Digital

Obama präsentiert Internet-Charta

Aktualisiert am 23.02.2012

Die US-Regierung will den Datenschutz deutlich verbessern. Internetnutzer sollen mit einem Klick verhindern können, dass Unternehmen ihre Spuren im Internet aufzeichnen.

«Die amerikanischen Konsumenten können nicht länger auf klare Regeln warten»: US-Präsident Barack Obama.

«Die amerikanischen Konsumenten können nicht länger auf klare Regeln warten»: US-Präsident Barack Obama.

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Die US-Regierung will den Datenschutz im Internet deutlich verbessern. Geplant sei eine «Grundrechte-Charta für den Datenschutz», teilte das Weisse Haus am Donnerstag mit. Diese sieht demnach unter anderem vor, dass Internetnutzer mit einem Klick verhindern können, dass Unternehmen ihre Spuren im Internet aufzeichnen und beispielsweise für personalisierte Werbung nutzen. Die grossen Internetkonzerne haben demnach zugesagt, sich auf die neuen Regeln einzulassen.

Die Datenschutz-Charta sieht den Angaben zufolge unter anderem vor, dass Internetbrowser einen Knopf für mehr Datenschutz erhalten. Klicken die Internetnutzer darauf, wollen die grossen Internetkonzerne die Aktivitäten der Nutzer nach eigener Aussage nicht mehr verfolgen. «Wenn ein Konsument sich dafür entscheidet, dass seine Daten nach den Vorgaben (der Charta) nicht mehr gesammelt werden, wird dies von allen Unternehmen gleichermassen befolgt», erklärte der Internetwerbeverband DAA.

Vertrauen der Nutzer ist «unabdingbar»

Zuletzt hatte es in den USA Datenschutz-Debatten unter anderem rund um das soziale Netzwerk Facebook und den Internetriesen Google gegeben. «Die amerikanischen Verbraucher können nicht länger auf klare Regeln warten, die garantieren, dass ihre persönlichen Informationen online sicher sind», erklärte US-Präsident Barack Obama. Das Vertrauen der Nutzer sei «unabdingbar für das weitere Wachstum der digitalen Wirtschaft».

Akzeptieren wollen die Datenschutz-Charta den Angaben zufolge unter anderem Google, Microsoft, Yahoo und AOL. Überwacht werden sollen die Regeln demnach von der für Verbraucherschutz zuständigen Behörde FTC. (rek/AFP)

Erstellt: 23.02.2012, 10:55 Uhr

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