Apple kauft «Terminator»-Technik

Der Computerkonzern hat das exlusive Recht erworben, Flüssigmetall-Technologie für Produkte wie Handys oder Notebooks einzusetzen.

Noch Zukunftsmusik: Im Film «Terminator 2» ist der Gegner von Arnold Schwarzenegger praktisch unzerstörbar – der Roboter ist aus Flüssigmetall.

Noch Zukunftsmusik: Im Film «Terminator 2» ist der Gegner von Arnold Schwarzenegger praktisch unzerstörbar – der Roboter ist aus Flüssigmetall.

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Laut einem Bericht der «Baltimore Sun» hat iPhone-Hersteller Apple (AAPL 116.47 0.14%) vom Unternehmen Liquidmetal Technologies die Lizenz für Metalllegierungen erworben, die leichter, stärker und flexibler sind als bisherige Bauteile. Die Zeitung stützt sich auf ein bei der US-Börsenaufsicht SEC eingereichtes Schreiben.

Klein, hart, flexibel

Die Legierungen von Liquidmetal Technologies weisen eine amorphe Atomstruktur auf. Amorph heisst ungeordnet, was sich in diesem Fall auf die Struktur der Atome bezieht: Die Atome sind nicht in einem Kristallgitter angeordnet, wie zum Beispiel bei Eisen oder Aluminium.

Das hat den Vorteil, dass dieses Material sich in Form giessen lässt, im ausgehärteten Zustand aber elastischer, härter und bruchfester ist als sonstige gegossene oder geformte Metalle wie etwa Titan, Stahl oder Aluminium. Damit sind laut dem IT-Portal heise.de «kleinere, dünnere und gleichzeitig sicherere Gehäuse für elektronische Geräte machbar als mit herkömmlichen Werkstoffen».

Patent gilt nur für Unterhaltungselektronik

Detail am Rande: Der Bau eines Instruments wie die böse Roboterversion T-1000 des Science-Fiction-Klassikers «Terminator 2 – Tag der Abrechnung», welche ihre Form beliebig verändern kann, ist allerdings nicht möglich: Apples Patent gilt ausdrücklich nur für den Bereich Unterhaltungselektronik. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

(Erstellt: 11.08.2010, 18:17 Uhr)

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Unterschiedliche Atomstruktur: Rechts die Formation einer Liquidmetal-Legierung, links ein kristallines Metall. (Bild: Liquidmetal.com)

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