Google-Zentrale in Zürich in Gefahr

Aktualisiert am 13.04.2010

Das Unternehmen beklagt, dass der Bund ausländischen Spezialisten die Arbeitsbewilligung für Schweizer Google-Projekte verweigert.

1/30 Ein Radfahrer vor dem Google-Logo am Schweizer Sitz in Zürich: Wie lange gibt es das Unternehmen in der Schweiz noch?
Bild: Keystone

Das ausgefallendste Büro der Schweiz steht in Zürich Google in Zürich: «Hier hätte sich auch Michael Jackson wohl gefühlt»

   

Google

Visuelle Suche wird besser

Der US-Internetriese Google hat einen Spezialisten für die visuelle Suche übernommen. Die Gründer der britischen Start-up-Firma Plink teilten am Montag mit: «Wir haben spannende Neuigkeiten - Plink wurde gerade von Google übernommen.» Den Preis für den Kauf nannten sie nicht. Plink bietet ein Programm für Mobiltelefone, bei dem Nutzer durch ein Handyfoto Kunstwerke identifizieren können. Die Technik will Google der Mitteilung zufolge für seinen Dienst Goggles einsetzen: Dieser ermöglicht es seinen Nutzern ebenfalls, ein Bild mit ihrem Handy machen und im besten Fall dann Informationen zum gezeigten Objekt zu erhalten. (sda)

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Am Google-Hauptquartier für Europa, dem mittleren Osten und Afrika in Zürich, mangelt es laut einem Bericht von Radio 24 an internationalen Fachkräften. Das Hauptproblem sei, dass der Bund für das Jahr 2010 das Arbeitskontingent für Fachkräfte ausserhalb von Europa halbiert habe. Hochqualifizierte Spezialisten aus dem Ausland hätten deshalb für Google-Projekte in der Schweiz keine Arbeitsbewilligung erhalten. Google (GOOG 591.53 -2.01%) Zürich ist der grösste Forschungsstandort des Suchmaschinen-Riesens ausserhalb der USA.

«Projekte müssen in andere Länder verlagert werden. Es kamen deshalb auch schon kritische Fragen vom Google-Hauptquartier in Amerika. Über kurz oder lang wird das zu einem grossen Problem für den Sitz in Zürich», so Google-Sprecher Matthias Graf gegenüber Radio 24.

Der beliebteste Arbeitgeber der Schweiz

Google ist für Schweizer laut einer Studie des Great Place to Work Institute der beliebteste Arbeitgeber des Landes. Das überrascht wenig: Am Schweizer Google-Sitz in Zürich, der 2004 eröffnet wurde, gibt es Gratisverpflegung rund um die Uhr, arbeiten kann der Arbeitnehmer wo er will, er bekommt Massagen oder kann beim Yoga die Seele baumeln lassen.

Mitte März wurde bekannt, dass Andreas M. Schönenberger auf Ende April als Chef von Google-Schweiz zurücktritt. Bis zur Bekanntgabe der definitiven Nachfolgeregelung wird Stefan Tweraser, Country Director für Google Deutschland, Schweiz und Österreich, die Zürcher Zentrale interimistisch leiten. (rek)

Erstellt: 12.04.2010, 17:06 Uhr

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