«PCs sind sicherer als Macs»
Von Reto Knobel. Aktualisiert am 23.11.2010
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Laut der Internetsicherheitsfirma McAfee zählen Schweizer Websites zu den sichersten der Welt. Dennoch verbreiten immer mehr .ch-Webseiten Malware (schädliche Software).
Die Stiftung Switch, welche für Schweizer Internetadressen registriert und verwaltet, hält dies für ein grosses Problem: «Wir erhalten wöchentlich über hundert Hinweise auf Webseiten, die andere Computer mit Malware infizieren» so der Leiter der Sicherheitsabteilung von Switch, Serge Droz.
Nur im Notfall offline
Der Missbrauch bleibt für Webseiten-Betreiber und den Besucher oft unbemerkt. Deshalb führt die Sicherheitsabteilung von Switch ab Donnerstag ein neues Vorgehen gegen Malware ein: Switch prüft Hinweise auf Malware verbreitende Webseiten. Bei schädlichen Webseiten kontaktiert Switch den Halter und den Betreiber (Provider) mit der Bitte, das Problem zu beheben.
Wird innerhalb eines Arbeitstages nicht reagiert, sperrt Switch die Internetadresse. «Wir nehmen eine Webseite nur im Notfall vom Netz. Ziel ist, dass die schädliche Seite schnell gesäubert wird», so Droz. Das konsequente Vorgehen trage wesentlich dazu bei, den hohen Sicherheitsstandard von Schweizer Internetadressen beizubehalten.
Malware ist laut Droz längst kein Problem mehr, welches ausschliesslich PC-Nutzer betrifft, im Gegenteil: «Microsoft (MSFT 29.06 -0.03%) hat in den letzten Jahren punkto Sicherheit sehr viel dazugelernt. PCs sind heute sicherer als Macs», ist Droz überzeugt. Insbesondere das neuste Betriebssystem Windows 7 sei «sicherheitstechnisch gut durchdacht».
Schädliche Software werde auf unterschiedlichste Art verbreitet. Stark zugenommen hat laut Switch die Verbreitung via «Drive-By-Downloads»: Dabei kann der Mac oder der PC bereits beim blossen Aufruf infiziert werden, und zwar unbemerkt. Droz: «In der Regel sieht das weder der Administrator noch der Besucher der Website.»
Wie bei der Grippe
Mac-Nutzer würden sich in falscher Sicherheit, wenn sie Viren oder Trojaner nur als Problem für PC-Nutzer sähen. «Wir vergleichen das mit dem Phänomen Grippe: Jemand, der immer wieder kränkelt, ist sensibler im Umgang mit diesem Thema. Wer aber nie Bekanntschaft damit gemacht hat, hält sich für unverwundbar.» Apple-Produkte würden zulegen, insbesondere das iPhone sei extrem populär. Je verbreiteter eine Plattform sei, desto beliebter sei sie für Angriffe. Generell seien Smartphones zunehmend Ziel von Angriffen.
Was rät Experte Droz? «Schützen kann sich ein Internetnutzer, indem er seinen Rechner mit einer Anti-Virensoftware ausstattet und die Programme sowie das Betriebssystem stets aktuell hält.» (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)
Erstellt: 23.11.2010, 10:36 Uhr
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Sonia Uhlmann ist keine typische Studentin. Dank Fernstudium hat sie den Master trotzdem geschafft.



