Neuer Gratis-Virenschutz, der nicht mehr aktualisiert werden muss

Aktualisiert am 04.05.2009 3 Kommentare

Panda lanciert ein kostenloses Anti-Viren-Programm – und verspricht eine Revolution. Die Software soll dank Internetunterstützung schneller und schlanker sein als die Konkurrenz.

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Laut einer von IBM durchgeführten Studie ist das Internet so unsicher wie noch nie. Einen massiven Anstieg schädlichen Codes orteten die Sicherheitsexperten vor allem bei manipulierten PDF-Dateien sowie Web-Anwendungen.

   

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Kritik an neuem Panda-Service

Der Branchendienst AV-Test hat das Panda-Programm bereits getestet. Laut einem Bericht der deutschen Zeitung «Die Welt» bemängelt AV-Test-Geschäftsführer Andreas Marx, dass die Kunden vor dem Download des Programms nicht darüber informiert werden, dass es sich nur um eine Vorabversion handelt.

Viel schlimmer aber sei, dass die Erkennungsrate deutlich schlechter sei, als bei den älteren Programmen Panda Antivirus und Panda Internet Security. Von einer Millionen Viren hätten die Programme in früheren Tests etwa 97 Prozent erkannt, das neue Programm habe weniger als 80 Prozent gefunden. Dies könne aber auch an einer vorübergehenden Überlastung liegen, da möglicherweise unerwartet viele Kunden gleichzeitg das neue Produkt gestartet haben, so Marx.

Der Sicherheitsanbieter Panda Security hat den ersten Viren- und Malware-Scanner vorgestellt, der hauptsächlich im Internet arbeitet. Die Software mit dem Namen Cloud Antivirus wurde als Betaversion veröffentlicht und soll eine kostenlose Antiviren-Applikation sein, die der Nutzer nicht mehr auf seinem Rechner installieren muss. Nötig ist lediglich eine kleine Anwendung am Heim-PC, mithilfe derer die Verbindung zum Antiviren-Programm im Internet hergestellt wird.

Derzeit 24 Millionen-Virensignaturen

Die Software nutzt konsequent die Cloud, von Panda als Collective Intelligence bezeichnet. Lokal gespeicherte Signaturen benötigt die Applikation nicht mehr, jegliche Informationen werden aus dem Netz bezogen. Dort steht laut Herstellerangaben die grösste Signatur-Datenbank der Welt zu Verfügung, in der derzeit rund 24 Millionen Viren-Signaturen abgespeichert sind. Darüber hinaus betonen die Entwickler, dass auch die Neuerkennung von Schadcodes schnell erfolgen soll. Das Programm erkennt, analysiert und blockiert neue Viren innerhalb von sechs Minuten, heisst es.

Einer der grössten Vorteile der webbasierten Sicherheitssoftware für den Anwender ist, dass er sich nicht mehr selbst um die Aktualisierung des Programms kümmern muss. Weder Virendefinitionen noch Anwendungsupdates müssen auf den lokalen Rechner geladen werden. Die Server von Panda sind jederzeit mit den neuesten Erkennungsroutinen für aktuelle Bedrohungen ausgerüstet. Darüber hinaus ist Cloud Antivirus auch eine Entlastung für die Ressourcen des Computers. Laut Panda beansprucht der Scanner maximal fünf Prozent der zur Verfügung stehenden Leistung.

Beschränkung der Bandbreite?

Panda Cloud Antivirus benötigt für die Installation 17 Megabyte Speicherplatz auf der Festplatte. Die Software verfügt über eine einfach gestaltete Benutzeroberfläche, wobei der Funktionsumfang eher eingeschränkt ist. Einzige Einschränkung, die das Programm mit sich bringen könnte, ist eine eventuell beschränkte Brandbreite durch die permanent genutzte Onlineverbindung. Panda hat zudem angekündigt, künftig auch eine kostenpflichtige Variante anbieten zu wollen.

Panda Cloud Antivirus kann gratis getestet werden, es handelt sich dabei aber nur um eine Testversion. Panda wird zu einem späteren Zeitpunkt auch eine kostenpflichtige Variante der Antiviren-Software anbieten. (rek/pte)

Erstellt: 04.05.2009, 15:24 Uhr

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3 Kommentare

Ersoy Yilmaz

04.05.2009, 14:29 Uhr
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Dass die Virenscanner die PCs erheblich verlangsammen und die Anwender zur Abrechung des Scanvorgangs leiten, ist nicht zweckdienlich.Ob eine "Zentral" durchgeführter Scanvorgang in diesem Fall mit permanenter Online-Verbindung zum Server entlastung bringen wird, ist nicht einleuchtend. Weitere Türchen im PC öffnen gefaellt mir nicht.Zudem eine weitere Belastung des Netzes. Bin nicht begeistert. Antworten


Kurt Gsell

05.05.2009, 09:58 Uhr
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"Virenschutz, der nicht mehr aktualisiert werden muss" scheint mir etwas irreführend. Aktualisiert werden Programme die auf dem PC gespeichert sind. Hier bleibt aber das Programm beim Anbieter und arbeitet über eine permanente Internetverbindung. Dies verlangsamt einerseits das Internet, andererseits greift da ein Programm permanent auf meinen PC zu. Virenschutz als Trojaner? Danke Nein! Antworten



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