Drei Blackberrys gegen ein iPhone

Aktualisiert am 02.12.2008

Der kanadische Hersteller Research In Motion (RIM) will die an Apple verlorene Marktführung zurückerobern. Wir haben die neuen Blackberrys getestet.

Blackberry Storm oder iPhone 3G: Welches ist das bessere Smartphone? Ein Test (englisch).


Storm: Viel Platz für Multimedia-Daten.

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Bold 9000: Reaktionsschnell und direkt.

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Flip 8220: Blackberry zum Klappen.

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Für den kanadischen Hersteller Research In Motion (RIM) geht es darum, die an Apple verlorene Marktführung zurückzuerobern: Im letzten Quartal wurden 6,1 Millionen Blackberrys verkauft, aber 6,9 Millionen Geräte der in diesem Jahr eingeführten zweiten iPhone-Generation.

Der BlackBerry Storm 9500 mit Touchscreen, der für Manager entwickelte Bold 9000 und der auf private Nutzung zielende Pearl Flip 9000 protzen mit einer Fülle von intelligenten High-Tech-Features. Dennoch sind Zweifel angebracht, ob die Attacke an mehreren Fronten ausreicht, um das iPhone vom Thron zu stürzen.

Blackberry Storm: Neue Touchscreen-Technik

Der Blackberry Storm ist ähnlich gross wie ältere Modelle von RIM, hat aber im Unterschied zu diesen keine vollwertige Tastatur. Stattdessen bedeckt ein hochauflösender Bildschirm mit einer Diagonalen von 8,26 Zentimetern (480 mal 360 Pixel) den grössten Teil der Gehäusefront.

Bei der Bedienung des Touchscreens hat RIM eine neue Technik eingeführt, die dem Finger eine Art sensorisches Feedback geben soll - ganz so, wie es auch bei einer physischen Tastatur oder bei der Maus der Fall ist. Dazu gibt die Bildschirmoberfläche leicht nach. Streicht man mit dem Finger ohne Druck über das Display, passiert hingegen nichts. Der subjektive Eindruck im ersten Test: Das Tippen von Text geht besser von der Hand als mit der Bildschirm-Tastatur beim iPhone.

Manchmal aber weiss der Bildschirm nicht, was die Finger wollen. Bei der Bedienung des Internetbrowsers etwa gibt es statt eines Doppelklicks die vergrösserte Zoom-Darstellung eines Symbols auf der Webseite. Oder statt des gewünschten Links wird ein benachbarter Link aufgerufen.

Der grosse Bildschirm stellt hochauflösende Videos vom Camcorder ebenso prächtig dar wie Fotos oder ein Album-Cover beim Hören von Musik. Mit 1 Gigabyte integriertem Speicher und 8 GB auf der Micro-SD-Karte wird viel Platz für Multimedia-Daten geboten. Eigene Videos nimmt der Storm in zwei Auflösungen auf, die niedrigere ist für das Versenden von Clips gedacht. Fotos werden in einer Auflösung bis 3,2 Megapixel aufgenommen.

Die Telefonqualität wirkt überzeugend, der Akku soll für eine Gesprächszeit von fünfeinhalb Stunden reichen. Voice-Messages können in beliebiger Reihenfolge angehört werden, sie lassen sich bequem in einer Liste aussuchen. Der Storm wirkt jedoch relativ schnell überfordert, wenn er mehrere Dinge hintereinander oder gar gleichzeitig erledigen soll - etwa Fotos anzeigen, während Musik abgespielt wird. Der Bildschirm wechselt seine Orientierung, wenn das Gerät auf die Seite gekippt wird. Aber die Reaktionszeit ist ziemlich langsam.

Zu der grossen Vielfalt an Funktionen gehört auch GPS. Vermisst wird indes die Möglichkeit, sich auch über WLAN ins Internet einzuhängen - die Daten gelangen ausschliesslich über das Netz des Mobilfunkanbieters auf das Smartphone. In der Schweiz wird der neue Blackberry voraussichtlich ab Januar erhältlich sein.

Bold 9000 mit Tastatur und WLAN

Für Stammkunden, die weiter auf der Blackberry-Tastatur bestehen, gibt es jetzt den Bold 9000. Die Zielgruppe sind Geschäftleute. Der Bildschirm ist mit einer Diagonalen von 6,60 Zentimetern (480 mal 320 Pixel) etwas kleiner. Neben der schnellen UMTS-Mobilfunkverbindung wird hier aber auch die WLAN-Verbindung unterstützt. Und im Unterschied zum Storm wirkt der Bold reaktionsschnell und direkt. Die Multimedia-Eignung ist allerdings auch nicht ganz so gediegen - die Kamera nimmt Fotos nur in einer Auflösung von zwei Megapixel auf.

Pearl Flip 8220: Klapp-Handy zum Chatten

Der BlackBerry Pearl Flip 8220 ist ein Klapp-Handy, das auch klassische Handy-Nutzer anspricht. Wie andere Geräte der Modellreihe Pearl hat der Pearl Flip 8220 eine Tastatur mit meist zwei Zeichen je Taste. Der Hauptbildschirm mit einer Diagonalen von 6,35 Zentimetern ist klar und hell, aber nicht ganz so scharf wie die der anderen neuen Blackberrys. Ein kleineres Display auf der Vorderfront zeigt Informationen wie eine SMS-Vorschau an. Die Video-Darstellung wirkt leicht pixelig, aber der Pearl Flip 8220 legt seine Schwerpunkte auch auf andere Dinge wie etwa das Chatten mit Freunden. Neben dem hauseigenen Blackberry Messenger sind auch der AOL Instant Messenger und Google Talk mit an Bord. (rek/ap)

Erstellt: 02.12.2008, 11:58 Uhr

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