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Von Christoph Kummer. Aktualisiert am 02.11.2010 1 Kommentar
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Am 10.November lanciert Microsoft das mit Spannung erwartete Kinect für die Xbox 360: Dank ihm können Spiele ohne Controller und nur durch Körperbewegungen gesteuert werden. Sony hat für die Playstation 3 im September vergleichbare Hardware mit dem Namen Move auf den Markt gebracht.
Obwohl gross angekündigt, handelt es sich nicht um revolutionäre Neuheiten: Der japanische Videospielriese Nintendo erfand die Bewegungssteuerung bereits 2006, als es seine Wii-Spielkonsole veröffentlichte. Nun ziehen Microsoft und Sony nach. Sie müssen: Nintendo schnappt ihnen grosse Marktanteile weg. Mit der Bewegungssteuerung wollen die Hersteller neue Zielgruppen wie etwa ältere Menschen oder Gelegenheitsspieler gewinnen.
Ohne Steuerung
Move funktioniert mit Controllern, die wie Mikrofone aussehen. An der Spitze ist eine farbige Kugel, deren Licht durch eine Minikamera erkannt wird. Die Bewegungen werden eins zu eins auf den Bildschirm übertragen. Kinect hingegen kommt gänzlich ohne Steuerung aus. Ein Bewegungssensor von der Grösse eines kleinen DVD-Players erkennt, was der Spieler macht. Im Gegensatz zu Wii registrieren Move und Kinect auch Bewegungen in die Tiefe. Das macht es möglich, Levels zu erkunden, Gegenstände zu verwenden und diese an bestimmten Plätzen abzulegen.
Nintendo kopiert
Beide Systeme sind präziser und schneller als jenes von Nintendo. Move und Kinect sind ähnlich, doch Move verhielt sich bei unserem Test intuitiver. Enttäuschend ist bei beiden das Spieleangebot. Es sind je rund zehn erhältlich, doch die Entwickler haben im Grossen und Ganzen die Ideen von Nintendo kopiert: Man turnt, kämpft oder baut etwas. Es sind Gelegenheitsgames ohne Tiefgang, die unausgereift wirken.
Lohnt sich Move oder Kinect? Noch nicht. Warum sollte ich am Bildschirm Tischtennis spielen, wenn ich es im Park an der frischen Luft und gegen einen echten Mitspieler tun kann, mögen sich Kritiker zu Recht denken. Das Potenzial der Bewegungssteuerung ist aber riesig. Sobald es den Entwicklern gelingt, die Möglichkeiten auszuschöpfen, könnte es die Videospielewelt revolutionieren.
Move für die Playstation 3 ist bereits erhältlich und kostet 79 Fr., Kinect für die Xbox 360 erscheint am 10.November zum Preis von 199 Fr.
(Berner Zeitung)
Erstellt: 02.11.2010, 21:26 Uhr
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1 Kommentar
Nur mittels Bewegung zu gamen mag bei manchen Spielen tatsächlich Spass machen. Wenn ich jedoch an z.Bsp. Gran Turismo denke, dann ist es mühsam so zu spielen, als ob ich ein Lenkrad in den Händen hätte...Fakt ist beim gamen mit Bestsellern möchte ich etwas in den Händen haben...wenn ich schwitzen möchte, treibe ich Sport im Freien, nicht virtuell...die richtige Anwendung muss noch gefunden werden Antworten
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