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Googles Verschleierungstaktik beim Islam

Von Reto Knobel. Aktualisiert am 12.01.2010

Die Suchmaschine liefert bei Suchanfragen Vorschläge zu ähnlichen Begriffen. Auch bei Religionen – nur nicht beim Islam. Das Unternehmen weist den Vorwurf der Zensur zurück.

1/5 Christentum
Gibt man «Christianity is» in das Suchfenster auf Google.com ein, erhalten Nutzer viele Hinweise auf Diskussionen. Sie zeugen von der religionskritischen Einstellung vieler Surfer.
Bild: Google.com

   

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Google (GOOG 591.53 -2.01%) Suggest ist ein praktisches Tool. Während des Tippens eines Suchworts liefert das Programm eine Liste an oft gesuchten Suchwörtern. Die Vorschläge für Suchbegriffe werden automatisch angezeigt.

Wie das Unternehmen auf ihrer Support-Site schreibt, versucht Google.com, «keine Suchanfragen vorzuschlagen, die eine grosse Anzahl an Nutzern verletzen oder beleidigen könnten.» Dies beinhalte pornografische Begriffe, Schimpfwörter sowie Hassreden und gewalttätige Ausdrücke.

Vorwurf der Ungleichbehandlung

Das Unternehmen handhabt diese Regel allerdings recht locker. Gibt der Nutzer auf Google.com etwa die Suchwörter «Christianity is» oder «Judaism is» ein, bekommt er einige zum Teil recht deftige Autovervollständigungs-Vorschläge geliefert (siehe Bildstrecke).

Wie Foxnews.com herausgefunden hat, gilt dies jedoch nicht für den Suchbegriff «Islam is». In den USA wurden darum Vorwürfe der Ungleichbehandlung laut. Als einzige Weltreligion werde der Islam vor negativen Vorschlägen geschützt, meint etwa der Blog Atheists.org.

Google: «Ein Fehler unsererseits»

Google weist diese Vorwürfe jedoch zurück. «Es handelt sich nicht um Zensur im Falle dieser vorgeschlagenen Suchworte innerhalb von Google Suggest», so Google-Sprecher Kay Oberbeck gegenüber Tagesanzeiger.ch/Newsnet. Ursache sei vielmehr ein Softwareproblem. «Es handelt sich schlicht um einen Fehler unsererseits, den wir so schnell wie möglich beheben wollen und entsprechend daran arbeiten.» (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 12.01.2010, 14:15 Uhr

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