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Computerviren statt Christkind

Cyberkriminelle sind in der Vorweihnachtszeit besonders aktiv. Wir zeigen, wie Sie sich schützen können und was Ihrem Rechner nächstes Jahr droht.

Ist Ihr Computer sicher?

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Tipps für Weihnachten ohne Sicherheitsprobleme

Betriebssystem, Browser und Sicherheitslösung aktualisieren: Die aktuellen Sicherheitsupdates müssen jetzt installiert werden. Weil nach den Feiertagen viele Viren und Würmer im Postfach herumliegen, die auf einen Schlag abgerufen werden und den PC schädigen, musst das gesamte System verteidigungsbereit sein.

Mails von Unbekannten ignorieren: Mails mit «wertvollen» Shopping-Tipps löschen und darin aufgeführte Internet-Links nicht anklicken. Solche Mails dienen meist nur dazu, schadhafte Programme zu verbreiten.

Keine verdächtige Webseiten besuchen: Das ist zwar leichter gesagt als getan. Wenn bei den Kontaktinfos nur ein Postfach angegeben ist, ist die Chance gross, dass der Shop eine Falle ist. Es schadet nicht, im Zweifelsfall den Shop anzurufen um vom Service einen ersten Eindruck zu bekommen. Vergleichen Sie Erfahrungsberichte, die andere Nutzer gemacht haben.

Datenschutz ist wichtiger denn je: Es muss klar ersichtlich sein, dass Ihre Daten nicht an Dritte weitergeben werden. Seriöse Anbieter informieren ihre Kunden klar und deutlich über ihre Datenschutzbestimmungen. Fehlen diese Angaben, ist möglicherweise der Weiterverkauf von Adressen geplant. Anwender sollten darauf achten, dass persönliche Daten über eine verschlüsselte Verbindung übertragen werden. Im Browser wird dies durch ein Schloss-Symbol beziehungsweise die Zeichenfolge https im Adressfenster signalisiert.

«Oh Du Fröhliche» als Klingelton fürs Handy, Samichläuse in E-Cards, Shopping im Internet, Online-Spenden für afrikanische Waisen – in der Vorweihnachtszeit wird das Web auch von Frauen und Männern genutzt, die ansonsten eher selten surfen. Das nutzen Betrüger aus: Verschiedene Antiviren-Hersteller warnen vor einer sicherheitstechnisch «heissen Phase» am Ende des Jahres. Tatsächlich haben die Internet-Kriminellen schon in den letzten Jahren immer wieder den Advent ausgenutzt, um ihre Schadsoftware zu verbreiten.

So warnt das Sicherheitsunternehmen Trend Micro vor fingierten Spendenaufrufen, unseriösen Shopping-Angeboten und elektronischen Weihnachtskarten, mit denen Nutzer zur Installation von Malware bewegt werden. Ziel der Cyberkriminellen sei es, an vertrauliche Daten – vor allem Kreditkarten und Online-Banking-Daten – zu gelangen. Das ist, wie Trend Micro selber zugibt, zwar nichts Neues. Neu hingegen sei, dass die Angriffe in der Adventszeit grossmehrheitlich automatisch und unbemerkt erfolgen, einfach durch den Besuch von Webseiten. Die Infektion des Rechners erfolge über speziell für die besinnliche Zeit entwickelte, getarnte Internet-Seiten oder über die Manipulation der Webauftritte seriöser Unternehmen.

Trend zu Drive-by-Downloads

Die nächsten Wochen sind für Internet-Betrüger also alles andere als eine besinnliche Zeit – im Gegenteil gehen sie aggressiver denn je ans Werk. Ein Trend, der sich nächstes Jahr fortsetzt, glaubt man dem Antivirus-Hersteller Avira. 2009 wird laut der Avira-Prognose das Jahr der Drive-by-Downloads. Unter diesem Begriff versteht man die meist unbemerkte Verseuchung des PCs durch Malware (schädliche Programme) während des Besuchs vermeintlich harmloser Websites.

Dabei werden Schädlinge wie Viren oder Trojaner über Sicherheitslücken im Browser eingeschleust. Hacker würden künftig weniger auf unpersönliche Spam-Mails denn auf sehr individuell gestaltete Nachrichten an einen ausgewählten Empfängerkreis setzen. Weil solche Nachrichten viel unverdächtier erscheinen als Viagra- oder «Real Rolex»-Mails, würden Nutzer schneller auf Webseiten mit Drive-by Downloads landen.

Das Handy wird zur Zielscheibe

Wie die deutsche «Computerzeitung» schreibt, versuchen die Angreifer ausserdem, die weit verbreiteten Smartphones zu infizieren – diese Internethandys seien praktisch ständig online und deshalb besonders anfällig auf Datendiebstahl (beispielsweise auf der SIM-Karte). Als Einfallstor würden unter anderem die mitgelieferten Webbrowser Chrome (Google-Handy) und Safari (iphone) dienen.

Spamer geben nicht auf

Wie mühsam der Kampf gegen Online-Kriminelle ist, zeigt die jüngste Entwicklung auf dem Spam-Markt. Nachdem vor zehn Tagen der als «Spam-Schleuder» bekannte US-Internethoster McColo vom Netz genommen wurde, kam es bereits in der vergangenen Woche zu massiven Rückgängen des Spam-Aufkommens von bis zu 75 Prozent. Der Erfolg war indes von kurzer Dauer. Mit Denial-of-Service-Angriffen (Spamer bombardieren einzelne Adressen mit einer Flut von Anfragen bombardieren und lassen diese darüber zusammenbrechen) hat die Spam-Szene in den letzten Tagen jedoch bewiesen, dass weiterhin mit ihnen gerechnet werden muss. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 25.11.2008, 12:43 Uhr

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