Gehirnforscher warnen: Netzwerken macht gefühllos

Psychologen und Mediziner haben herausgefunden, dass ein Übermass an Facebook und Twitter krank und dumm macht. Die neuste Erkenntnis amerikanischer Gehirnforscher: Soziale Netzwerke löschen auch die menschliche Moral.

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«Wenn rund um die Uhr Nachrichten einprasseln, kann man sich nicht voll auf die Gefühle anderer Menschen konzentrieren, und das wirkt sich negativ auf die Moral aus», fasst die Forscherin Mary Helen Immordino-Yang von der Universität Süd-Kalifornien die Forschungsergebnisse zusammen.

Längerfristig bedeute dies, dass Mitglieder von sozialen Netzwerken Gefahr laufen, sich menschlichem Leid gegenüber völlig gleichgültig zu verhalten. Das Gehirn könne problemlos in Sekundenbruchteilen auf Zeichen von Schmerzen bei anderen reagieren – Urteile über die psychologische oder soziale Situation eines Menschen dauern laut den US-Forschern indes viel länger.

Die kalifornische Studie ist nicht die einzige Untersuchung, welche vor einem Netzwerk-Overkill warnt. So bewies unlängst eine Studie der Ohio State University, dass soziale Netzwerke Nutzer vom Bildungserwerb abhalten: College-Schüler, die Facebook nutzen, erhalten schlechtere Noten. Schlimmer noch: Laut einer im renommierten Fachmagazin «Biologist» publizierten Studie des Londoner Institute of Biology kann der Verlust des reellen Networking zu gesundheitlichen Problemen bis hin zu Krebs, Schlaganfällen, Herzerkrankungen und Demenz führen. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

(Erstellt: 20.04.2009, 12:03 Uhr)

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