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Facebook-Design: Rückzug nach Protestwelle

Aktualisiert am 25.03.2009 3 Kommentare

Seit der Einführung des aktuellen Facebook-Designs protestieren Tausende Nutzer gegen das neue Layout. Mit Erfolg: Das soziale Netzwerk will nachträglich Korrekturen vornehmen. Zu spät?

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Facebook hat nach eigenen Angaben die Zahl der Nutzer seit letztem August auf 200 Millionen verdoppelt.
Bild: Keystone

   

Das alte Design soll zwar nicht wieder eingeführt werden, Facebook will jedoch auf die stärksten Kritikpunkte reagieren und ein paar Korrekturen vornehmen. Dazu zählt unter anderem die Möglichkeit, ein Live-Update für den Newsfeed einzustellen, um die Seite nicht mehr reloaden zu müssen, sondern die neuen Nachrichten automatisch zu erhalten. Ausserdem sollen getaggte Fotos von Freunden in den Newsfeed integriert werden. Applikationen-Infos können künftig aus dem Stream genommen werden, und der neue Highlights-Bereich auf der rechten Seite des Newsfeeds soll häufiger mit Updates versehen werden und insgesamt mehr Inhalte anzeigen.

«Es ist enttäuschend»

«Für viele Nutzer, insbesondere von Social Networks, ist eine Layout-Änderung fast so etwas wie ein Eingriff in den täglichen Tagesablauf. Es ist enttäuschend, dass eine so grosse Plattform wie Facebook nicht im Vorfeld abgefragt hat, was sich die Mitglieder vom neuen Design wünschen», meint Markus Hübner, Geschäftsführer der Brand Management Agentur Brandflow im Gespräch mit der Agentur Pressetext.at Eine derartige Protestwelle, wie sie nun auf Facebook ausgelöst wurde, schade auf jedem Fall dem Markenimage. Laut Hübner wäre es klüger gewesen, hätte das Unternehmen vorab eine Gruppe eingerichtet, in der die Nutzer ihre Ideen und Wünsche platzieren und bei der Neugestaltung mitreden können. «Facebook hätte zum Beispiel Hardcore-User in eine Betaphase einladen können, die dann auch eine Vorreiterrolle erhalten und schon vorab gute Stimmung für das neue Design verbreitet hätten», so Hübner.

Facebook hat ein Kommunikationsproblem

Die Verbesserungen im Nachhinein kämen zu spät und könnten den Frust der User und den Schaden am Image der Plattform nicht mehr vollständig ausgleichen. «Je nachdem, wie gravierend die Einschnitte bei einem Re-Design sind, kommen auch tatsächlich Nutzer abhanden. Es ist keineswegs so, dass sich mit der Zeit jeder an den neuen Look gewöhnt», sagt der Marken- und Web-2.0-Experte. Facebook habe im Vorfeld in puncto Kommunikation einiges versäumt.

Mehr Kontrolle für Nutzer

Wie das soziale Netzwerk nun selbst verlauten lässt, will es den Nutzern in Zukunft jedenfalls mehr Kontrolle in die Hand geben. So werden auch neue Freundeslisten eingeführt, die von Nutzern selbst zusammengestellt werden können, um damit den Newsfeed zu filtern und anzupassen. Wann es genau zur Umsetzung der Anpassungen kommen wird, ist zwar noch unklar. Die Foto-Tagging-Updates im Newsfeed sollen jedoch bereits in den kommenden Wochen eingeführt werden. (rek/pte)

Erstellt: 25.03.2009, 17:03 Uhr

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3 Kommentare

Oswald Dahl

25.03.2009, 17:10 Uhr
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"Wie das soziale Netzwerk nun selbst verlauten lässt, will es den Nutzern in Zukunft jedenfalls mehr Kontrolle in die Hand geben." Haben wir das nicht vor 4 Wochen schon mal gehört, als es um die Benutzerbedingungen ging? Die Firma lernt scheinbar nichts... Antworten


fred goetschi

25.03.2009, 17:13 Uhr
Melden

ich zitiere sie: "... ein Live-Update für den Newsfeed einzustellen, um die Seite nicht mehr reloaden zu müssen, sondern die neuen Nachrichten automatisch zu erhalten. Ausserdem sollen getaggte Fotos von Freunden in den Newsfeed integriert werden. Applikationen-Infos können künftig aus dem Stream genommen werden, und der neue Highlights..." . . . am besten deutsch gleich abschaffen . . . . Antworten



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