Google beugt sich den chinesischen Behörden
Artikel zum Thema
Nach monatelangen Querelen mit der chinesischen Regierung funktioniert die Google-Seite in China wieder einwandfrei. Der abtretende Google-China-Chef Kaifu Lee bestätigte, dass der Streit mit den Behörden beigelegt werden konnte. Die chinesischen Behörden beschuldigten diesen Sommer den Internetgiganten, über seine Suchmaschine pornographische Inhalte einfach verfügbar zu machen. Dieser Vorwurf kam just zu dem Moment, als China einen Internet-Filter gegen Pornografie auf allen Computern zur Pflicht machen wollte.
In der Folge wurden die Google-Dienste Google.com sowie Google.cn regelmässig blockiert. Kaifu Lee dementiert, dass sein Abgang mit den vergangenen Auseinandersetzungen zu tun hatte. Er wolle künftig eine eigene Firma aufbauen. Die Regierung hat «die positive Einstellung von Google anerkannt» und dem Unternehmen eine «gute Arbeit» bei der Eliminierung pornographischer Inhalte attestiert.
Chinesische Intellektuelle haben Google für sein Einlenken scharf kritisiert. Google selbst bemängelte stets, dass sich die Kritik der Behörden nie an den chinesischen Suchdienst Baidu gerichtet habe.
Google «nur» Nummer 2 in China
Trotzdem bleibt der Google-Suchdienst in China weit offener als Baidu. Laut einer Studie der «NGO Open Net»-Initiative, die sich für ein zensurfreies Internet einsetzt, zensiert Google.cn Inhalte immer noch einen Drittel weniger als der chinesische Konkurrent. Baidu bleibt aber mit rund 63 Prozent Marktführer in China. Google besetzt mit einem Marktanteil von 33 Prozent für einmal «nur» den zweiten Platz. (jak)
Erstellt: 08.09.2009, 11:14 Uhr
Digital
Familie, Beruf und Studium
Sonia Uhlmann ist keine typische Studentin. Dank Fernstudium hat sie den Master trotzdem geschafft.
Live @ Sunset
11. bis 22. Juli - Zürich Dolder u.a. mit B.B. King, Elton John und Alanis Morissette!




