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Handy-Strahlung: iPhone kommt schlecht weg

Amerikanische Konsumentenschützer haben mehrere hundert Handys auf ihre Strahlenwerte getestet. Sie warnen vor erhöhtem Risiko für Gehirn- und Mundtumore.

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Samsung ist Top: Das Modell namens Impression strahlt am wenigsten (0,35 Watt/kg).

   

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Grenzwert 2 Watt pro Kilogramm

Der Anteil der Strahlung, der beim Telefonieren vom Kopf absorbiert wird, ist je nach Modell des Mobiltelefons unterschiedlich gross. Er wird durch die spezifische Absorptionsrate SAR ausgedrückt. Je kleiner der angegebene SAR-Wert ist, desto geringer ist die Strahlung, die vom Körper aufgenommen wird. Es gibt Labels, welche Mobiltelefone mit kleinem SAR-Wert auszeichnen. Der von der ICNIRP (International Commission on Non-Ionizing Radiation Protection) empfohlene Grenzwert beträgt 2 Watt pro Kilogramm.

Die Einschätzung des Portals Handywerte.de: Ein SAR-Wert unter 0,40 Watt pro Kilogramm heisst «sehr geringe» Strahlenbelastung, ein Wert von 0,40 bis 0,60 Watt pro Kilogramm bedeutet «geringe» Belastung, SAR 0,60 bis 1,00 W/kg «mittel». Bei einem SAR-Wert über 1,00 W/kg spricht man von «hoher» Strahlenbelastung.

Rebecca Sutton von der amerikanischen Konsumentengruppe Environmental Working Group (EWG) warnt: «Jüngste Studien deuten auf ein erhöhtes Risiko für Gehirn- und Mundtumore durch den Gebrauch der Mobiltelefone nach mehr als zehn Jahren hin», sagte sie gegenüber der Online-Seite des Nachrichtensenders KTVU. Interessanterweise würden die Tumore auf derjenigen Seite des Kopfes entstehen, an der die Handys jeweils hingehalten werden. Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) hingegen beschwichtigt: «Es ist nicht bekannt, ob die Strahlung von Mobiltelefonen gesundheitsschädigend ist.»

Die Konsumentenschützer von EWG haben mehrere hundert Smartphones und Handys auf Strahlenwerte untersucht. Das in dieser Beziehung beste Handy ist laut EWG das Samsung Impression. Es strahlt mit 0,35 Watt pro Kilogramm. Mit einer Abstrahlung von 1,55 Watt pro Kilogramm ist das Motorola Moto VU204 das schlimmste Mobiltelefon. Amerikanische Medien beschreiben dieses Motorola-Handy als «kleinen Reaktor am Ohr». Punkten konnte Motorola hingegen mit dem Razr V8. Es belegt in der Liste der strahlungsärmsten Mobiltelefone Platz 2. Drittbestes Handy ist wieder ein Samsung-Modell: Das SGH-t229.

Mit einem Wert von 1,39 Watt pro Kilogramm (iPhone 3G) und 1,19 Watt pro Kilogramm (iPhone 3G S) schneiden Apple-Handys schlecht ab. Sutton, die selber ein iPhone besitzt, empfiehlt, zum Telefonieren Headsets oder drahtlose Bluetooth-Freisprechgeräte zu gebrauchen, SMS zu schreiben anstatt zu telefonieren und nicht zu telefonieren, wenn die Balkenanzeige des Handys eine schwache Verbindung anzeigt (bei einer guten Verbindungsqualität strahlt das Mobiltelefon weniger als bei einer schlechten). (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 14.09.2009, 11:25 Uhr

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16 Kommentare

frank meyer

26.10.2009, 10:44 Uhr
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@Stefan Werner Bluetooth Headsets haben eine max Sendeleistung von einem Miliwatt, dies ist 100-200 Mal weniger, als die eines Natels! Antworten


Rolf Raess

26.10.2009, 09:45 Uhr
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Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) liest wieder einmal im Kaffesatz... das war schon so bei den Prionen in den Kühen - dabei wir waren an 2. Stelle der Erkrankungen, nach England (!) - und noch viele Jahre früher wusste dasselbe Amt, wie gesund der Asbest war (zusammen mit Schmidheiny) - Alles vergessen? Wo sind die Akten des langjährigen Hausarztes von Niederurnen (GL)? Antworten


Stefan Werner

26.10.2009, 09:30 Uhr
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Bei der Empfehlung, Bluetooth-Freisprechgeräte zu verwenden, fehlt die Angabe, ob denn die von Bluetooth-Geräten ausgesendete elektromagnetische Strahlung sicher unbedenklich ist. Sie ist sicher schwächer, aber wo ist die "sicher sichere" Grenze? Antworten


Stephan Schall

18.09.2009, 12:17 Uhr
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@Roland Peter 1) Wer ist "wir" (SAR kann längst nicht jeder einfach mal so messen)? 2) Wie haben Sie gemessen, nach Europanorm, nach USA-Norm, nach Eigennorm? 3) Wollen Sie sagen, dass Apple falsche Werte für die SAR des "iPhone 3G" nennt? Antworten


Roland Peter

16.09.2009, 12:13 Uhr
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@Stephan Schall: Stimmt nicht! Wir haben nachgemessen und sind auf die gleichen Werte gekommen. Antworten


Stephan Schall

16.09.2009, 00:48 Uhr
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Die Angabe 1,39 W/kg (iPhone 3G) gilt nur für die USA, wo mit anderen Frequenzbändern gearbeitet und ein SAR-Messverfahren verwendet wird, das generell höhere Werte hervorbringt als das in Europa übliche. Nach Europanorm gemessen ist der ungünstigste SAR-Wert des iPhone 3G beim Gebrauch am Ohr 0,878 W/kg und beim Gebrauch (mit Freisprecheinrichtung) am Körper 0,559 W/kg. Antworten


Thomas Meier

14.09.2009, 20:48 Uhr
Melden 1 Empfehlung

Es gibt stets einen guten Weg, wie man mehr Licht ins Dunkel bringt: recherchieren, ob das jeweilige Risiko von Versicherungen abgedeckt wird. Lehnen sie eine Abdeckung ab, wissen sie ganz genau, dass man sich die Finger verbrennen könnte. Bei Handyschäden ist klar: Versicherungsunternehmen weigern sich, Handyhersteller und Netzbetreiber gegen mögliche Klagen zu versichern...warum wohl? Antworten


Thomas Beiner

14.09.2009, 17:25 Uhr
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Mich würde mal wunder nehmen warum die ganze Welt erwartet, dass das iPhone überall Topplätze belegt... Antworten


Ralph Metzger

14.09.2009, 17:01 Uhr
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Das die Strahlung von iPhone und DECT Telefonen krank macht, ist für Fachleute nichts neues. Was mich massiv überrascht, ist die Tatsache, dass der Tages-Anzeiger dies in dieser Deutlichkeit schreibt. Bisher haben Swisscom und Co. solche "geschäftsschädigenden" Berichte mit Hilfe von Werbe-Millionen zu verhindern gewusst. Chapeaux, dem nun hoffentlich nicht arbeitslosen Jurnalisten. Antworten


Marcel Zürcher

14.09.2009, 15:51 Uhr
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@Gottardo Pestalozzi,,,das Impression ist ursprünglich nur für den US Markt erstellt worden. Hierzulande hat/hatte man mit den Omnias, i8910 etc. die besseren Varianten zur Verfügung. @Rolf Rolf Raess,,was wollen Sie uns damit sagen? Die US Studie ist auch nicht wirklich über alle Zweifel erhaben, und denken Sie dort passiert was? Antworten


Maurus Koblitz

14.09.2009, 15:21 Uhr
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Das traurige an der ganzen Geschichte ist, dass in der Schweiz die Telekomanbieter, wie Swisscom, Orange und Sunrise dank den Handys heute satte Gewinne einstreichen und jegliche Verantwortung von sich weisen und wenn dann in ein paar Jahren endlich durchgedrungen ist, dass die Schäden der Handysund Antennen imens sind, sind die Gewinne weg bzw. bei den Reichen und sie gehen Konkurs. Danke BAG! Antworten


Gottardo Pestalozzi

14.09.2009, 14:47 Uhr
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Für den Leser wäre noch nützlich zu erfahren, welches dieser Handys in der Schweiz erhältlich ist. Das Impression z.B. scheint es noch nicht bis zu uns geschafft zu haben. Antworten


Hans Ineichen

14.09.2009, 13:53 Uhr
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In der Schweiz ist die Störung des Geschäftes die grösste 'Sünde'. Sämtliche Studien betr. Gesundheits-schädigungen, auch in Lebensmitteln und Materialien aller Art, versucht man unter dem Druck der Wirtschaft unter den Tisch zu kehren. Es wird beschönigt und gelogen, dass sich die Balken biegen. Anstand ist etwas das die Geschäftswelt in der CH fast nicht kennt. Und die Behörden helfen mit. Antworten


Rolf Rolf Raess

14.09.2009, 12:23 Uhr
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In Bern weiss man alles besser… Das war mit dem Asbest, der radioaktiven Strahlung nach Tschernobyl und jetzt den Langzeitwirkungen der Elektromagnetischen Strahlung von Handys. Das Bundes Amt für Gesundheit (BAG) weiss alles - oder? Wehret den Anfängern! Antworten


Roland Peter

14.09.2009, 12:05 Uhr
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Eigentlich überhaupt nichts neues und jeder der sich mit HF und Physik auskennt, wusste das seit Anfang an. Dumm nur, dass die Handy-Lobby dermassen starkt ist, dass sie nichtssagende CH-Studien im Umlauf bringen oder beschönigen. Andererseits löst sich dieses Problem in ein paar Jahren von selbst und die Welt hat Gott sei Dank ein paar unverbesserliche Handy-Junkies weniger. Antworten


Paul Linder

14.09.2009, 11:48 Uhr
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Wegen der Schweinegrippe wird ein Riesentheater gemacht, Handy/Antennenstrahlung aber wird quasi im Namen der Wirtschaft klein geredet. Dazu kommen noch all die anderen Strahlungen im Haushalt usw! Neue Studien belegen sogar, dass Tiere durch längere Handy/Antennenstrahlung aggressiver werden! (Kampfhunde? Danke schön). Unser feines Gehirn ist nicht unendlich belastbar! Antworten



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