Keine Kontrolle über surfende Kinder
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Viele Eltern lassen ihre Kinder einer Befragung zufolge unbeaufsichtigt im Netz surfen. Auch hat nur eine Minderheit Filter- oder Schutzprogamme auf dem Familiencomputer installiert, wie aus der Studie (KIM 2010) des deutschen Medienpädagogischen Forschungsverbundes Südwest hervorgeht.
Dem Nachrichtenmagazin «Focus» zufolge, dem weitere Ergebnisse der Studie vorlagen, hat jeder dritte der Zehn- bis Elfjährigen inzwischen ein eigenes Profil im Netz, zum Beispiel auf Facebook. ( 31.91 -3.39%)
Fehlende Schutzfilter
Zwar ist nach der Studie ein Grossteil der Eltern (81 Prozent) der Ansicht, das Internet berge Gefahren für Kinder. Knapp zwei Drittel befürworten deshalb auch technische Hilfsmittel. Tatsächlich eingebaut haben ein solches aber nur 14 Prozent. Und 41 Prozent lassen ihr Kind ohne Aufsicht ins Internet.
Von den Sechs- bis 13-Jährigen gehen der Befragung zufolge 43 Prozent mindestens einmal pro Woche ins Netz. Viele haben dabei schon schlechte Erfahrungen gemacht: Acht Prozent berichteten, sie seien mit Dingen konfrontiert worden, die ihnen unangenehm gewesen seien, drei Prozent gaben an, sie seien auf Seiten gekommen, die ihnen Angst gemacht hätten.
«Bedenklich»
Studienleiter Thomas Rathgeb erklärte «Focus» zufolge, er halte die Bereitschaft für «bedenklich», persönliche Daten preiszugeben. Das Thema Datenschutz erscheine Kindern «eher schwer zugänglich».
(rek/dapd)
Erstellt: 19.02.2011, 10:48 Uhr
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