Google sieht bald ganz anders aus
Aktualisiert am 13.05.2009 3 Kommentare
Neue Option: Die Suche nach verwandten Themen.
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Statt der bisherigen Trefferliste mit den hervorgehobenen Suchbegriffen zeigt die «Squared»-Darstellung die gewünschten Informationen bereits in strukturierter Form dar. Dabei werden Inhalte aus der riesigen Internet-Datenbank von Google in Spalten und Reihen übersichtlich organisiert. Während der Präsentation am Dienstag wurde gezeigt, wie die Suche nach «kleinen Hunden» eine Übersicht auf den Bildschirm bringt, die Hunderassen mit Namen, Foto, Bschreibung, Gewicht und Grösse aufführt.
Diese Inhalte wurden aus relevanten Webseiten herausgezogen. Die Internet-Nutzer haben zwar die Möglichkeit, sich von der Übersicht zu den zugrundeliegenden Originaldokumenten im Web zu klicken. Möglicherweise haben dann aber viele gar nicht mehr das Bedürfnis dazu, da sie bereits alle Informationen haben, die sie brauchen. Das allerdings dürfte den Betreibern der Websites gar nicht gefallen - insbesondere wenn sie zur Finanzierung ihrer Projekte auf viele Besucher angewiesen sind, um Einnahmen aus Online-Werbung zu erzielen.
«Informative Klicks»
Die für die Internet-Suche zuständige Google-Vizepräsidentin Marissa Mayer sagte, es gehe bei «Squared» darum, die Millionen von Nutzern effizienter als bisher bei Informationsrecherchen zu unterstützen. Meyer sprach von «informativen Klicks» (informed clicks).
Google ist bisher schon in Konflikt mit Zeitungsverlegern, die mit den «Google News» ihre Urheberrechte verletzt sehen. Dort werden Kurzfassungen von Zeitungsberichten und Nachrichten angezeigt. Auch bei den Google News können die Nutzer schnell zu den Original-Websites gelangen. Vielen aber reicht die Kurzfassung auf dem Google-Server.
Neuerungen folgen bald
Eine weitere Neuerung der Google-Suche sind «Snippets», mit denen Einträge in der Trefferliste mit zusätzlichen Informationen angereichert werden können. Bei den Suchoptionen soll es ermöglicht werden, die Ergebnisse auf Webseiten aus einem bestimmten Zeitraum zu begrenzen. Eine weitere Option ermöglicht es, die Suchmaschine auf bestimmte Kategorien wie zum Beispiel Produkttests anzusetzen. Die Neuerungen sollen nach und nach in den nächsten Wochen eingeführt werden.
«Wir streben immer nach der idealen oder perfekten Suchmaschine», sagte Mayer. Google habe vielleicht 90 Prozent auf diesem Weg zurückgelegt. Die restlichen zehn Prozent der Wegstrecke seien aber vielleicht am schwierigsten. Das zeigte sich auch bei einer kleinen Panne der «Squared»-Präsentation: Die Suche nach «vegetables» (Gemüse) führte in der Übersicht auch eine Reihe für die Sportart Squash auf - gemeint war offenbar «squash» in der Bedeutung von «Kürbis». (rek/ap/)
Erstellt: 13.05.2009, 18:03 Uhr
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3 Kommentare
Solange ich im unspezifischen Datenmüll ("Wir haben noch keine Information zu ...") und den Werbe-Attacken ("Bestellen Sie online, wir liefern persönlich zu Ihnen nach Hause.") von Google's Produkten ertrinke, fehlt dieser Firma wesentlich mehr, als 10 Prozent zur «perfekten Suchmaschine». Information Overload ist wohl eines der echten Probleme, das die Benutzer mit Google haben. Antworten




Tobias Michael Frey
@hans kohler: computer resp. in diesem fall suchmaschinen koennen (immer noch) nicht intelligenter sein als sein nutzer. bei beherrschung richtiger such-taktiken - die viele nicht beherrschen - liefern diese innert sekundenbruchteilen die benoetigten resultate ... und die - im falle googles - dezente werbung kann - sofern man sich auf die suche konzentriert - uebersehen werden. Antworten