Facebook für Anfänger
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Viele Klicks für die Privatsphäre
Wer bei Facebook welche Inhalte sehen darf, entscheidet sich über die sogenannten Privatsphäre-Einstellungen. Dort muss man sich aber durch gegen 20 Dialoge durchkämpfen. Hilfestellungen bietet eine Videoanleitung.
Nützliche Infos bieten auch die Stiftung Warentest oder die Zeitschriften Computerbild und «Ct». Die Internetseite http:// bit.ly/toolsfbook listet Programme auf, welche versuchen, die nötigen Einstellungen bei Facebook automatisch vorzunehmen.
Will man kontrollieren, was nicht befreundete Dritte vom «echten» Facebook-Profil sehen, kann man sich einfach wieder mal als Wauwau anmelden und dann das echte Profil abfragen. Wer Facebook unterwegs via WLAN nutzt, sollte verhindern, dass Dritte die Verbindung belauschen.
Denn dadurch können sie das Passwort aus den Daten fischen und dann die Facebook-Identität missbrauchen. Das Problem mindert sich, wenn man bei Konto, Kontoeinstellungen, Kontosicherheit, mit einem Häkchen bei «Sicheres Durchstöbern» das HTTPS-Verfahren aktiviert. (sda)
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Wenn Grosseltern wissen wollen, was bei ihren Enkelkindern läuft, führt wohl nichts an Facebook ( 31.91 -3.39%) vorbei. Ferner gibt es auch Eltern, die über soziale Netzwerke mitverfolgen, wo und mit wem die Sprösslinge grillen, chillen oder shoppen.
Laut einer Studie von Hutter Consult sind von den 2,5 Millionen bei Facebook registrierten Schweizern nur 2,4 Prozent älter als 64 Jahre. Das Wachstum ist in dieser Alterskategorie aber mit jährlich rund 8 Prozent am höchsten.
Freundschaft heisst, Privates zeigen
Die Wichtigkeit, welche vor allem Jugendliche dem digitalen Freundschaftsalbum Facebook einräumen, drängt auch deren Verwandte und Freunde vor den PC. Die Idee hinter Facebook ist simpel. Man registriert sich kostenlos beim Dienst und stellt sich auf einer sogenannten Profilseite im Internet vor.
Ein Teil der Informationen und Bilder ist für jeden Internetnutzer öffentlich, ein Teil der Persönlichkeit offenbart man aber nur sogenannten Freunden. Zu diesen kommt man mittels Freundschaftsanfragen. Per E-Mail oder via Facebook lädt man andere Facebooknutzer ein, gegenseitig Einblick in den privaten Teil der Profilseite zu gewähren.
Diese gegenseitige Offenbarung von privaten Daten bezeichnet man dann als Freundschaft. Weil man Einblick in die Freundschaftsliste jedes Freundes hat, pickt man sich daraus zusätzliche Bekannte heraus, die man mit einer Freundschaftsanfrage ebenfalls in sein digitales Beziehungsnetz einwebt.
Üben, ohne sich zu blamieren
Der Einstieg in Facebook ist also einfach, birgt aber viele Gefahren. Denn einerseits liefert man Persönliches der milliardenschweren Werbefirma Facebook aus und andererseits droht der Verlust der Privatsphäre. Dass Personalchefs beim Anblick von in Facebook publizierten Partybildern eines Bewerbers dessen Karriere abwinken, ist nur eines der Probleme.
Neueinsteiger bei Facebook stehen also vor der schwierigen Aufgabe, Erfahrungen mit den Sozialnetzwerken im Web zu sammeln, ohne sich dabei zu blamieren oder den Ruf zu ruinieren. Am sichersten und spassigsten ist es, seine ersten Gehversuche bei Facebook mit einer ausgeliehenen Identität zu machen. Dafür eignet sich ein Haustier hervorragend.
Als Erstes eröffnet man für Wauwaupaul eine kostenlose E-Mail- Adresse bei GMX oder Hotmail und kann dann Sekunden später bei Facebook die Profilseite seines Hundes eröffnen. Danach darf man ungestraft dessen Bilder hochladen, die knochigen Vorlieben der Welt kundtun und auf Freunde warten. Andere Hunde lassen sich einfach über die Suchfunktion (Hund, Dog) finden.
Menschliche Partner findet man, wenn man diese per E-Mail darauf vorbereitet, gefälligst eine kläffende Freundschaftsanfrage in Facebook zu akzeptieren. Hat man nach einer Woche 200 bellende und einige humane Freunde, werden die einen mit Nichtsagendem überhäufen.
Doch glücklicherweise kann man solche Freundschaften ungestraft wieder «wegklicken» oder Wauwau gar digital «sterben» lassen. Will man per Facebook nur zu wenigen Menschen Kontakt, kann man sich problemlos ewig hinter der Identität seines Haustieres verstecken. Will man aber auch für andere bei Facebook auffindbar sein, führt leider nichts an einem neuen Konto mit echten Daten vorbei.
Sag nein und trau keinem
Eröffnet man mit echtem Namen sein Facebookprofil, lauert bereits nach den ersten Klicks eine böse Falle. Da soll man nämlich «automatisch» Freunde einladen lassen und dazu seine Kontakte vom PC oder aus dem E-Mail-Konto bei Hotmail, Gmail oder Yahoo importieren lassen. Erlaubt man das, liefert man Facebook nicht nur seine persönlichen Adressdaten aus, sondern verärgert auch Freunde. Deren Daten werden nämlich ohne deren Einverständnis bei Facebook gespeichert.
Auch andere Daten, insbesondere Fotos, sollte man Facebook nur nach reiflicher Überlegung anvertrauen. Insbesondere Gruppenfotos können die Privatsphäre Dritter verletzen. Kostenlose digitale Bücher führen in die Bedienung von Facebook ein und sind unter www.schwindt-pr.com/facebook_ebook.html sowie http://bit.ly/ klisafboo als PDF-Dateien erhältlich. Als Alternative zu Facebook bietet übrigens Diaspora deutlich mehr Privatsphäre.
(rek/sda)
Erstellt: 12.04.2011, 15:53 Uhr
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