Was taugt das Google-Betriebssystem?
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Google-Video zu Chrome OS
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Das webbasierte Chrome OS sollte eigentlich pünktlich zum Weihnachtsgeschäft erscheinen. Doch wegen Programmierfehlern, die man noch ausbügeln muss, wird Chrome OS erst Mitte 2011 auf den Markt kommen. «Wir machen gute Fortschritte, sind aber noch nicht am Ziel», erklärte Google (GOOG 607.94 -0.99%) am Dienstag.
Nun soll ein ausgewählter Benutzerkreis Chrome OS testen, das auf Laptops installiert wird, die über keine Festplatte verfügen. Das um den Webbrowser Chrome entwickelte Betriebssystem speichert Daten auf Internetservern. Auch Programme wie beispielsweise die Textverarbeitung laufen auf Web-Basis. Die ersten Chrome OS-Laptops werden von den Firmen Acer und Samsung gebaut, teilte Google weiter mit. Die Hersteller können den Preis selber festlegen.
Arbeiten im Chrome-Browser
Die Kollegen von Gizmodo.de konnten bereits eine Version ausprobieren. Chrome OS arbeitet vollständig im Browser – genauer gesagt im Chrome-Browser (auf Windows oder Mac OS X) oder auf Wunsch auch als eigenständige Installation. Wird es im Browser verwendet, bietet Chrome OS Zugriff auf Ordner an und sorgt für das lokale Zwischenspeichern von Anwendungsdaten und Dokumenten, um sie auch offline verwenden zu können. Wer Chrome auf einem Computer installieren will, wird zunächst einmal mit den Lizenzbedingungen konfrontiert. Danach loggt man sich auf sein Google-Konto ein.
Die Chrome-Apps
Gearbeitet wird in Chrome OS mit Apps, die man im Vollbildmodus starten kann. Dadurch sehen sie nicht mehr so aus, als würden sie im Browser bedient werden, sondern erinnern mehr an «normale» Programme. Chrome nutzt die Rechenleistung der Grafikkarte aus, was bei Spielen und anderen grafikintensiven Apps mehr Geschwindigkeit bringt.
Apps können über den Chrome Web Store auf Chrome OS installiert werden. Bei diesem Angebot hat Google viel Wert auf leichte Bedienbarkeit gesetzt und orientiert sich optisch am iTunes Store. Bislang haben sich Amazon, Electronic Arts und die New York Times mit Webanwendungen hervorgetan, die auf Chrome OS zugeschnitten sind.
Grosse Schaltflächen
Es ist nicht leicht, eine fundierte Meinung zu Chrome OS zu formulieren. Die Demos, die uns gezeigt wurden, zeigten nicht den gesamten Funktionsumfang. Deshalb bekam man nur einen ungefähren Eindruck. Sicher ist: Die Chrome OS-Apps machen grösstenteils noch einen unfertigen Eindruck, wobei Animationen und Übergänge gelegentlich noch etwas stockend und verzögert abliefen. Meistens sahen sie aber sehr gut aus und reagierten ausreichend flink. Wenn die Probleme aus dem Weg geräumt sind, kann man sich aber durchaus vorstellen, dass auch aufwändige Programme problemlos laufen. Übrigens sagten viele Entwickler, dass sie so grosse Schaltflächen in ihren Apps integriert haben, weil sie sich an Touchscreen-Bildschirmen orientierten.
Fertige Version erst 2011
Google teilte mit, dass Samsung und Acer ab 2011 Chrome-Notebooks anbieten werden. Weitere Hersteller sollen folgen. In den USA sollen die Geräte mit einem UMTS-Modem und einem Mobilfunkvertrag verkauft werden, wobei dort Verizon Googles Partner ist. Im Gespräch ist eine Flatrate mit 100 MByte Übertragungsvolumen im Monat. Preise für die Notebooks wollte Google noch nicht verraten. (ah/Gizmodo.de/sda)
Erstellt: 08.12.2010, 11:37 Uhr


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