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Steve Jobs und Rupert Murdoch arbeiten an iPad-Coup

Aktualisiert am 21.11.2010

Der Medienmogul und der Apple-Chef stehen nach Informationen aus den USA und Grossbritannien vor dem Start einer Tageszeitung speziell für das Apple-Tablet.

Kein Freund von Gratisinhalten im Netz: Rupert Murdoch. Der Australier setzt als einer von wenigen Verleger konsequent auf Bezahl-Inhalte im Internet.

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Bild: Keystone

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Für das Projekt, das er mit Apple-Chef Steve Jobs vorantreibe, habe der Verleger in New York bereits 100 Journalisten eingestellt. Das Produkt soll zu Beginn des nächsten Jahres auf den Markt kommen, schrieb der «Guardian» am Sonntag in seiner Online-Ausgabe. Die Zeitung unter dem Titel «Daily» soll 99 US-Cent pro Woche kosten - viel weniger als eine gedruckte Tageszeitung.

Dies sei möglich, weil keine Druck- und Vertriebskosten anfielen. Das Display-Blatt soll die Stärken von Boulevard- und Qualitätszeitungen verbinden. Leitende Redakteure kämen von der britischen Boulevardzeitung «The Sun» und von der «New York Post».

Kein gedruckte Ausgabe

An der Entwicklung sind den Angaben zufolge Apple-Techniker beteiligt. Die Inhalte sollen direkt aufs iPad oder vergleichbare Geräte anderer Hersteller gespielt werden - eine gedruckte oder Web- Ausgabe soll es nebenher nicht geben.

Murdoch setzt als einer von wenigen Verleger konsequent auf Bezahl-Inhalte im Internet. Die Online-Ausgabe seines britischen Flaggschiffs «The Times» hat Hunderttausende Leser verloren, seit sie nur noch gegen Bezahlung gelesen werden kann. Murdochs Medienkonzern News Corporation sieht es aber als Erfolg an, dass 100'000 zahlende Leser übrig geblieben sind.

Bisher fehlen wirtschaftlich tragfähige Modelle

Auch das britische Massenblatt «The Sun» wird inzwischen von einer Paywall geschützt. Das ebenfalls zum Murdoch-Imperium gehörende US-Blatt «Wall Street Journal» fährt eine Strategie der teilweisen Bezahlpflicht und hat zwei Millionen Leser im Internet.

Murdochs Versuche, mit Inhalten im Internet Geld zu verdienen, werden in der Medienbranche weltweit beobachtet. Vielen Verlegern gilt der wirtschaftliche Erfolg im Internet als Schlüssel für das langfristige Überleben des Mediums Tageszeitung. Wirtschaftlich tragfähige Modelle sind bisher jedoch Mangelware. (rek/sda)

Erstellt: 21.11.2010, 16:07 Uhr

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