Das nächste iPhone soll videotelefoniefähig sein

Mobile Videotelefonie hat sich nirgendwo richtig durchgesetzt. Das könnte sich ändern – sollten sich Gerüchte über eine Frontkamera für die nächste iPhone-Generation bewahrheiten.

1/6 Ein Bild von Iresq.com. Rechts sieht man, dass das neue iPhone etwa sechs Milimeter grösser ist als das aktuelle Apple-Handy. Das nächste iPhone könnte schon im Sommer auf den Markt kommen.
Foto: Iresq.com

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Die Swisscom wäre bereit

Laut Swisscom-Pressesprecher Olaf Schulze sind derzeit einige Geräte auf dem Markt, welche Videotelefonie unterstützen, etwa das Samsung Jet S800, das Sony Ericsson Satio oder das Nokia 6600i Slide. Bis heute werde Videotelefonie jedoch nur von einigen wenigen Kunden genutzt. «Ob sich dies ändern wird, wenn Smartphones wie iPhone, Google-Phone oder Blackberry die Funktion unterstützen, bleibt abzuwarten.» Das Swisscom-Netz unterstütze diese Funktion jedoch, so dass der Kunde diese bei Bedarf jederzeit nutzen könne.

Das vieldiskutierte Apple-Gadget iPad ist noch nicht mal im Verkauf und schon beschäftigen sich die Techsites mit dem (vermeintlich) nächsten IT-Blockbuster aus dem Hause Cupertino: dem iPhone 4G.

So berichtet Digitimes.com von einer eingebauten Frontkamera, welche Videotelefonie möglich macht. Das amerikanische Portal will in Erfahrung gebracht haben, dass Apple beim Produzenten des iPhone-Gehäuses eine Version bestellt hat, welche an der Frontseite über eine Einbuchtung für eine Kamera verfügt. Auch auf Engadget.com wird seit längerem über ein entsprechendes Feature diskutiert. Laut dem gewöhnlich gut informierten französischen Blog Nowhereelse.fr beträgt die Wahrscheinlichkeit, dass das nächste iPhone dergestalt aufgerüstet wird, 70 Prozent.

Trotz UMTS-Vorsprung auch in Japan kein Durchbruch

Per Videotelefonie dem Anrufer in die Augen schauen – das hatten wir doch schon mal? Richtig: 2004 kamen die ersten Handys auf den Markt, welche dank UMTS (Universal Mobile Telecommunications System) Videocalls möglich machten.

Durchgesetzt hat sich Videotelefonie indes nicht. Selbst im technikverliebten Japan, welches den UMTS-Standard viel früher eingeführt hat als Europa, wird Videotelefonie von der breiten Masse gemieden, wahrscheinlich aufgrund hoher Kosten der Netzanbieter und schwacher Bildqualität. Schon vor der Präsentation des iPhone 3G S im vergangenen Sommer wurde über eine zweite Kamera auf der Vorderseite spekuliert.

Nächstes iPhone im Sommer

Daraus wurde bekanntlich nichts. Allerdings sind mit der entsprechenden iPhone-Applikation Fring bereits Videotelefonate mittels VoIP zu Skype und dem eigenen Fring-Dienst möglich. Die Fring-Entwickler haben in einem früheren Interview ihrer Hoffnung Ausdruck gebracht, dass Apple beim nächsten Smartphone eine zusätzliche Kamera auf der Vorderseite einbauen lässt. Die iPhone-Generation 4G soll im Sommer 2010 in den Verkauf kommen. Es ist nicht zu erwarten, dass wir schon vor der nächsten grossen Keynote Steve Jobs' Gewissheit haben.

(Tagesanzeiger.ch/Newsnetz)

Erstellt: 08.02.2010, 15:51 Uhr

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