So schützen Sie Ihren Mac vor Viren

Aktualisiert am 27.04.2009 28 Kommentare

Warum Apple-Computer keine virenfreie Zone mehr sind und was Sie gegen Schadprogramme auf Ihrem Mac unternehmen können. Tipps von Tagesanzeiger.ch/Newsnet und Eload24.

1/5 Viren mac gegen Windows.jpg
Windows-Computer sind immer noch anfälliger für Cyberangriffe als Macs. Aus Sicht eines Virenprogrammierers lohnt es sich einfach mehr, einen Windows-Virus zu entwickeln. Das heisst nicht, dass Apple-Nutzer sich nicht um das Thema Viren kümmern müssen.

   

Umfrage

Surfen und arbeiten Sie mit einem Mac?

Ja, aber nur zu Hause

 
53.8%

Ja, aber nur im Geschäft

 
0.9%

Ja, sowohl beruflich als auch privat

 
38.0%

Nein, ich bin PC-Nutzer

 
7.3%

866 Stimmen


Links

Um das Thema Viren mussten sich Mac-Benutzer lange Zeit nicht ernsthaft kümmern. Wenn die Medien mal wieder von einem Cyberangriff berichteten, konnten sich Mac-Anwender meist beruhigt zurücklehnen – betroffen waren fast ausschliesslich Windows-Computer, für die neue Viren und andere Schadprogramme fast im Stundentakt entstehen.

Besonders unter Windows XP legten clever programmierte Viren binnen kürzester Zeit ganze Firmen und Behörden lahm – natürlich auch die PCs von Privaten. Unter Windows Vista ist die Situation etwas besser geworden, doch das Problem besteht weiterhin auf der Plattform.

Windows empfindlicher für Angriffe

Für die ungleiche Verteilung der digitalen Plagegeister gibt es verschiedene Gründe. Aus technischer Sicht ist es weitaus schwieriger, das Unix-basierte Mac OS entscheidend zu treffen. Besonders die zentrale Registry-Datei unter Windows XP lädt geradezu dazu ein, sie zu manipulieren, ohne dass es der Benutzer bemerkt. Microsoft hat gelernt und in Windows Vista viele Sicherheitslücken gestopft. Dazu kommt natürlich der deutlich höhere Marktanteil von Windows. Es «lohnt» sich aus Sicht eines Virenprogrammierers einfach mehr, einen Windows-Virus zu entwickeln.

Zwar ist der Aufwand zur Entwicklung eines Virus, der massiven Schaden unter Unix-basierten Systemen wie Mac OS X oder auch Linux anrichtet, immer noch riesig. Möglich ist es dennoch. Und mit dem steigenden Marktanteil von Mac OS X unter den installierten Systemen wird die Plattform auch interessant für die Virenprogrammentwickler. Folgerichtig gibt es Virenschutzprogramme für Mac OS X. Hier stellen wir Clamxav vor, die Mac-Version des (fast) gleichnamigen Programms für den Virenschutz unter Linux. Das Programm ist sowohl Virenscanner als auch Phishing-Filter.

In der neuesten Version hat Clamxav einen integrierten Hintergrundwächter, Sentry genannt. Dieser überwacht während des Betriebs vorher benannte Ordner und prüft neue Inhalte. Das Einsatzgebiete für Clamxavs Sentry ist etwa das Mailboxverzeichnis oder der Download-Ordner. Im Folgenden zeigen wir, wie Sie Clamxav installieren, einstellen und immer auf dem aktuellsten Stand halten und Ihren Mac so vor Viren schützen.

Nach dem Herunterladen (siehe Link «Clamxav») ziehen Sie das Clamxav-Symbol in den Ordner «Programme» Ihres Mac. Die beiden unteren Optionen installieren eine Kontextmenü-Erweiterung sowie ein Tool zum Löschen des Programmpakets. Nach dem ersten Programmstart werden Sie aufgefordert, den Installer zu aktivieren. Klicken Sie auf den Knopf «Installieren». Der Mac-Installer führt den Benutzer dann durch die Installation der eigentlichen Virusscanner-Engine.

Bevor es an das Scannen des Volumes oder eines Verzeichnisses geht, sind die enthaltenen Virusdefinitionen zu aktualisieren. Klicken Sie dazu den Button «Virusdefinitionen aktualisieren». Clamxav lädt über die Internetverbindung die jeweils aktuelle Datei – das Kernstück des Programms. Anhand der Daten erkennt Clamxav neue und alte Viren und startet deren Bekämpfung.

Automatische Updates

Um die Aktualisierungen nicht immer von Hand vornehmen zu müssen, klicken Sie im Programmfenster «Einstellungen» und aktivieren Sie im sich öffnenden Fenster die drei Optionen zum automatischen Aktualisieren. Klicken Sie «OK», beenden sie das Programm und starten Sie es neu.

Bei jedem Programmstart prüft Clamxav nun zunächst, ob es eine neue Version der Virusdatei oder des Programms gibt. Wählen Sie wieder den Button «Einstellungen», und klicken Sie den «Reiter Allgemein». Aktivieren Sie «Scan-Ergebnisse mitschreiben» und «Update-Ergebnisse mitschreiben». Die Log-Dateien sind dann im Verzeichnis «Library/Logs »des Home-Verzeichnisses zu finden, lassen sich aber auch über die beiden «Öffnen»-Buttons direkt einsehen. Mit der Aktivierung der Checkbox «Alarm bei Virusfund» werden Sie vom System informiert, falls ein Virus gefunden wurde.

Mail-Prüfung und Quarantäne

Die meisten Mailprogramme speichern Mails samt Anhängen in einem Containerformat namens «Mbox». Damit Clamxav auch die eventuell verseuchten Anhänge prüfen kann, aktivieren Sie die Option «Mails in mbox Dateien prüfen». Neben den Anhängen überprüft Clamxav auch, ob im HTML-Teil der Mail Phishing-Code enthalten ist. Die Quarantäne-Funktion sorgt dafür, dass verdächtige Dateien in einen vorher benannten Ordner zur weiteren Inspektion verfrachtet werden. Ist allerdings die «Prüfung von Mbox-Dateien» aktiviert, steht die Quarantäne-Funktion nicht zur Verfügung.

Clamxav Sentry überwacht im Hintergrund vom Nutzer benannte Ordner. Dieses Vorgehen empfiehlt sich, da Viren nicht nur über Mails, sondern auch über Downloads den Weg auf den Mac finden. Für Webbrowser sollte man das Verzeichnis «Downloads» als Lagerort für geladene Dateien festlegen. Öffnen Sie in den «Einstellungen von Clamxav» den Reiter «Ordner-Überwachung», und ziehen Sie den Ordner «Downloads» in «Beobachtete Ordner». Zudem befördern Sie das E-Mail-Verzeichnis «Library/Mail» Ihres Home-Verzeichnisses dorthin. Wenn Sie die beiden oberen Checkboxen aktivieren, werden auch externe Medien automatisch geprüft. Klicken Sie zuletzt «Einstellungen speichern & Ordnerüberwachung starten».

Dies ist ein Auszug aus einem E-Book von Eload24. Sie können die gesamte Datei gratis via nebenstehenden Link downloaden. (rek/Eload24.com)

Erstellt: 27.04.2009, 17:15 Uhr

28

Kommentar schreiben







 Ausland



Verbleibende Anzahl Zeichen:

Mit dem Absenden des Kommentars erklärt sich der Leser mit nachfolgenden Bedingungen einverstanden: Die Redaktion behält sich vor, Kommentare nicht zu publizieren. Dies gilt insbesondere für ehrverletzende, rassistische, unsachliche, themenfremde Kommentare oder solche in Mundart oder Fremdsprachen. Kommentare mit Fantasienamen oder mit ganz offensichtlich falschen Namen werden ebenfalls nicht veröffentlicht. Über die Entscheide der Redaktion wird keine Korrespondenz geführt. Telefonische Auskünfte werden keine erteilt. Ihr Kommentar kann auch auf Google und anderen Suchseiten gefunden werden.

28 Kommentare

Markus Brunner

27.04.2009, 10:57 Uhr
Melden

Nur zur Erinnerung: Es gibt nach wie vor KEINEN EINZIGEN Virus für Mac OSX. wer den obigen "Artikel" liest merkt rasch, dass es sich faktisch um eine Publireportage handelt. Antworten


Hugo Ritz

27.04.2009, 11:13 Uhr
Melden

@Markus Brunner: Das glauben sie, gibt es sehr wohl...nicht umsonst wurde erst gerade ein Botnetz aus Macs entdeckt... Antworten



Digital

Populär auf Facebook Privatsphäre

Telefonbuch

Marktplatz

Meistgelesen in der Rubrik Digital

Facebook

Werden Sie Tagi-Fan.