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Windows-Handy: Wie Apple, nur älter

Von Reto Knobel. Aktualisiert am 10.08.2010 16 Kommentare

Die Schweiz gehört zu den ersten Ländern, in denen Smartphones mit dem Windows Phone 7 verkauft werden. Doch Microsoft hat dabei im Vergleich zu Apple ein grosses Problem.

Wohin geht der Weg? Für Microsoft-Chef Steve Ballmer ist Windows Phone 7 wohl die letzte Chance, den Anschluss an Apple und Google (respektive an das Google-Betriebssystem Android) zu schaffen.

Wohin geht der Weg? Für Microsoft-Chef Steve Ballmer ist Windows Phone 7 wohl die letzte Chance, den Anschluss an Apple und Google (respektive an das Google-Betriebssystem Android) zu schaffen.
Bild: Keystone

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Apples Musik- und Videodienst iTunes ist im Internet fast ohne Konkurrenz. Das ist Microsoft (MSFT 29.06 -0.03%) schon lange ein Dorn im Auge. Doch Redmond bietet den Kunden auch keine Alternativen: Zwar gibt es Zune Video in der Schweiz auf der Spielkonsole Xbox 360, doch im Musikbereich haben Microsoft-Kunden das Nachsehen.

In einigen europäischen Ländern wird sich dies im Herbst ändern. Zeitgleich mit der Lancierung des Handy-Betriebssystems Windows Phone 7 wird in Deutschland, Frankreich, Italien, Grossbritannien und Spanien der Musikdienst Zune eingeführt – nicht aber in der Schweiz. Tagesanzeiger.ch/Newsnet weiss: Zune Music ist hier bis auf weiteres weder als MP3-Player noch in Verbindung mit Windows Phone 7 verfügbar.

Samsung, LG und HTC

Das ist umso erstaunlicher, als die Schweiz zusammen mit den USA, Deutschland, Frankreich, Spanien, Grossbritannien und Italien zu den Ländern gehört, die Windows Phone 7 als Erste lancieren, wie Microsoft-Sprecherin Barbara Josef bestätigt. Laut Informationen von Tagesanzeiger.ch/Newsnet werden hierzulande ab Herbst sicher die Handyproduzenten Samsung, LG und HTC Smartphones mit dem neuen Windows-Betriebssystem starten – weitere werden später folgen. Die Telecompartner heissen Orange und Swisscom, (SCMN 352 0.09%) mit Sunrise ist man noch in Verhandlung.

Tester sind sich nicht ganz einig

Zu den Marktchancen der neuen Windows-Handys gibt es unterschiedliche Meinungen. Der Techblog Engadget.com, der das System vorgängig testen konnte, zeigt sich recht zufrieden. Höchstes Lob gab es für die Touchscreen-Tastatur und die Qualität des Browsers, weniger überschwänglich wurde die mobile Office-Variante bewertet. Auch die Prüfer von «The Boy Genius Report» zeigen sich angetan – mit Vorbehalten: So sei es praktisch unmöglich, schnell zwischen Anwendungen zu wechseln.

Ganz im Gegensatz zu den mehr oder weniger lobenden Worten dieser Portale zieht Infoworld.com ein vernichtendes Fazit. «Quält euch nicht mit diesem Desaster», lautet der Titel des entsprechenden Testberichts: Die Windows-Geräte der kommenden Generation erreichen laut diesem Artikel etwa das Niveau des iPhones der ersten Generation. Und dieses ist doch schon drei Jahre alt.

Das Lachen dürfte dem Chef vergangen sein

Nach dem katastrophalen Marktstart der Microsoft-Handys Kin One und Kin Two – welche Unternehmenschef Steve Ballmer schon wieder beerdigt hat – ist Windows Phone 7 für Microsoft wohl die letzte Chance, den Anschluss an Apple und Google (respektive an das Google-Betriebssystem Android) zu schaffen. Legendär ist Steve Ballmers abschätziger Kommentar zum«500 Dollar teuren» Gerät namens iPhone. Heute lacht in Redmond wohl niemand über das Apple-Handy.

Video: Steve Ballmer glaubte nicht an einen iPhone-Erfolg

(Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 10.08.2010, 11:27 Uhr

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16 Kommentare

Danny Meier

10.08.2010, 13:43 Uhr
Melden

Ja ja, der Steve Ballmer. Als Schweizer muss man sich ja für den schon fast schämen. Zu Beschämend seine fast schon peinlichen Auftritte.. Ich habe mich immer gefragt weshalb es MS nicht fertig bringt, trotz den vielen Millionen im Rücken, etwas anständiges zu produzieren. Ich will zwar von Apple weg und schaue mir auch vielen an aber zu MS ist mein Verhältnis eher gestört. Antworten


Marc Derungs

10.08.2010, 12:48 Uhr
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Tja, krasse Fehleinschätzung würde man wohl heute sagen. Aber ist ja nicht die erste von Ballmer. Schade, aber der fährt Microsoft wohl noch vollends an die Wand. Antworten



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