Wie Sie Handy-Fotos richtig nutzen
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Das Handy ist heute der beliebteste Gelegenheitsknipser. Während die richtige Kamera meist zu Hause liegt, hat man das Telefon immer dabei und so gelingen auch ungeplante Schnappschüsse. Die ins Telefon integrierten Kameras machen dabei vor allem bei Tageslicht passable Bilder.
Oftmals bleiben solche Bilder aber im «Handy eingesperrt», weil deren Besitzer nicht wissen, wie sie sich vom Telefon auf einen PC, auf Papier oder gar ins Internet transferieren lassen.
Am komfortabelsten geht der Fototransfer auf einen PC, wenn man die vom Handyhersteller kostenlos zur Verfügung gestellte Software in der aktuellsten Version kostenlos aus dem Internet herunterlädt und installiert.
Einfacher Fototransfer
Auf vielen Rechnern klappt der Fototransfer aber oft sogar ohne irgendwelche Zusatzprogramme: Wird das Mobiltelefon über ein USB-Kabel angeschlossen, verhalten sich viele Modelle wie ein USB-Speicherstick. Am PC erscheint ein zusätzliches Laufwerk. Die Bilder verbergen sich dort meist im Ordner mit den Namen DCIM.
Fotos lassen sich vom Handy sogar ohne irgendwelche Kabel auf Notebooks oder andere Mobiltelefone übertragen. Dazu muss auf beiden Geräten die Funktechnik Bluetooth aktiviert und die Funkpartner mittels Passwort verbunden werden. Danach lassen sich einzelne Fotos vom Handy einfach mit dem Befehl «Senden an Bluetooth» übertragen.
Fotos mailen oder publizieren
Als weitere Variante kann man Fotos vom Handy direkt als MMS oder E-Mail versenden oder gar im Internet publizieren. Sehr einfach lässt sich eine MMS erstellen und an eine beliebige Handy-Telefonnummer verschickt werden. MMS sind also lediglich mit Bild und Ton erweiterte SMS.
Allerdings können MMS nicht von allen Handys empfangen werden. Die Kosten pro verschickter Bildmitteilung betragen im Inland zwischen 50 Rappen und einem Franken.
Beliebter, praktischer und zuverlässiger ist der Fotoversand per E-Mail. Hierbei muss man aber vorgängig abklären, ob man ein Handyabo hat, das kostenlosen Internetverkehr in ausreichender Menge beinhaltet. Denn pro verschicktem Bild können mehrere Megabyte Daten anfallen, was bei Abos ohne Internetpauschale schlimmstenfalls 10 Franken pro Megabyte kostet.
Fotos im Internet publizieren
Die meisten Handys können E-Mails mit angehängten Fotos empfangen und anzeigen. Ferner gelangen die per E-Mail verschickten Bilder auch problemlos auf PCs oder Notebooks. Wer seinen Schnappschuss gleich einem grösseren Publikum zeigen will, kann ihn auf einer Internetseite publizieren.
Dienste wie Snapzone.com, Fotochatter.com, Radar.net oder Shozu.com sind darauf spezialisiert, Fotos von Handys sofort in einer Bildergalerie zu publizieren. Diese kann öffentlich sein oder nur bestimmten Freunden zugänglich gemacht werden. Auch die Fotogalerien von Flickr oder Picasa kann man direkt mit dem Handy ergänzen. Auch über den Kurznachrichtendienst Twitter verschickte Kurztexte kann man Fotos erweitern.
Die MMS-Postkarte
Die Technik ist bei allen Lösungen ähnlich. Vom Handy aus schickt man das Foto an eine spezielle, persönliche E-Mail-Adresse die man von den Dienstanbietern kostenlos erhält. Alle an diese Adresse geschickten Bilder werden dann automatisch im Internet publiziert. Bewährtes mit Modernem vereint letztlich die MMS-Postkarte.
Dabei wird ein Foto mit Adresse und Grusstext ergänzt und an eine bestimmte MMS-Nummer geschickt. Eine Druckerei erstellt dann eine echte Postkarte mit dem Bild und verschickt diese per Post an den Empfänger. Solche Karten kosten weltweit rund 4 Franken.
Fotos im Handy verschönern
Die meisten Handys können geknipste Bilder auch rudimentär bearbeiten. Fehlen solche Funktionen, können spezielle Bildbearbeitungsprogramme auf dem Handy installiert werden. Bekannt und kostenlos ist die Handyversion von Photoshop. Sie ist unter Mobile.photoshop.com für iPhones und Handys mit den Systemen Android oder Windows Mobile verfügbar.
Für Nokia-Geräte gibt es bei Store.ovi.com den kostenpflichtigen Photo Editor. Mit solchen Programmen können die Fotos direkt auf dem Handy retuschiert, zugeschnitten und mit Effekten ergänzt werden. (jak/sda)
Erstellt: 16.12.2009, 11:05 Uhr





