Die grössten Stromfresser im Haushalt
Aktualisiert am 14.10.2009 16 Kommentare
Oft Stromfresser: Home-Cinema-Anlagen.
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Am 24. Oktober findet zum vierten Mal der schweizerische Energietag statt, der Private zum Stromsparen animieren soll. Besonderes Augenmerk gilt energiesparenden Computern. Die Wirtschaft geht mit gutem Vorbild voran und spart mit Green-IT seit Jahren Geld und Strom.
Kleine und grosse Computer sind massgebliche Stromfresser, deren Anzahl permanent steigt. Mit grüner Informationstechnologie - kurz Green IT - machen deshalb Grossunternehmen ihre Technik umweltverträglicher.
Swisscom spart 90 Prozent Energie
Die Einsparungen, die sich durch Green-IT realisieren lassen, sind beeindruckend. Weil für die Kühlung der Computer viel Energie benötigt wird, versucht man als Erstes, diese zu optimieren. «Mistral» nennt sich beispielsweise ein simpler aber sehr effizienter Stromspartrick, den die Swisscom bei ihren Telefonzentralen anwendet.
Denn im Zeitalter digitaler Sprachtechnik sind die über das ganze Land verteilte Telefonzentralen kleine und grössere Rechenzentren. Sie wurden bisher mit aufwendiger und komplizierter Klimatechnik gekühlt. Bei Mistral ersetzt nun simpler Durchzug die bisherigen Klimaanlagen.
Von Aussen wird kühle Luft angesogen, an der Elektronik vorbeigeführt und oben aus der Zentrale als Warmluft ausgeblasen. Was simpel tönt, ist in der Praxis ein cleveres System aus optimiertem Anlagenbau, optimierter Elektronik und innovativen Ideen.
Das Resultat ist beeindruckend - der Energieverbrauch für Kühlung wird um rund 90 Prozent reduziert. Durch das mit mehreren Öko- Auszeichnungen prämierte System kann die Swisscom 10 Prozent ihres gesamten Stromverbrauches einsparen, was dem Verbrauch von 9000 Haushalten entspricht.
Heizen mit dem Rechenzentrum
Auch der weltweit grösste Computerbauer IBM forscht in der Schweiz intensiv an stromsparender Rechnerei und hat am Forschungslabor in Rüschlikon das «Zero Emission Data Center» entwickelt. Bei diesem Rechenzentrum wird für die Kühlung der Prozessoren normales Wasser in einem geschlossenen Kreislauf verwendet.
Dank Mikrokanalkühler, die direkt an der Chiprückseite angebracht sind, wird Wasser direkt an die Wärmequelle geführt. Diese direkte Art der Kühlung ermöglicht es, mit relativ heissem Wasser zu kühlen. Dieses kann dann sehr einfach für die Heizung von Büroräumen oder in Wärmerückgewinnungsanlagen verwendet werden.
Diese Technik spart 40 Prozent Strom und dank der gewonnen Heizleistung verbessert sich die gesamte Energiebilanz um bis zu 85 Prozent.
Auch Haushalte können sparen
Bei der Computerei können aber nicht nur Grossunternehmen, sondern auch Privathaushalte einfach sparen. Denn inzwischen entfallen 11 Prozent des privaten Stromverbrauchs auf Computer und Unterhaltungselektronik.
Möglichkeiten zum Stromsparen sind dabei oft schon in Computer eingebaut. Denn praktisch alle modernen Computer und Bildschirme verfügen heute über Energiesparoptionen. Diese müssen allerdings auch genutzt werden.
- Wer in Arbeitspausen seinen Bildschirm automatisch abschalten lässt und auf sinnlose Bildschirmschoner mit bunten Animationen verzichtet, schont Umwelt und Geldbeutel. Ferner kann der PC nach einigen Minuten Untätigkeit in einen Schlummermodus oder gar in digitalen Tiefschlaf fallen. Statt bis zu 100 Watt konsumiert er dann nur noch einige wenige Watt oder im Tiefschlaf gar keinen Strom mehr. Innerhalb von Sekunden lässt er sich aus dem Schlummermodus zur Weiterarbeit wieder «aufwecken». Wie man die Einstellungen vornimmt, erklärt ein Merkblatt «Energieoptionen PC-Arbeitsplatz» auf der Internetseite www.topten.ch/standby/.
- Wer einen neuen Computer kauft, sollte sich um dessen Energieeffizienz kümmern. Seit Januar unterstützt auch die Schweiz das aus den USA stammenden Energystar-Label. Eine Liste entsprechender Geräte findet sich auf www.energystar.gov. Beachtenswert ist ferner, dass Notebooks mit dem Strom meist deutlich sparsamer umgehen, als die grösseren Desktop- Rechner.
- Im Büro und zu Hause lohnt sich auch die Suche nach heimlichen Stromfressern. Viele Geräte verheizen nämlich Elektrizität, ohne zu arbeiten. Bekannte Sünder sind beispielsweise Kaffeemaschinen, die sich rund um die Uhr heiss halten.
- Aber auch Settop-Boxen am Fernseher oder Modems für den Internetzugang verheizen rund um die Uhr wertvollen Strom. Unter www.energybox.ch findet sich ein Formular, welches automatisch die jährlichen Stromkosten solcher heimlicher Energiefresser berechnet.
- Bei der Neuanschaffung sollte man sich deshalb genau nach dem Standby-Verbrauch erkundigen oder auf Infoseiten wie www.topten.ch sparsame Modelle erkunden. Auch bei bereits vorhandenen Geräten lässt sich der Standby-Verbrauch minimieren. Dabei helfen Steckerleisten mit einem Schalter. Alle an diese Leiste angesteckten Geräte werden so mit einem Klick vom Netz getrennt.
- Noch komfortabler sind automatische Stromsparschalter. Diese verbinden beispielsweise Fernseher und DVD-Player wieder automatisch mit dem Stromnetz, sobald eine Taste auf der Infrarotfernbedienung der Unterhaltungsgeräte gedrückt wird.
- Auch Netzadapter, wie sie beispielsweise für das Laden von Mobiltelefonen verwendet werden, schlucken beim Nichtstun Strom. Deshalb sollten sie aus der Dose entfernt werden, wenn das Handy nicht geladen wird. Der Stand-by-Verbrauch solcher Netzadapter ist zwar gering, bei weltweit Milliarden Geräten summiert sich aber ihr Konsum doch beträchtlich.
Erstellt: 14.10.2009, 10:38 Uhr
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16 Kommentare
Ganz einfach einen Stecker mit Strom Unterbruch Schalter verwenden, und nach jedem gebrauch umkippen, so entfällt der Standby Modus zur Antwort von ueli Brunner, Stimmt sicherlich, jedoch fördert dies im Gegenzug wieder die Abfall- und Konsumgesellschaft, ob dies Schluss endlich die Ressourcen spart weiss ich nicht. Plastik wird ja auch aus Erdöl (Ressourcen) hergestellt. Antworten
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