Brettern auf dem Hovertrax

Neben eher abwegigen Elektrogefährten verblüffte auf der CES ein genial einfacher fahrbarer Untersatz namens Hovertrax.

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Die Elektrifizierung der menschlichen Fortbewegung ist nicht aufzuhalten: Nach den Fahrrädern kommen jetzt auch die Skateboards dran. Und wie immer ist die CES-Technologiemesse in Las Vegas der Ort, wo die neusten Ideen für Gehfaule zu finden sind.

Dieses Jahr tauchte die Zukunft auf den Gängen des Wynn-Kongresszentrums auf. Hoch aufgerichtet sausten Männer und Frauen lautlos über den Teppichboden, ohne ihre Beine bewegen zu müssen. Ihre Füsse standen auf einem Brett mit elektrisch getriebenen Rädern auf beiden Seiten. Die Geschwindigkeit und die Richtung bestimmten sie mit subtilen Gewichtsverlagerungen.

Shane Chen, den Erfinder des Hovertrax, beim Elektrotanz.

Der auf Hovertrax getaufte fahrbare Untersatz funktioniert genau gleich wie der berühmte Segway, nur kommt er ohne Lenkstange aus und kostet mit 995 Dollar ein Bruchteil des viel grösseren Vorläufers. Tagesanzeiger.ch/Newsnet konnte sich in einem Test davon überzeugen, dass auch Ungeübte sich in wenigen Minuten an das gefährlich aussehende Gefährt gewöhnen können.

Teure Konkurrenz

Nach Angaben seines Erfinders Shane Chen von der Firma Inventist erreicht der für Innenräume oder ganz flache Böden gedachte Hovertrax eine Geschwindigkeit von bis zu 8 Stundenkilometern. Die in 45 Minuten aufladbare Batterie des bloss 6,6 Kilogramm schweren Gefährts soll für eine Distanz von 12 Kilometern ausreichen.

Hovertrax war auf der CES nicht allein. Am Tag vorher zeigte eine andere Firma den auffallend ähnlichen, zusätzlich mit farbigen Lampen ausgestatteten, aber doppelt so teuren IO Hawk. «Das ist eine Kopie aus China», sagt Chen. «Unsere Anwälte sind dran, denn wir haben das Patent.»

Neben den beiden Querbrettern war auch ein traditionell längliches Skateboard mit Elektroantrieb von ZBoard zu sehen. Und Acton präsentierte seine Rocketskates, Elektro-Rollschuhe in futuristischem Design. Die massiven Dinger sind jedoch so breit, dass die Füsse eine unnatürliche Stellung hintereinander einnehmen müssen. Stolz und gerade auf dem Hovertrax zu stehen, macht da mehr Spass. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

(Erstellt: 08.01.2015, 11:07 Uhr)

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