Handysurfen wird attraktiver

Immer mehr Handybenutzer nutzen die Internetfunktion. Das, weil die Anbieter die Surftarife gesenkt und transparenter als bisher gemacht haben. Sogar mit Prepayd-Abonnementen lässt es sich kostengünstig surfen.

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Viele Handybesitzer haben bis heute die Internetfunktionen ihres Telefons nie genutzt. Der Hauptgrund waren die zu hohen und oft undurchsichtigen Surftarife. Zudem kursierten Horrorgeschichten von vierstelligen Handyrechnungen. Nun dreht der Wind.

In den vergangenen Monaten haben alle Telekomanbieter neue und deutlich günstigere Tarife für die mobile Internetnutzung eingeführt. So kann man auch mit einem Prepaid-Abo bereits für 5 Franken einen Tag lang unbeschränkt das Internet nutzen.

Bei der Wahl von Anbieter und Tarifplan gilt es aber das Kleingedruckte zu lesen. Vorsicht ist auch bei Reisen ins Ausland angebracht.

Auch dank des iPhone

In der Schweiz gibt es geschätzte 150 000 iPhones – und von Apples Luxustelefon profitieren auch alle, die keines besitzen. Weil das iPhone nur bei gleichzeitiger Internetnutzung wirklich Spass und Sinn macht, haben die Telekomanbieter bei der Lancierung des neuen Telefons auch gleich ihre Internettarife angepasst.

44 Franken pro Gigabyte

Vom dadurch ausgelösten Preissturz – die Tarife wurden teils um 90 Prozent reduziert – profitieren nun alle Handybesitzer. Im Jahr 2004 zahlte man mit einem Prepaid-Handy noch 30 Rappen für 10 Kilobyte Daten, die man aus dem Internet abholte oder verschickte. Ein Gigabyte (GB) hätte damals stolze 30 000 Fr.anken gekostet. Wer heute ein iPhone kauft, kann jeden Monat ein Gigabyte Internetdaten verbrauchen und bezahlt dafür beim günstigsten Anbieter 44 Franken monatlich.

Verträge anpassen

Glücklicherweise muss man aber nicht ein neues Handy kaufen, um von einem solchen Abo profitieren zu können. Bestehende Verträge lassen sich bei den meisten Anbietern auf die neuen Abos mit grosszügigem oder günstigem Internet-Volumen ändern. So erhält man beispielsweise bei Swisscom mit dem Abo liberty piccolo für 25 Franken im Monat 100 Megabyte Datenvolumen für die Internetnutzung. Bei anderen Anbietern kann man sein bestehendes Abo behalten und einfach mit einer Internetoption ergänzen. So gewährt Orange für 5 Franken im Monat zwei Megabyte Internetnutzung, was bei sporadischer Nutzung ausreicht. Für 19 Franken Zusatzkosten im Monat erhält man bei Orange bereits 1000 Megabyte Surfguthaben. Sunrise bietet für Fr.7.50 pro Monat normalerweise 50 Megabyte Surfguthaben; als Aktion bis Ende Jahr gibt es für den Preis sogar zwei Gigabyte Internetnutzung.

Auch mit Prepaid-Handy

Selbst mit Prepay-Handy kann man nun günstiger surfen. In der Vergangenheit zahlte man beispielsweise bei Natel easy von Swisscom für jedes Megabyte Internetverkehr 10 Franken. Wer sein Handy kostenlos auf liberty uno umstellen lässt, zahlt für das Megabyte nun nur noch einen Franken. Dabei ist für den Konsumenten besonders erfreulich, dass Swisscom bei diesem Abotyp eine tägliche Limite von 5 Franken eingeführt hat. Das heisst, auch wenn man mit seinem Handy ausnahmsweise einmal 10 Megabyte Daten an einem Tag verbraucht, werden nicht mehr als 5 Franken vom Guthaben abgezogen.

Vorsicht im Ausland

All diese günstigen Internettarife gelten nur innerhalb der Schweiz. Wer ins Ausland reist, zahlt plötzlich wieder 8 bis 14 Franken pro Megabyte. Wer diese Kosten vermeiden will, muss am Handy den Internetzugang ausschalten. Moderne Telefone warnen automatisch, dass durch das sogenannte Daten-Roaming hohe Kosten entstehen können. Das Roaming kann man auch durch einen Anruf beim Kundendienst sperren. (rol/sda)

Erstellt: 07.10.2008, 14:06 Uhr

Service

Ihre Kulturkarte

Abonnieren Sie den Carte Blanche-Newsletter und verpassen Sie kein Angebot.

Blogs

Sweet Home Die perfekte Villa

History Reloaded Der Sound der Schweiz

Abo

Weekend-Abo

Unter der Woche Zugang auf das digitale Angebot, am Wochenende die Zeitung im Briefkasten. Jetzt testen.

Die Welt in Bildern

Männchen machen für einen Heiligen: Auf den Hinterbeinen bahnen sich Pferd und Reiter ihren Weg durch die Menschenmenge in Ciutadella auf der spanischen Insel Menorca. Das ist Brauch während des San-Juan-Fests – und wer die Brust des Tieres streicheln kann, soll vom Glück gesegnet werden. (23. Juni 2017)
(Bild: Jaime Reina) Mehr...