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Iran bestätigt Hackerangriff auf Atomanlagen

Aktualisiert am 30.11.2010

Bislang wurde immer dementiert, dass das Stuxnet-Virus Systeme infiziert hat. Nun hat Präsident Mahmoud Ahmadinejad Schäden eingeräumt.

«Begrenzt Probleme verursacht»: Atomtechniker im Iran.

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Bild: Keystone

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Umstritten: Westliche Staaten werfen Mahmoud Ahmadinejad vor, unter dem Deckmantel der friedlichen Nutzung der Atomenergie nach Atomwaffen zu streben. (Bild: Keystone )

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Der iranische Präsident Mahmoud Ahmadinejad hat Probleme mit der Computersteuerung von Zentrifugen zur Urananreicherung in der Atomanlage Natans eingeräumt. «Sie konnten durch die Installation von Computerprogrammen bei einigen unserer Zentrifugen begrenzt Probleme verursachen», sagte Ahmadinejad am Montag in Teheran.

Auf wen er sich mit seiner Aussage bezog, sagte Ahmadinejad nicht. Die Probleme seien inzwischen behoben worden, weitere Schwierigkeiten seien nicht zu erwarten. Im Iran hatte es seit dem Sommer immer wieder Probleme mit dem sogenannten Stuxnet-Virus gegeben, das in Systeme eindringt, die Industrieanlagen, Kraftwerke und auch Ölpipelines und -plattformen steuern und solche Computersysteme nicht nur lahmlegen, sondern gezielt zerstören soll. Der Iran hatte aber bisher zurückgewiesen, dass auch Atomanlagen von dem Virus betroffen waren.

IAEA bestätigt Probleme

Am vergangenen Dienstag war ein Bericht der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) bekannt geworden, dem zufolge die iranischen Aktivitäten zur Urananreicherung in Natans im Zentrum des Landes im November an mindestens einem Tag komplett zum Erliegen gekommen waren. Die iranischen Behörden erklärten, dies sei wegen Wartungsarbeiten geschehen.

Das iranische Atomprogramm ist international umstritten. Westliche Staaten werfen dem Iran vor, unter dem Deckmantel der friedlichen Nutzung der Atomenergie nach Atomwaffen zu streben. Teheran weist dies zurück.

Atomforscher getötet

Am Sonntag teilte der Iran mit, die letzte Etappe vor der Inbetriebnahme seines Atomkraftwerks in Buschehr eingeleitet zu haben und wahrscheinlich im Lauf der kommenden beiden Monate erstmals dort produzierten Strom in das Versorgungsnetz einspeisen zu können. Bei zwei Bombenanschlägen in Teheran wurden am Montag ein iranischer Atomforscher getötet und ein weiterer verletzt. (rek/afp)

Erstellt: 30.11.2010, 08:13 Uhr

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