So kommt fast jedes Video auf den Apple TV

Der VLC-Player hat auf dem Computer das Wirrwarr mit Videoformaten beendet. Nun gibt es ihn für den Apple TV.

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Apps seien die Zukunft des TV, verkündete Apple-Chef Tim Cook bei der Präsentation des neuen Apple TV (So präsentierte Apple seine neue TV-Box). Ob das tatsächlich stimmt, muss sich noch zeigen. Auf jeden Fall sind Apps essenziell für die Zukunft des Apple TV.

Denn von Haus aus bietet die neue Box wenig mehr als ihre Vorgänger: Die Fernbedienung ist besser, und das Menü ist intuitiver. Die laut angekündigte Sprachsuche ist dagegen in der Schweiz immer noch nicht erhältlich.

Immerhin kann man nun das iPhone nutzen, um Suchbegriffe einzutippen oder sich bei verschiedenen Diensten anzumelden. Anfangs ging das nur mit der Fernbedienung und einer nervenaufreibenden Wischtastatur.

Entwickler sind gefragt

Genauso wie bei der Apple Watch setzt Apple auch bei seiner TV-Box auf die App-Entwickler. Die sollen die Plattform vorwärtsbringen. Anders als beim iPhone oder iPad, wo die Auswahl bereits sehr gut ist, braucht das bei neuen Geräten seine Zeit.

Seit gestern gibt es nun die VLC-App für den Apple TV. Wer häufig Videos auf seinem Computer schaut, kennt den VLC-Player bestimmt. Egal welches Videoformat, der VLC-Player spielt es ab. Die Gratissoftware hat sich auf vielen PC und Macs einen prominenten Platz gesichert.

Alle Videos auf den Apple TV

Auf dem Apple TV könnte sie in App-Form den Erfolg wiederholen. Sie findet Videos auf Heimservern und spielt sie auf dem TV ab. Das klappte im ersten Test problemlos.

Die App hat aber noch eine Überraschung parat. Wer keinen Heimserver hat und Videos zum Beispiel auf einem Laptop lagert, kann sie direkt auf den Apple TV übertragen. Die Funktion heisst «Entfernte Wiedergabe».

Um ein Video zu übertragen, öffnet man auf dem Laptop den Webbrowser und gibt die auf dem Apple TV angezeigte Netzwerkadresse ein. Danach muss man die gewünschte Videodatei nur noch in den Browser ziehen, und schon wird sie auf dem Apple TV angezeigt. Auch das klappte im Test mit kleinen und grossen Videodateien zuverlässig.

Dabei muss man nicht warten, bis das ganze Video übertragen ist. Die Wiedergabe startet, sobald eine erste Portion der Videodatei auf dem Apple TV angekommen ist.

Videos im Zwischenspeicher

Besonders praktisch: Ist die Datei einmal übertragen, behält sie die VLC-App im Zwischenspeicher, sodass man sie später noch mal sehen kann – selbst wenn der Laptop ausgeschaltet ist.

Nützlich ist auch die Funktion, die Wiedergabegeschwindigkeit von Videos zu variieren und Untertitel direkt aus der App heraus von Opensubtitles.org anzuzeigen.

Wer auf seinem Computer eine grosse Videosammlung und einen neuen Apple TV hat, sollte die VLC-App einmal ausprobieren. Wie die Variante für den Computer ist auch die TV-App gratis.

Fazit: Mit der VLC-App ist der Apple TV für Videoenthusiasten eine ganze Spur besser geworden. Die neue App zeigt auch, wie viel Potenzial in der neuen Box steckt. Damit das aber ausgeschöpft wird, sind die App-Entwickler gefragt. Auf sie sind Apple und seine Kunden gleichermassen angewiesen.

(Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

(Erstellt: 14.01.2016, 18:27 Uhr)

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