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Der Elke-Test: Macht die Halterung aus der Tomtom-App ein Navi?

Von Elke Koch, Roman Weber. Aktualisiert am 04.02.2010

Im Test von Tagesanzeiger.ch/Newsnet erwies sich die iPhone-Applikation von Tomtom im Strassenverkehr als sehr mühsam. Ist die iApp mit dem Car Kit zusammen so gut wie ein richtiges Navigationssystem?

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In diesem Test wurde das Tomtom Car Kit zur besseren Sichtbarkeit in der Scheibenmitte montiert. Doch eigentlich ist es verboten, sichtbehindernde Gegenstände an der Windschutzscheibe zu befestigen. Die Polizei würde das Tomtom Car Kit allerdings tolerieren, wenn es am unteren Scheibenrand unmittelbar über dem Armaturenbrett montiert wäre.

Nach Beendigung unseres ersten Tests waren wir sehr enttäuscht: Die Fahrzeugposition lag nicht ruhig auf der Kartenstrasse und hinkte ständig hinterher, der GPS-Empfang war trotz Bemühungen unsererseits wirklich schlecht – wir hielten das iPhone aus dem Fenster, damit der Empfang besser wird – und es gab noch nicht die passende Halterung für das iPhone dazu.

Doch nun soll das Car Kit von Tomtom diese Negativpunkte ausmerzen: Dank einem eingebauten GPS-Verstärker soll die Fahrzeugposition ruhiger und auch klarer sein. Durch die integrierte Bluetooth-Freisprecheinrichtung mit Mikrofon und Lautsprecher soll ein angenehmeres Fahren ermöglicht werden. Ausserdem wird versprochen, dass dank des mitgelieferten Stromkabels dem iPhone auf halber Strecke nicht der Saft ausgeht.

Andrücken, festdrehen und das CarKit sitzt

Und wir staunten nicht schlecht – fast alle diese Versprechungen konnten eingehalten werden. Rasch konnte das Car Kit an der Windschutzscheibe mit der Saugnapfhalterung montiert werden: An die gewünschte Stelle drücken, am hinteren Rädchen festsaugen und das Car Kit sitzt.

Wer die iPhone-Halterung lieber am Armaturenbrett befestigen möchte, kann die mitgelieferte selbstklebende Scheibe benutzen. Diese benötigt man, da die meisten Armaturen über keine glatte Oberfläche verfügen und so der Saugnapf keinen Unterdruck erzeugen kann. Nun muss nur noch das Stromkabel angebracht werden.

Damit man die Bluetooth-Freisprecheinrichtung mit Mikrofon und Lautsprecher richtig nutzen kann, müssen die beiden Geräte – das iPhone und das Car Kit – zunächst miteinander verbunden werden. In unserem Test zeigte sich, dass der Lautsprecher ohne Probleme funktionierte. Klar und deutlich und gut hörbar vernimmt man die Anweisungen der Sprecherin. Die Freisprecheinrichtung hat in unserem Test leider nicht funktioniert.

Ansage hören und meist richtig fahren

Zu unserem selbsternannten Ziel, dem Sonnenberg in der Stadt Zürich, kamen wir dieses Mal sehr viel schneller, auch ohne grössere Umwege. Dem GPS-Verstärker im Car Kit sei Dank. Sehr viel früher wird man nun auf Abbiegungen, sowie auf Fahrspuren, die man nehmen soll, aufmerksam gemacht und auch die Fahrzeugposition lag im Test sehr viel ruhiger auf der Kartenstrasse.

Leider aber stimmen die Meterangaben vor den abzubiegenden Kurven immer noch nicht. So kann es nach wie vor passieren, dass 100 Meter angegeben werden, es tatsächlich aber nur noch 30 sind. Dies kann im Stadtverkehr sehr mühsam sein.

Leider im Lieferumfang nicht inbegriffen ist ein Mini-Stereo-Audiokabel, mit dem man sein iPhone an das Autoradio anschliessen kann, um darüber auf dem iPod gespeicherte Musik abzuspielen.

Fazit: Das Tomtom Car Kit erweist sich für all jene als gutes Navigationssystem, welche die iPhone-Applikation schon heruntergeladen haben, da sie bereits Geld für den einen Teil des Navis ausgegeben haben. Allen anderen ist eine richtige Autonavigation zu empfehlen.

(Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 04.02.2010, 16:53 Uhr

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