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Dünnes iPhone, wütender Steve Jobs

Aktualisiert am 08.06.2010

Der US-Hersteller Apple hat ein neues Smartphone mit Metallrahmen und flacher Glasrückseite vorgestellt. Das iPhone 4 wird in der Schweiz bereits im Juli erhältlich sein.

1/14 Das iPhone 4 im Fokus der Öffentlichkeit.
Bild: AFP

Dünnes iPhone, wütender Steve Jobs

   

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Das iPhone 4 habe einen drastisch verbesserten Bildschirm, längere Batterielaufzeiten, einen schnelleren Prozessor und eine leistungsstärkere Kamera, fasste Konzernchef Steve Jobs zusammen.

Der neue Bildschirm hat viermal so viele Pixel wie bisher. Die höhere Auflösung sorgt für deutlich schärfere Bilder, wie der Apple-Chef im Vergleich zum Vorgängermodell iPhone 3GS am Montag in San Francisco an der Eröffnung der Entwickler-Konferenz WWDC demonstrierte.

Neu mit 5-Megapixel-Kamera

«Wir denken, das wird den Standard setzen und niemand wird daran herankommen», geizte Jobs nicht mit grossen Worten. Wie erwartet hat das iPhone 4 auch eine zweite Kamera auf der Bildschirm-Seite für Videochats. Die Auflösung der Hauptkamera wurde von 3 auf 5 Megapixel erhöht.

Das neue iPhone ist ausserdem mit 9,3 Millimetern etwas dünner als das bisherige Modell und verfügt über einen stärkeren Akku, der eine um 40 Prozent längere Sprechzeit ermöglichen soll.

Eine neue Software zum Videoschnitt ist auch verfügbar. Das iPhone 4 verfüge im Vergleich zum Vorgängermodell insgesamt über mehr als hundert neue Funktionen. Bei der Vorstellung hob Jobs insbesondere die höhere Auflösung des Bildschirms und die neue Videofunktion hervor.

Eine Kamera an der Frontseite soll die Video-Konferenzschaltungen von mehreren Nutzern von iPhones oder Macintosh-Computern ermöglichen. Eine neue Funktion erlaubt es den Nutzern auch, die Videoaufnahmen zu editieren. Die Auflösung des Display liegt Jobs zufolge bei 326 Pixels pro Inch - mehr als vier Mal soviel wie bei früheren Modellen.

«Dies ist der grösste Sprung seit dem ursprünglichen iPhone», sagte Jobs. Die Auflösung sei so hoch, dass sie die optischen Fähigkeiten des menschlichen Auges übertreffe. «Noch nie hat es auf einem Telefon ein derartiges Display gegeben.»

Präsentation mit Pannen

Inmitten der Vorstellung hatte Jobs mit Netzwerk-Problemen zu kämpfen. Offenbar weil zu viele Computer ins WLAN-Netzwerk der Konferenz eingewählt waren, konnte er die Website der «New York Times» nicht wie geplant aufrufen. «Das gefällt mir nicht», grummelte der wütende Apple-Chef und brach die Präsentation kurzzeitig ab.

Dem Konzern zufolge soll das iPhone 4 in den USA zunächst 199 Dollar für die Version mit 16 Gigabyte kosten und 299 Dollar für die 32-Gigabyte-Version (allerdings nur in Zusammenhang mit einem Zweijahres-Mobilfunkvertrag bei AT&T). Zu den Verkaufspreisen in Europa machte der Konzern zunächst keine Angaben. Vorbestellungen sollen ab Dienstag kommender Woche entgegengenommen werden. In der Schweiz wird das Gerät ab Juli zu kaufen sein. In Deutschland, den USA und drei weiteren Ländern soll das Gerät bereits ab 24. Juni im Handel erhältlich sein.

8500 Apps für das iPad

Jobs gab auf der Konferenz vor mehr als 5000 Software-Entwicklern ausserdem bekannt, dass Kunden seit dem Verkaufsstart von Apples (AAPL 562.29 -0.54%) Tablet-Computer iPad in den USA vor zwei Monaten bereits mehr als fünf Millionen Bücher im Digitalformat erworben hätten. Die rund 8500 Applikationen für das iPad seien zusammengerechnet mehr als 35 Millionen Mal von Apples App Store heruntergeladen worden, sagte Jobs. (rek/sda/ddp/afp)

Erstellt: 07.06.2010, 21:55 Uhr

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