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Viren verbreiten sich vermehrt über Webseiten

Aktualisiert am 29.10.2009

Cyberkriminelle reagieren auf das gestiegene Sicherheitsbewusstsein der Computernutzer. Immer häufiger sind auch seriöse Sites infiziert.

In ihrem Halbjahresbericht geht Melani auch auf die zunehmende Bedrohung von Steuerungssoftware in der Industrie ein.

In ihrem Halbjahresbericht geht Melani auch auf die zunehmende Bedrohung von Steuerungssoftware in der Industrie ein.

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So schützen Sie sich vor Drive-By-Infektionen

Gegen Infektionen beim Besuch präparierter Webseiten hilft vor allem gesundes Misstrauen und eine Absicherung des eigenen Computersystems, etwa durch regelmäsige Sicherheits-Updates, Patches und Schutzprogramme wie Virenscanner, Malware-Scanner und Firewall.

Setzen Sie ausschliesslich Security-Lösungen mit aktuellen Virensignaturen ein. Abgelaufene Testversionen oder Security-Software ohne Signatur-Updates bieten keinen ausreichenden Schutz vor Schadcode. Auch das Betriebssystem und der Browser müssen immer aktuell gehalten werden (Updates regelmässig installieren!).

Empfehlenswert ist auch, aktive Inhalte im Browser zu deaktivieren. Active-X und andere Komponenten werden häufig zur Einschleusung von Schadcode verwendet.

Statt ihre Viren über E-Mail-Anhänge oder verschickte Links zu verbreiten, setzen sie gemäss Angaben der Melde- und Analysestelle für Informationssicherung (Melani) vermehrt auf «Webseiteninfektionen».

Dabei hacken die Cyberkriminellen Webseiten und versehen sie mit schädlicher Software (Malware). Wer beim Surfen im Internet die betroffene Webseite ansteuert, lädt die schadhafte Software - ohne es zu merken - automatisch auf seinen Computer. In der Fachsprache handelt es sich deshalb um eine Drive-By-Infektion.

Steuerungssoftware im Visier

Um ihre Malware möglichst weit zu streuen, infizieren die Kriminellen immer häufiger seriöse und populäre Internetseiten, wie die Meldestelle am Donnerstag mitteilte.

In ihrem Halbjahresbericht geht Melani auch auf die zunehmende Bedrohung von Steuerungssoftware in der Industrie ein. Diese sogenannten Supervisory Control and Data Acquistion (SCADA) Systeme werden zur Überwachung, Kontrolle und Steuerung von Industrie- und Infrastrukturanlagen eingesetzt.

Die Gefahr einer Infizierung der SCADA-Systeme ist in den letzten Jahren gestiegen, weil sie vermehrt Internet-Technologien benutzen, um mit ihrem Zentralrechner zu kommunizieren. (rek/sda)

Erstellt: 29.10.2009, 12:12 Uhr

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