Warum Blackberrys kaum zu knacken sind
Eifriger Blackberry-Nutzer: US-Präsident Barack Obama. (Bild: Reuters )
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Die Sicherheitsdienste einiger Länder beissen sich an den beliebten Smarthones derzeit die Zähne aus. Von den Geräten verschickte Nachrichten bleiben ihnen verborgen. Das liegt daran, dass der Hersteller Research in Motion (RIM) einige Sachen komplett anderes macht als die mittlerweile sehr zahlreiche Konkurrenz.
Die Telefone verschicken die E-Mails und andere Nachrichten zwar ebenso wie beispielsweise das iPhone von Apple über das Internet. Doch verschlüsseln Blackberrys den Schriftverkehr sofort beim Absenden und machen ihn damit für neugierige Nachrichtendienste oder Industriespione unlesbar.
Nach Angaben von RIM (RIMM 11 2.71%) kommen auch die schnellsten Rechner der Verschlüsselung nicht auf die Spur. Die zu knacken, würde einige Milliarden Jahre dauern, so die Firma. Damit gehen die E-Mails ganz einfach im Hintergrundrauschen des Internets unter.
Ursprünglich nur für Mails entwickelt
Der Grund für die Besonderheiten liegt in der Entstehungsgeschichte des Blackberry. Ursprünglich wurde das Gerät ausschliesslich für den E-Mail-Verkehr entwickelt. Seinerzeit, Anfang des Jahrtausend, war RIM damit Trendsetter und musste alle dafür notwendigen Programme, Standards und Computer selbst entwickeln – und hält an dieser Sonderposition bis heute fest. So laufen Blackberrys beispielsweise nur mit dem gleichnamigen Betriebssystem.
Eine zweite Besonderheit ist die zentrale Struktur des Blackberry-Netzes. RIM wickelt den E-Mail-Verkehr weltweit über zwei eigens dafür aus dem Boden gestampfte Rechenzentren ab, eines in Kanada für Nordamerika und das zweite in Grossbritannien, in dem die elektronische Post aus dem Rest der Welt ankommt. Behörden anderer Länder haben somit keinen Zugriff auf die Daten.
Die Vorwürfe an RIM
Kritiker bemängeln jedoch, dass eventuell die Sicherheitsbehörden der beiden Länder, in denen die Server stehen, unbemerkt die Korrespondenz aus aller Welt mitlesen könnten.
RIM weist das von sich, doch trauen einige Regierungen und internationale Organisationen dem Sicherheitsversprechen offensichtlich nicht und schreiben ihren Angestellten andere Kommunikationsgeräte vor. (rek/sda)
Erstellt: 05.08.2010, 08:15 Uhr






