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Rapidshare kämpft mit «Kollateralschäden»

Von Reto Knobel. Aktualisiert am 19.02.2012

Langsame Downloads und künstliche Pausen: Der Zuger Filehoster reagiert auf die sprunghafte Zunahme des Datenverkehrs nach der Schliessung von Megaupload – die Gratisnutzer sind erbost.

1/10 Profitiert bislang vom liberalen Schweizer Urheberrecht: Die Schweizer Filesharing-Plattform Rapidshare.
Bild: Rapidshare.com

   

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Laut einem Bericht von «Ghacks» kommen seit kurzem nur noch Premium-Mitglieder des Schweizer Filehosters Rapidshare in den Genuss von normalen Download-Geschwindigkeiten. Wie diese Quelle schreibt, hat das im Kanton Zug beheimatete Unternehmen die Download-Geschwindigkeit für seine Gratiskunden auf 30 kb/s begrenzt.

Ausserdem können laut «Ghacks» Free-User unterbrochene Vorgänge nicht beenden. Rapidshare habe sogar - um das Downloaden noch langsamer zu machen - zusätzliche Pausen eingebaut.

«Erhöhte Missbrauchsstatistiken»

Rapidshare hat die Meldung auf Facebook mittlerweile bestätigt: «Wie einige von euch bereits realisiert haben, wurde die Download-Geschwindigkeit für Free-User reduziert (aktuell circa 30 kb/s)», heisst es dort. Diese Massnahme sei nötig geworden, «nachdem es in Folge der jüngsten Ereignisse zu signifikant erhöhten Missbrauchsstatistiken gekommen» sei. Was genau Rapidshare damit meint, wird nicht weiter ausgeführt.

Rapidshare – nach eigenen Angaben mit täglich 42 Millionen Besuchern einer der grössten Filehoster der Welt – reagiert damit auf die sprunghafte Zunahme von Gratiskunden nach der Schliessung des Filesharing-Portals Megaupload.com (Tagesanzeiger.ch/Newsnet berichtete). An diesen Nutzern, die Rapidshare nur Mehraufwand, aber keine zusätzlichen Einnahmen bringen, hat Rapidshare augenscheinlich wenig Freude.

Negativ-Reaktionen auf Facebook

Ganz wohl scheint es dem Filehoster bei dieser Massnahme allerdings nicht zu sein - von dem reduzierten Tempo sind auch User, die den Dienst völlig legal nutzen, betroffen. Rapidshare teilt darum auf Facebook mit: «Seien Sie bitte versichert, dass wir unsere Abläufe so bald wie möglich verbessern werden, um derartige Kollateralschäden zu vermeiden». Die Gratisnutzer scheint dies indes wenig zu beeindrucken: Sie decken Rapidshare seit der Temporeduktion auf Facebook mit negativen Kommentaren ein.

Nach der Verhaftung der Megaupload-Betreiber um den gefallenen Internetstar Kim Schmitz hatten auch andere Filesharing-Dienste wie Uploaded.to oder Filesonic.com ihr Angebot eingeschränkt. Btjunkie.org gab sogar ganz auf (Tagesanzeiger.ch/Newsnet berichtete). (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 19.02.2012, 16:02 Uhr

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