Dank Handy-Tempo schneller am Ziel
HD Traffic ist in den beiden Navigationsgeräten Tomtom Go 940 Live und Go 740 Live eingebaut.
Das Gerät zeigt an, wo sich der Verkehr staut.
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Crowdsourcing – Geschäftsmodell der Zukunft?
Mit dem Service HD Traffic liefern Autofahrer, die ein Swisscom-Handy dabei haben, anonym Daten an den Navigationsgeräte-Produzenten Tomtom.
HD Traffic ist das aktuellste Beispiel für Crowdsourcing, das bereits als Geschäftsmodell der Zukunft gehandelt wird. Im Gegensatz zum Outsourcing werden beim Crowdsourcing Unternehmensaufgaben nicht an Drittunternehmen ausgelagert, sondern an eine Masse von Freizeitarbeitern: Eine Schar gratis arbeitender oder gering bezahlter Amateure schafft Inhalte, löst diverse Aufgaben und Probleme oder ist an Forschungs- und Entwicklungsprojekten beteiligt.
Weitere Beispiele von Crowdsourcing:
- Calpis, ein japanischer Saftproduzent, lässt seine Kunden selbst entscheiden, wie ein neues Produkt schmecken soll. Im Rahmen einer Partnerschaft beteiligen sich Nutzer des Netzwerks Mixi aktiv an der Produktentwicklung.
- Die deutsche Zeitung «Bild» und der Discounter Lidl vermarkten gemeinsam Videokameras. Diese werden mit einer Software ausgeliefert, mit der die Nutzer ihre Videos direkt auf das Online-Portal bild.de hochladen können.
Tomtom ist in Europa mit einem Marktanteil von 50 Prozent führend im Bereich der Navigationsgeräte. Vor wenigen Tagen hat das holländische Unternehmen in der Schweiz seinen Informationsdienst HD Traffic lanciert, welcher im Heimatland bereits seit einem Jahr in Betrieb ist.
Die Daten kommen vom Swisscom-Handynetz
HD Traffic nutzt anonym erhobene und aufbereitete Verkehrsdaten aus verschiedenen Quellen sowie neue Techniken, um Reisezeiten und Routen zu berechnen. Konkret handelt es sich dabei um Daten der Swisscom, die Auskunft darüber geben, wie schnell und in welche Richtung sich die in den Autos befindlichen eingeschalteten Handys bewegen. Diese Daten kombiniert Tomtom mit Verkehrsinformationen aus anderen Quellen, darunter Daten von Verkehrsämtern und Strassenbetreibern.
HD Traffic kann so Staus mit Positionsangaben berechnen. Als Ergebnis erhalten Kunden präzisere Ankunftszeiten, die konstant mit der aktuellen Verkehrssituation abgeglichen werden. Kommt es während der Fahrt zu Staus, berechnet das Navi die darausfolgende Verspätung und liefert – falls vorhanden – eine schnellere Ausweichmöglichkeit.
«Die Menschen beherrschen die Zeit»
«Wir können keine Staus verhindern, aber wir wissen viel mehr über sie», so Lucien Groenhuijzen von Tomtom gegenüber dem Ingenieurportal vdi-nachrichten.de. Weil die Autofahrer nun aber genau wüssten, um wie viel Minuten ihr Weg sich verlängert, ob sie einen Termin absagen müssen oder nicht, gebe man ihnen ein wichtiges Gefühl wieder zurück: «Die Menschen beherrschen die Zeit wieder.»
HD Traffic ist in den beiden Navigationsgeräten Tomtom Go 940 Live und Go 740 Live eingebaut. Der Dienst ist in den ersten drei Monaten gratis, danach kostet er 15 Franken pro Monat. (rek)
Erstellt: 03.02.2009, 13:41 Uhr
Digital
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Sonia Uhlmann ist keine typische Studentin. Dank Fernstudium hat sie den Master trotzdem geschafft.




