehung ich zu bestimmten Menschen habe?» Aus den gewonnenen Informationen können Interessierte Rückschlüsse auf das private Umfeld ziehen. Besonders für exponierte Personen könne dies zum Nachteil werden.
«Dank Google und Personensuchmaschinen kann jedermann heute im Web Informationen über andere kombinieren. Es ist wie ein Puzzlespiel. Nur schon, wenn sie mit dem Benutzernamen im Web suchen, stossen sie auf neue Informationen. Mit der Zeit entsteht über Sie unter Umständen ein Profil mit Adresse, Fotos und Angaben zu Familienverhältnissen.» (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)
Erstellt: 18.02.2009, 13:50 Uhr
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Sonia Uhlmann ist keine typische Studentin. Dank Fernstudium hat sie den Master trotzdem geschafft.
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