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Der erste physische E-Book-Shop
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Die Buchhandlung Orell Füssli Buchhandlungen hat heute in ihrer Filiale Kramhof in Zürich den ersten physischen E-Book-Shop auf 20 Quadratmetern eröffnet. Das Unternehmen reagiert damit laut Pressemitteilung auf die «schnell wachsende Kundennachfrage» – und natürlich auf die Konkurrenz wie Amazon und Apple, die mit ihren Angeboten die Verlage herausfordern.
Der Markt für elektronische Bücher stecke in den Kinderschuhen, wachse aber mit Siebenmeilenstiefeln, erklärte Orell Füssli-Chef Michel Kunz am Dienstag vor den Medien in Zürich. Dabei gehe das Wachstum bei den Ebooks zulasten der gedruckten Bücher. Vorreiter ist Amerika. Dort sei der Marktanteil der Ebooks von 6,2 Prozent im vergangenen Jahr auf 25 Prozent im laufenden Jahr geklettert, zeigte Kunz auf.
Im deutschsprachigen Raum verlief die Entwicklung viel langsamer. Dort verdoppelte sich der Marktanteil der elektronischen Bücher gemäss den Zahlen von «The Global E-Book Market» heuer lediglich auf 2 Prozent. Für die Schweiz sei es schwierig Zahlen zum Ebook-Markt zu bekommen.
«Wollten E-Reader zuerst ausprobieren»
Im E-Book-Laden in der Kramhof-Filiale in Zürich werden Lesegeräte für elektronische Bücher, die sogenannten E-Reader, präsentiert und können von Kunden getestet werden. Mehrere Berater helfen beim Kauf und Download von E-Books. An einer Surfstation kann man zusätzlich im E-Book-Angebot stöbern, über WLAN lädt man Bücher direkt im Laden herunter (und natürlich auch an anderen Hotspots). Im ersten Halbjahr 2013 werden weitere Filialen mit dem E-Book-Laden ausgestattet.
Orell Füssli sieht gerade in der persönlichen Beratung einen Vorteil gegenüber reinen Onlineanbietern wie Amazon. «Wir verkaufen zwei Drittel aller E-Reader im Laden, die Kunden wollen das Gerät ausprobieren, bevor sie es kaufen», sagt Orell-Füssli-Mediensprecher Andras Németh.
Dass sich der E-Book-Laden im Erdgeschoss direkt beim Eingang befindet (E-Books waren bislang in der dritten Etage), hat auch symbolischen Charakter: Orell Füssli will damit unterstreichen, welche Bedeutung man dem Markt mit den digitalen Büchern beimisst. «E-Books werden ein bedeutender Teil des gesamten Buchhandels», sagte Michel Kunz, Chef der Orell Füssli Holding AG an der Medienkonferenz in Zürich. Auch dass sich im Erdgeschoss die Belletristik-Abteilung befindet, ist kein Zufall: Käufer von Unterhaltungsbüchern gelten als Vielleser, und 68 Prozent der E-Book-Nutzer bevorzugen Bücher aus diesem Genre.
Neuer E-Reader mit integrierter Beleuchtung und HD
Gleichzeitig stellte die Buchhandlung zwei neue E-Reader von Hersteller Bookeen vor, die Odyssey 2013 Edition und den Frontlight HD (je 180 Gramm), beide mit einem integrierten Download-Shop von Orell Füssli. Die Geräte verfügen über kapazitive E-Ink-Touchscreens in Papieroptik und 20 Schriftgrössen, der Frontlight HD hat eine integrierte Beleuchtung und HD. Orell Füssli hat 2007 die ersten Lesegeräte verkauft.
Mit drei Klicks das Buch heruntergeladen
Orell Füssli hat zudem den Webshop vereinfacht, der heute über 400'000 Titel bietet – drei Klicks, und das digitale Buch ist heruntergeladen. Bezahlt wird mit Kreditkarte oder speziellen Prepaid-Karten. In seinem Benutzerprofil findet der Kunde eine Bibliothek mit allen E-Books. Die Einkäufe kann er auf alle möglichen Geräte downloaden – zum Beispiel mit den entsprechenden Apps des Verlags auf Tablets und Smartphones mit iOS und Android. Ziel von Orell Füssli ist es künftig, alle Neuveröffentlichungen als E-Book anzubieten. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)
Erstellt: 20.11.2012, 13:04 Uhr






















