Handy-Strahlung: iPhone kommt schlecht weg
Von Reto Knobel. Aktualisiert am 14.09.2009 16 Kommentare
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Grenzwert 2 Watt pro Kilogramm
Der Anteil der Strahlung, der beim Telefonieren vom Kopf absorbiert wird, ist je nach Modell des Mobiltelefons unterschiedlich gross. Er wird durch die spezifische Absorptionsrate SAR ausgedrückt. Je kleiner der angegebene SAR-Wert ist, desto geringer ist die Strahlung, die vom Körper aufgenommen wird. Es gibt Labels, welche Mobiltelefone mit kleinem SAR-Wert auszeichnen. Der von der ICNIRP (International Commission on Non-Ionizing Radiation Protection) empfohlene Grenzwert beträgt 2 Watt pro Kilogramm.
Die Einschätzung des Portals Handywerte.de: Ein SAR-Wert unter 0,40 Watt pro Kilogramm heisst «sehr geringe» Strahlenbelastung, ein Wert von 0,40 bis 0,60 Watt pro Kilogramm bedeutet «geringe» Belastung, SAR 0,60 bis 1,00 W/kg «mittel». Bei einem SAR-Wert über 1,00 W/kg spricht man von «hoher» Strahlenbelastung.
Rebecca Sutton von der amerikanischen Konsumentengruppe Environmental Working Group (EWG) warnt: «Jüngste Studien deuten auf ein erhöhtes Risiko für Gehirn- und Mundtumore durch den Gebrauch der Mobiltelefone nach mehr als zehn Jahren hin», sagte sie gegenüber der Online-Seite des Nachrichtensenders KTVU. Interessanterweise würden die Tumore auf derjenigen Seite des Kopfes entstehen, an der die Handys jeweils hingehalten werden. Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) hingegen beschwichtigt: «Es ist nicht bekannt, ob die Strahlung von Mobiltelefonen gesundheitsschädigend ist.»
Die Konsumentenschützer von EWG haben mehrere hundert Smartphones und Handys auf Strahlenwerte untersucht. Das in dieser Beziehung beste Handy ist laut EWG das Samsung Impression. Es strahlt mit 0,35 Watt pro Kilogramm. Mit einer Abstrahlung von 1,55 Watt pro Kilogramm ist das Motorola Moto VU204 das schlimmste Mobiltelefon. Amerikanische Medien beschreiben dieses Motorola-Handy als «kleinen Reaktor am Ohr». Punkten konnte Motorola hingegen mit dem Razr V8. Es belegt in der Liste der strahlungsärmsten Mobiltelefone Platz 2. Drittbestes Handy ist wieder ein Samsung-Modell: Das SGH-t229.
Mit einem Wert von 1,39 Watt pro Kilogramm (iPhone 3G) und 1,19 Watt pro Kilogramm (iPhone 3G S) schneiden Apple-Handys schlecht ab. Sutton, die selber ein iPhone besitzt, empfiehlt, zum Telefonieren Headsets oder drahtlose Bluetooth-Freisprechgeräte zu gebrauchen, SMS zu schreiben anstatt zu telefonieren und nicht zu telefonieren, wenn die Balkenanzeige des Handys eine schwache Verbindung anzeigt (bei einer guten Verbindungsqualität strahlt das Mobiltelefon weniger als bei einer schlechten). (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)
Erstellt: 14.09.2009, 11:25 Uhr
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16 Kommentare
Es gibt stets einen guten Weg, wie man mehr Licht ins Dunkel bringt: recherchieren, ob das jeweilige Risiko von Versicherungen abgedeckt wird. Lehnen sie eine Abdeckung ab, wissen sie ganz genau, dass man sich die Finger verbrennen könnte. Bei Handyschäden ist klar: Versicherungsunternehmen weigern sich, Handyhersteller und Netzbetreiber gegen mögliche Klagen zu versichern...warum wohl? Antworten
Eigentlich überhaupt nichts neues und jeder der sich mit HF und Physik auskennt, wusste das seit Anfang an. Dumm nur, dass die Handy-Lobby dermassen starkt ist, dass sie nichtssagende CH-Studien im Umlauf bringen oder beschönigen. Andererseits löst sich dieses Problem in ein paar Jahren von selbst und die Welt hat Gott sei Dank ein paar unverbesserliche Handy-Junkies weniger. Antworten
































































