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Zwitschern verboten!

Aktualisiert am 19.01.2011

Im britischen Unternhaus darf nicht mehr länger getwittert werden. Ein Abgeordneter hatte sich beschwert.

Ein beliebtes Arbeitsmittel der Politiker: Das Kurznachrichten-Netzwerk Twitter.

Ein beliebtes Arbeitsmittel der Politiker: Das Kurznachrichten-Netzwerk Twitter.
Bild: Keystone

Britische Abgeordnete dürfen während Parlamentssitzungen nicht länger Nachrichten über den Kurznachrichtendienst Twitter verschicken. Nach der Beschwerde eines Abgeordneten entschied der stellvertretende Vorsitzende des britischen Unterhauses, Lindsay Hoyle, am Mittwoch, dass Abgeordnete die Aussenwelt nicht über Twitter über die Debatten informieren dürfen. Der Labour-Abgeordnete Kevin Brennan hatte sich beschwert, dass der Liberaldemokrat Julian Huppert seine Argumente lieber über Twitter verschicke, als sie den anderen Abgeordneten mitzuteilen. Damit nehme er ihnen die Möglichkeit der Erwiderung.

Bisher ist im britischen Parlament nur das Telefonieren während der Sitzungen verboten, während die Verwendung von Mobiltelefonen zur Versendung von E-Mails weiter erlaubt ist. Erst vergangenen Monat hatte die Justiz entschieden, den Gebrauch von Twitter in Gerichtssälen in England und Wales weiterhin zu erlauben. Das Thema war während der Gerichtsverhandlungen gegen den Gründer von Wikileaks, Julian Assange, aufgekommen. Die britische Justiz muss über die Auslieferung des Australiers nach Schweden entscheiden, wo gegen ihn wegen des Verdachts der Vergewaltigung und der sexuellen Nötigung ermittelt wird.

(jak/AFP)

Erstellt: 19.01.2011, 20:19 Uhr

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