Der neue Goldstandard für Android-Smartphones
Von Roger Zedi. Aktualisiert am 16.05.2011 20 Kommentare
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Leicht, flach und gestochen scharf kommt das Galaxy S II daher. (Bild: PD)
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Samsung Galaxy S II, Android 2.3, mit WLAN und UMTS, Amoled-Bildschirm, ab Ende Mai erhältlich, 849 Fr. ohne Abo.
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Das Galaxy S II wiegt 116 Gramm – ein regelrechtes Federgewicht. Flach ist es zudem, 8,5 Millimeter dick, in Breite und Höhe hingegen dehnt es sich auf eindrückliche 66 und 125 Millimeter aus. Das schafft Platz für den 4,3-Zoll-Bildschirm, an dem nebst der hohen Schärfe vor allem der sehr gute Kontrast ins Auge sticht. Die Koreaner spielen dabei ihr Know-how aus, die Technologie der sogenannten Amoled (Active Matrix Organic Light Emitting Diode) beherrscht de facto kein anderer Hersteller neben ihnen. Hervorragend ist zudem die 8-Megapixel-Kamera, die auch HD-Videos schiesst.
Willkommen ist die Reduktion der Tasten auf der Front des Geräts. Während die meisten Androidhandys deren vier aufweisen (Home, Menü, Retour und Suche), gibt es hier nur einen physischen Home-Button – daneben leuchten Menü und Retour nur auf, wenn sie benötigt werden. Ein schönes Detail, das dem Nutzer entgegenkommt. Äusserlich negativ fällt einzig die Plastikrückseite auf, die dem sonst hochwertigen Gerät nicht gerecht wird. Auf dem Homescreen prangt nebst Uhr und Wetteranzeige ein Google-Suchfeld, ebenso kann man seine liebsten Apps hier ablegen.
Einfacher und flinker geht es nicht
Die Benutzeroberfläche von Android ist flexibler als jene des iOS. Das mag viele Nutzer freuen – für ebenso viele aber macht es die Bedienung auch komplexer, zumindest aber gewöhnungsbedürftig Tippt man seine Google-ID samt Passwort ein, werden Kontakte, G-Mails und Google-Kalender automatisch synchronisiert – viel einfacher und flinker geht es kaum. Schön auch, dass man das Gerät in Betrieb nehmen kann, ohne es zuerst an einen PC anschliessen zu müssen. Google informiert vorab, dass der Aufenthaltsort des Handys per Default geortet wird.
Fast unweigerlich stösst man beim Einrichten des Galaxy S II auf eine Funktion namens Social Hub. Diese integriert E-Mail-Konti, Instant Messages, Facebook, Twitter und weiteres in einer einzigen App und erzeugt einen gemeinsamen Newsfeed. Das hat man allerdings bei anderen Androiden (etwa Sony Ericssons Xperia) schon schöner umgesetzt gesehen. Letztlich ist es Geschmackssache, ob man seine Messages in getrennten Apps abrufen möchte oder zentralisiert.
App-Auswahl kein Thema mehr
Des Weiteren gibt es Hubs (vorinstallierte Apps) für Musik, Bücher und Zeitschriften sowie für Games. Der Musik-Shop überzeugt auf den ersten Blick nicht. Hier, ebenso in Sachen eBooks, setzt man lieber auf Amazon-Apps (MP3-Shop plus Kindle). Immerhin bietet der Game-Hub eine passable Auswahl. Da heutzutage praktisch alle wichtigen Smartphone-Apps auch auf Android erscheinen, muss man hierbei auf nichts verzichten, was das Herz begehrt.
Wirklich nützlich ist der Dienst Samsungdive, gut versteckt in den Einstellungen für Standort und Sicherheit. Wer diesen einschaltet, kann auf der Website Samsungdive.com sein verlorenes oder gestohlenes Handy lokalisieren und es gegebenenfalls aus der Ferne sperren oder sogar löschen (entspricht der iOS-App «Find my iPhone»).Samsung ( 239.5 -2.17%) ist äusserst erfolgreich im Smartphone-Geschäft unterwegs – soeben hat man Nokia als Marktführer in Europa überholt. Und das Galaxy S II dürfte dazu beitragen, dass die Koreaner diese Position so rasch nicht wieder abgeben. (Tages-Anzeiger)
Erstellt: 15.05.2011, 20:50 Uhr
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