Neue Spamflut stresst Cablecom-Kunden
Von Reto Knobel. Aktualisiert am 21.04.2010 34 Kommentare
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Spammer ändern Taktik
Wie das Security-Portal Virenschutz.info berichtet, ist im Dezember die Zahl der Werbemails mit englischsprachiger Betreffzeile auf unter 40 Prozent gesunken. Gleichzeitig habe sich der Anteil an Spam-Mails in anderen Sprachen fast verdoppelt. Derzeit sei in der Schweiz eine Erhöhung auf 19,5 Prozent an deutschsprachigen Werbe-Mails zu verzeichnen.
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«Vor Weihnachten fing es an», heisst es in einem Mail eines Lesers von Tagesanzeiger.ch/Newsnet. «Plötzlich hatte ich an gewissen Tagen unzählige Spam-Mails in meinem Postfach». Bis dahin habe der Spamfilter von Cablecom recht zuverlässig funktioniert. «Nun aber scheinen die Schleusen offen zu sein. Seither ist es zwar etwas besser geworden. Doch noch immer bekomme ich täglich Mails mit Viagra-Penis-Verlängerungsangeboten und Aktientipps».
Auch Hispeed-Nutzer R.S. (Name der Redaktion bekannt) berichtet über eine massive Zunahme von Junkmails. «Seit zwei Monaten bekomme ich extrem viele Spamnachrichten, die mir Potenzmittel und Diätpillen andrehen wollen. Auch Onlinecasino-Mails stressen unglaublich.»
Auf Anfrage von Tagesanzeiger.ch/Newsnet bestätigt das Unternehmen die Zunahme unerwünschter Mails, spricht allerdings nur von «einem leicht erhöhten Spamaufkommen». Solche «Wellen» seien «nicht unüblich». «Die konkreten Hintergründe werden zurzeit abgeklärt, damit wir hier so rasch wie möglich Gegenmassnahmen ergreifen respektive unsere Filter dahingehend anpassen können», so Mediensprecherin Deborah Bucher.
Unabhängig von den Anstrengungen des Providers sollten Cablecom-Kunden (und natürlich alle anderen Nutzer) Massnahmen gegen Spam ergreifen. Das Sicherheitsportal Comsafe.de hat die wichtigsten Tipps zusammengetragen.
- Beteiligen Sie sich nicht an dubiosen Onlineaktivitäten wie Internetgewinnspielen oder Gratisproben: Diese dienen in der Regel nur dazu, Mailadressen zu akquirieren.
- Verwenden Sie die Spam-Filter Ihres E-Mail-Providers.
- Die meisten Provider setzen schwarze Listen (Blacklists) mit bekannten Spammeradressen ein und verweigern bei diesen E-Mails die Annahme. Melden Sie Spam Ihrem Provider: Durch zusätzliche manuelle Meldung von Spam können die Filter trainiert und verbessert werden.
- Deaktivieren Sie das Anzeigen von Grafiken. Zahlreiche Spammer versuchen über das versteckte Nachladen von Grafiken die Echtheit einer zufällig ausgewählten Mailadresse zu verifizieren. Solche Adressen erzielen im Weiterverkauf deutlich höhere Preise.
- Nutzen Sie Mailprogramme mit effektiven, selbstlernenden Spam-Filtern. Die Filter der Programme Mozilla Suite und Mozilla Thunderbird filtern bis zu 98 Prozent der unerwünschten Nachrichten aus.
- Veröffentlichen Sie ihre private Mailadresse nicht im Internet und geben Sie diese nur an Personen, von denen Sie auch Nachrichten erhalten wollen. Wenn Sie die Adresse auf Ihrer Homepage publizieren, sollten Sie diese unbedingt verschlüsseln. So wird sie von Harvestern (Adressensammelprogrammen) schwerer erkannt. Dies lässt sich etwa durch Darstellung der Webadresse als Grafik oder durch Ersetzen des @ Zeichens durch (at) bewerkstelligen.
- Legen Sie sich eine Zweit- oder Drittadresse bei einem der kostenlosen Provider zu (zum Beispiel GMX, Hotmail, Gmail). Verwenden Sie diese Adresse ausschliesslich für Mitteilungen in Gästebücher und Internetforen.
Erstellt: 21.04.2010, 16:46 Uhr
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34 Kommentare
Würden ALLE Provider sich an die Regeln halten könnte man sehr viel SPAM schon auf dem Server abfangen. SPAM bei erst beim Endkunden abzufangen halte ich für die schlechteste Lösung. Aber vielleicht könnte das ja auch ein bisschen Politik sein (!?!?) Viel SPAM verstopft die Leitung, macht das Empfangen langsam, der eine oder andere bestellt dann bestimmt ein schnelleres Abo. Antworten
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