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Hacker verkaufen Millionen Kreditkarten-Daten

Aktualisiert am 29.04.2011

Gemäss einem Bericht der «New York Times» bieten Cyberkriminelle gestohlene Sony-Kundendaten im Internet zum Verkauf an.

Abwiegelnder Konzern: Laut dem Playstation-Blog ist ein Missbrauch nicht ausgeschlossen, Beweise für eine missbräuchliche Verwendung von Playstation-Network-Daten lägen Sony aber nicht vor.

Abwiegelnder Konzern: Laut dem Playstation-Blog ist ein Missbrauch nicht ausgeschlossen, Beweise für eine missbräuchliche Verwendung von Playstation-Network-Daten lägen Sony aber nicht vor.
Bild: Keystone

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Gestern teilte Sony (SNE 15.751 0.08%) mit, dass die Kreditkartendaten in dem von Hackern angegriffenen Playstation Network verschlüsselt gewesen seien. Die Gefahr eines Missbrauchs der sensiblen Informationen sei damit gering (Tagesanzeiger.ch/Newsnet berichtete).

Erst am Dienstag bestätigte das Unternehmen Berichte, wonach das Playstation Network Opfer einer Hackerattacke geworden war. Von dem Angriff betroffen waren nach Angaben des Unternehmens 77 Millionen Nutzerkonten.

Ab 100'000 Dollar

Im Internet bieten Hacker nun laut einem Bericht der «New York Times» die gestohlenen Daten zum Verkauf an. Darunter seien Namen, Adressen und Kreditkartennummern von Playstation-Nutzern. Das «Einsteigerangebot» für die gesamte Liste betrage 100'000 Dollar.

Hinweise auf einen gross angelegten Datenmissbrauch liefert auch das Sicherheitsunternehmen Trend Micro. Dessen Angestellter Kevin Stevens gab per Twitter bekannt, dass in Hackerforen 2,2 Millionen Kreditkarteninfos von Sony-Kunden gehandelt werden – inklusive Prüfnummer. Die Angebote hätten von ihm indes nicht verifiziert werden können.

Sony versucht zu beschwichtigen

Die Online-Betrüger haben laut Stevens Sony angeboten, die erbeuteten Daten zurückzukaufen, der Konzern habe dies jedoch abgelehnt. Dieser gibt sich weiterhin bedeckt: Laut dem Playstation-Blog sei ein Missbrauch nicht ausgeschlossen, Beweise für eine missbräuchliche Verwendung der Daten lägen Sony nicht vor. Dennoch prüft das Unternehmen derzeit gemäss Angaben auf diesem Blog, ob und wie Nutzer finanziell entschädigt werden sollen. (rek)

Erstellt: 29.04.2011, 15:21 Uhr

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