Digital

Gehirnforscher warnen: Netzwerken macht gefühllos

Von Reto Knobel. Aktualisiert am 20.04.2009

Psychologen und Mediziner haben herausgefunden, dass ein Übermass an Facebook und Twitter krank und dumm macht. Die neuste Erkenntnis amerikanischer Gehirnforscher: Soziale Netzwerke löschen auch die menschliche Moral.

Studienobjekt Online-Netzwerker: Für Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie Ihren Arzt oder Gehirnforscher.

Studienobjekt Online-Netzwerker: Für Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie Ihren Arzt oder Gehirnforscher.

Umfrage

Glauben Sie, dass Facebook, Twitter und Co. sich negativ auf die Moral auswirken?

Ja

 
50.5%

Nein

 
49.5%

220 Stimmen


Interaktiv-Box

Artikel zum Thema

130 Millionen aktive Nutzer

Facebook hat mehr Einwohner als Brasilien oder Japan: Das soziale Netzwerk hat jetzt die Schwelle von 200 Millionen registrierten Nutzern genommen, und ein Ende des Wachstums ist nicht in Sicht.

Allerdings sind nicht alle regelmässig dabei, um Neues aus ihrem Leben zu erzählen und Kontakte zu pflegen. Nach einer Schätzung der Internet-Marktforscher von Comscore sind etwa 130 Millionen aktive Nutzer.

Bei der Gründung im Jahr 2004 war Facebook ausschliesslich für Studenten und Akademiker in den USA gedacht. Inzwischen ist diese Einschränkung längst aufgegeben. Etwa 70 Prozent der registrierten Nutzer leben ausserhalb der USA. Und noch eine Zahl für Facebook-Mitglieder, damit sie einschätzen können, ob sie auch populär genug sind: Der durchschnittliche Facebook-Nutzer ist mit 120 «Freunden» verbunden. AP

«Wenn rund um die Uhr Nachrichten einprasseln, kann man sich nicht voll auf die Gefühle anderer Menschen konzentrieren, und das wirkt sich negativ auf die Moral aus», fasst die Forscherin Mary Helen Immordino-Yang von der Universität Süd-Kalifornien die Forschungsergebnisse zusammen.

Längerfristig bedeute dies, dass Mitglieder von sozialen Netzwerken Gefahr laufen, sich menschlichem Leid gegenüber völlig gleichgültig zu verhalten. Das Gehirn könne problemlos in Sekundenbruchteilen auf Zeichen von Schmerzen bei anderen reagieren – Urteile über die psychologische oder soziale Situation eines Menschen dauern laut den US-Forschern indes viel länger.

Die kalifornische Studie ist nicht die einzige Untersuchung, welche vor einem Netzwerk-Overkill warnt. So bewies unlängst eine Studie der Ohio State University, dass soziale Netzwerke Nutzer vom Bildungserwerb abhalten: College-Schüler, die Facebook nutzen, erhalten schlechtere Noten. Schlimmer noch: Laut einer im renommierten Fachmagazin «Biologist» publizierten Studie des Londoner Institute of Biology kann der Verlust des reellen Networking zu gesundheitlichen Problemen bis hin zu Krebs, Schlaganfällen, Herzerkrankungen und Demenz führen. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 20.04.2009, 12:03 Uhr

Digital

Populär auf Facebook Privatsphäre

Telefonbuch

Marktplatz

Familie, Beruf und Studium

Sonia Uhlmann ist keine typische Studentin. Dank Fernstudium hat sie den Master trotzdem geschafft.

Live @ Sunset

11. bis 22. Juli - Zürich Dolder u.a. mit B.B. King, Elton John und Alanis Morissette!

Online-Kadermarkt

ALPHA.CH: der online-Kadermarkt der Schweiz.

Online-Kadermarkt

ALPHA.CH: der online-Kadermarkt der Schweiz.