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In der Wolke gibt es Platz für alle

Von Roger Zedi. Aktualisiert am 30.04.2012 8 Kommentare

Wer Dateien extern und zentral speichern will, findet diverse Angebote in der Cloud. Wir stellen sie vor.

Funktionieren wie eine externe Festplatte – nur dass der Anschluss an den Computer nicht via USB, sondern das Internet erfolgt: Cloud-Speicher.

Funktionieren wie eine externe Festplatte – nur dass der Anschluss an den Computer nicht via USB, sondern das Internet erfolgt: Cloud-Speicher.

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Die Zeiten, in denen Dateien in einem einzigen Computer abgelegt – oder gefangen – waren, sind Vergangenheit. Heute nutzt fast jeder Anwender mehrere Computer und teilt seine Dokumente mit anderen Leuten. Deshalb macht es Sinn, dass häufig benutzte Dateien zentral gespeichert werden. An einem Ort, auf den man von überallher auf sie Zugriff hat, via Webbrowser oder direkt aus dem Explorer oder Finder heraus. Erste Wahl für solche Speicherplätze ist die Cloud. Wo genau sich ein Speicher physisch befindet, braucht einen nicht zu kümmern.

Erfreulich ist das breite, oft kostenlose Angebot. Firmen schaffen damit einen Mehrwert für ihre Kunden und binden diese näher an sich. Aber auch kleine, unabhängige Anbieter mischen erfolgreich mit.

Die ganz externe Festplatte

Die meisten dieser Cloud-Speicher funktionieren wie eine externe Festplatte, nur dass der Anschluss an den Computer nicht via USB, sondern das Internet erfolgt. Die diversen Speicher unterscheiden sich im Detail:

Google (GOOG 696.2 -0.53%) Drive (drive.google.com) ist das jüngste Angebot der bekannten Firma. Man erhält kostenlos 5 GB Speicher, wer 20 GB braucht, bezahlt dafür 30 Dollar im Jahr. Google Drive integriert sich nahtlos in Windows und OS X, und es gibt eine App für Android (jene für das iPhone soll demnächst folgen). Zu den Spezialitäten von Google Drive zählt, dass man im Webbrowser direkt Office-Dokumente bearbeiten kann, allein oder gleichzeitig mit andern. Es gibt Erweiterungen, darunter solche zum Faxen von Dokumenten, für gemeinsames Mindmapping oder die Terminkoordination. Google Drive ist nicht direkt mit dem Musikdienst von Google (den es nur in den USA gibt) oder mit Picasa (Fotos im Web teilen) verknüpft.

Skydrive (skydrive.live.com) von Microsoft (MSFT 26.903 -0.95%) bietet 7 GB gratis, weitere 20 GB kosten 10 Dollar pro Jahr. Skydrive lässt sich mit Windows und OS X nutzen, unterwegs mit Windows Phone und iOS (es gibt sogar eine separate iPad-App). Office-Dokumente lassen sich im Browser bearbeiten, und es gibt Erweiterungen, darunter für OneNote oder die Scanner-App Handyscan. Skydrive umfasst keinen Musik- oder Fotodienst.

Dropbox (www.dropbox.com) von der gleichnamigen Firma ist eine beliebte Lösung, die gratis 2 GB Speicherplatz bietet. Für jede Weiterempfehlung bekommt man zusätzlich 500 MB umsonst, maximal 18 GB. Für 99 Dollar im Jahr erhält man 50 GB. Dropbox integriert sich bestens mit Windows, OS X und Linux, es gibt Apps für Android, Blackberry und iOS. Spezielle Musik- oder Fotodienste gibt es nicht.

myDrive (www.mydrive.ch) von Softronics Communications aus Jona schenkt allen 2 GB Speicherplatz in der Cloud. Wer 10 GB möchte, zahlt 48 Franken jährlich. Unterstützt werden Windows, OS X und Linux, jedoch keine mobilen Betriebssysteme. Ordner und Dateien lassen sich kostenlos mit einem Gastnutzer teilen, weitere Gäste kosten 35 Rappen pro Monat. Spezielle Musik- und Fotodienste gibt es nicht. Wer ruhiger schläft, wenn seine Daten in der Schweiz liegen, ist bei myDrive gut aufgehoben.

iCloud (www.apple.com/chde/icloud) von Apple (AAPL 441.19 0.35%) unterscheidet sich von der Philosophie her komplett von den anderen Angeboten. Es ist eher ein Dienst im Hintergrund als ein Speicherort. iCloud synchronisiert Dateien nur innerhalb von Apps zwischen mehreren Geräten ein und desselben Benutzers, wobei das Dateisystem verborgen bleibt. Photostream beispielsweise sorgt dafür, dass alle Fotos automatisch auf alle Geräte eines Anwenders gelangen. Teilen mit anderen Anwendern ist nicht möglich. Hingegen kann man Back-ups von iPhone und iPad in der iCloud anlegen. Es lassen sich 5 GB (plus weiterer Platz für 1000 Fotos) gratis nutzen, für 20 Franken pro Jahr gibt es 10 GB. iCloud läuft mit Windows und OS X sowie mit iOS. Für 25 Franken pro Jahr kann man separat seine iTunes-Bibliothek in der iCloud ablegen. Mac-Anwender, die Dokumente mit andern teilen möchten, greifen daher ebenfalls zu Diensten wie Google Drive, Skydrive oder Dropbox zurück.

(Tages-Anzeiger)

Erstellt: 30.04.2012, 13:29 Uhr

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8 Kommentare

Jakob Harzenmoser

02.05.2012, 11:27 Uhr
Melden 5 Empfehlung 0

Man hat sich furchtbar darüber ereifert, dass Google bei Streetview-Fahrten einige Bruchstücke von unverschlüsselten e-Mails als Beifang aufgezeichnet hat. Jetzt wird propagiert, dass man ganze Datenbestände im Zusammenhang in der Wolke deponiert. Kann mir jemand diese Diskrepanz erklären? Antworten


Kurt Müller

02.05.2012, 11:44 Uhr
Melden 2 Empfehlung 0

War immer ein Traum der Datenkontrolleure, Alles am gleichen Ort und zugänglich. Cloud ist OK für Transfer Sachen, doch Firmen die sich darauf einlasse sind bereits verlassen. Gefährliche Sache diese Cloud, zumal viele Dinge nicht klar sind, wie Wiederverwertungsrecht, Zugriff wegen laschem Datenschutz usw. Antworten



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