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So viel zum Thema Google Plus
Aktualisiert am 14.10.2011 35 Kommentare
Alles falsch gemacht? Google-Triumvirat Sergey Brin, Eric Schmidt und Larry Page (von links). (Bild: Keystone )
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Entschuldigt sich auf Google Plus für seine Worte: Steve Yegge. (Bild: Quelle: Plus.google.com)
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«Wir checken es alle nicht», schrieb Google-Entwickler Steve Yegge jüngst in einem Eintrag auf Google (GOOG 707.83 -0.00%) Plus. Das im Juni eingeführte Netzwerk sei ein wesentliches Beispiel für Googles «vollständiges Unvermögen, Plattformen zu verstehen, von den höchsten Führungsebenen (hallo, Larry, Sergey, Eric, wie läuft es) bis zum gemeinen Fussvolk (schönen Gruss auch)».
Der Eintrag hätte eigentlich nur Google-intern publiziert werden sollen, durch einen Klick auf den falschen Knopf konnten aber alle Nutzer von Google Plus die Rundumkritik lesen. Yegge löschte den Eintrag umgehend, man kann ihn aber hier oder hier immer noch lesen.
«Noch ist es nicht zu spät»...
Bei Google Plus handle es sich leider nur um einen Schnellschuss («knee-jerk reaction»), «eine Studie in kurzfristigem Denken, die sich auf die falsche Vorstellung stützt, dass Facebook erfolgreich ist, weil es ein grossartiges Produkt ist». Das weltgrösste Netzwerk ist laut Yegge darum erfolgreich, weil es Partnerprodukte aufgebaut habe, bei denen andere die Arbeit machen würden, und Angebote aufweise, mit welchen der Nutzer sich unendlich lange beschäftigen könne.
Beim Launch von Google Plus jedoch habe es nicht einmal eine Programmierschnittstelle für Externe gegeben. Yegges Warnung an seinen Arbeitgeber: «Ich sage nicht, es ist zu spät für uns, aber je länger wir warten, desto eher wird es zu spät sein.»
...oder doch?
Vielleicht ist es aber bereits jetzt zu spät? Laut aktuellen Zahlen des Datenanalyse-Unternehmens Chitika sind die Zugriffszahlen nach der Öffnung für alle Nutzer am 20. September zwar extrem in die Höhe geschnellt, danach aber auch wieder völlig zusammengebrochen, konkret um minus 60 Prozent.
Laut der Website Ebizmba.com, welche sich auf Traffic-Zahlen der Firmen Alexa, Compete und Quantcast beruft, hat Google Plus (Stand 5. Oktober) 32 Millionen Nutzer und befindet sich in der Rangliste der erfolgreichsten Netzwerke auf Platz 6 – noch hinter Ning (60 Millionen) und dem kriselnden Portal Myspace (80,5 Millionen).
Die Zeiten des schnellen Wachstums scheinen also passé – zum Vergleich: Nach seinem Start am 28. Juni überschritt Google Plus innerhalb eines Monats die Marke von 25 Millionen Nutzern. Unangefochten an der Spitze liegen gemäss Ebizmba.com Facebook (700 Millionen Nutzer) sowie Twitter mit 200 Millionen Usern. Nach anderen (ebenfalls inoffiziellen) Zahlen waren Ende September bei Google Plus etwas über 40 Millionen Nutzer registriert.
Einzigartig muss es sein
Google, ist Chitika-Analyst Gabe Donnini überzeugt, habe mit Google Plus nur dann eine Chance, wenn es Features biete, die einzigartig oder zumindest schwer nachzuahmen seien. Im Moment aber gelinge es dem Netzwerk nicht, «die Nutzer nachhaltig an sich zu binden». Was passiert, wenn Google nicht rasch Gegensteuer gibt? Gabe Donnini: «Google Plus könnte angesichts der Durchschlagskraft und Innovationsfreude von Facebook einfach von der Bildfläche verschwinden.»
(rek)
Erstellt: 14.10.2011, 14:01 Uhr
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35 Kommentare
Wie man aus obiger Grafik bereits das Ende von Google+ herausliest ist mir schleierhaft. Ein Peak von ein *paar Tagen* danach wieder Normalniveau, ein Trafficindex wo man nicht genau weiss, wie der definiert ist. Zu einer reisserischen Schlagzeile hats jedenfalls gereicht. Ich bin weder Nutzer noch Fan von sozialen Netzwerken, aber ein Freund von gutgemachten Artikeln mit Hintergrundinformationen. Antworten


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