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Hochgefährlicher Hacker geht Ermittlern ins Netz

Ein 23-jähriger Slowene soll schädlichen Softwarecode entwickelt haben, der zwölf Millionen Computer infiziert hat.

Der mutmassliche Täter soll einen schädlichen Softwarecode entwickelt haben und ihn den Betreibern des sogenannten «Mariposa Botnets», einem Netz aus infizierten Computern, verkauft haben. Ab Dezember 2008 waren Hunderte Firmen und mindestens 40 grosse Banken von dem Botnet betroffen.

Der mutmassliche Täter soll einen schädlichen Softwarecode entwickelt haben und ihn den Betreibern des sogenannten «Mariposa Botnets», einem Netz aus infizierten Computern, verkauft haben. Ab Dezember 2008 waren Hunderte Firmen und mindestens 40 grosse Banken von dem Botnet betroffen.

Nach zwei Jahre dauernden Ermittlungen seitens der US-Bundespolizei FBI sowie spanischer und slowenischer Behörden ist der mutmassliche Erfinder eines schädlichen Softwarecodes aufgespürt worden, mit dem weltweit insgesamt zwölf Millionen Computer befallen und ferngesteuert worden sein sollen.

Ein FBI-Sprecher nannte die Zusammenarbeit der drei an den Ermittlungen beteiligten Einheiten am Freitag beispiellos. Demnach führte sie dazu, dass der 23-jährige Verdächtige gefasst werden konnte.

Am Dienstag hatte das FBI mitgeteilt, dass der Slowene mit dem Hackernamen Iserdo bereits vor zehn Tagen in der slowenischen Stadt Maribor festgenommen, befragt und gegen Kaution auf freien Fuss gesetzt worden sei. Die Polizei habe sichergestellt, dass er das Land nicht verlassen könne. Gegen Iserdo wurde nach Polizeiangaben noch keine Anklage erhoben, die Ermittlungen gehen weiter.

Computernetz erstreckte sich über 190 Länder

Der 23-Jährige soll einen schädlichen Softwarecode entwickelt haben und ihn den Betreibern des sogenannten «Mariposa Botnets», einem Netz aus infizierten Computern, verkauft haben. Ab Dezember 2008 waren Hunderte Firmen und mindestens 40 grosse Banken von dem Botnet betroffen. Bei einem Botnet werden Computer meist ohne Wissen ihrer Eigentümer für kriminelle Zwecke ferngesteuert. Im Fall des «Mariposa Botnets» stahlen die Täter geheime Kreditkarten- und Online-Banking-Daten. Das Computer-Netz erstreckte sich nach Expertenangaben über mehr als 190 Länder.

Wie die slowenische Polizei mitteilte, verkaufte Iserdo seinen schädlichen Softwarecode an eine grössere Anzahl Kunden, die zwischen 100 und mehreren Tausend Euro dafür bezahlten. Seine wichtigsten Käufer seien aus Spanien gekommen. Dort nahm die Polizei vor fünf Monaten drei Verdächtige fest, die das «Mariposa Botnet» betrieben haben sollen.

Hersteller von Sicherheitssoftware lieferten Hinweise

Den entscheidenden Hinweis, der zu Iserdos Festnahme führte, lieferte nach Angaben der slowenischen Polizei im April dieses Jahres das FBI. Laut einem Pressebericht von Panda Security, einem spanischen Hersteller von Sicherheitssoftware, half neben der eigenen Firma die kanadische IT-Sicherheitsfirma Defence Intelligence dabei, den mutmasslichen Computer-Verbrecher zu überführen.

Slowenischen Medienberichten zufolge handelt es sich bei Iserdo um einen ehemaligen Informatik-Studenten an der Universität von Maribor. Ausser ihm sei noch eine 24 Jahre alte Person befragt worden, teilte die slowenische Polizei mit. Zudem hätten die Behörden sieben Häuser durchsucht und insgesamt 75 Computer konfisziert. (rek/dapd)

Erstellt: 31.07.2010, 11:27 Uhr

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