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Luzern startet Anti-«Killergame»-Initiative

Der Kantonsrat hat am Dienstag die Regierung mit einer Motion beauftragt, eine Standesinitiative auszuarbeiten, die die Jugendlichen vor brutalen Computerspielen schützen soll.

Brutale Computerspiele: Eine Motion im Kanton Luzern fordert ein totales Verbot – Regierungsrätin Yvonne Schärli unterstützt das Anliegen.

Brutale Computerspiele: Eine Motion im Kanton Luzern fordert ein totales Verbot – Regierungsrätin Yvonne Schärli unterstützt das Anliegen.

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Jacqueline Mennel (SP) forderte mit ihrer Motion für solche Computergames nicht nur ein Herstellungsverbot, sondern auch ein Werbe-, Import-, Verkaufs- und Weitergabeverbot. Sie betonte, sie wolle nicht alle Computergames verbieten, sondern nur jene, in denen das Töten als Spielerfolg gelte und banalisiert werde.

«Verbot bringt nichts»

Christian Graber (SVP) sagte, ein Schweizer Verbot bringe nichts, denn es sei ein Kinderspiel, Killergames im Internet herunterzuladen. Er sprach sich deshalb gegen die Standesinitiative aus. Anders Andreas Hofer (Grüne): Er ist sich zwar auch bewusst, dass es ein Leichtes ist, sich ein Killergame im Internet zu besorgen. Die Gesellschaft dürfe deswegen aber nicht kapitulieren. Videogames brauchten Spielregeln, betonte er.

Unterstützung erhielt Mennel auch von Peter Bucher (CVP) und Angela Pfäffli (FDP). Die Gesellschaft müsse zugunsten der Kinder Verantwortung übernehmen, denn auch verantwortungsbewusste Eltern hätten nicht immer alles im Griff, sagte Pfäffli.

Auch Kampfsportarten verbieten?

Regierungsrätin Yvonne Schärli unterstützte das Anliegen. Offen liess sie, ob die Standesinitiative gegen Killergames mit der Einschränkung brutaler Kampfsportarten verknüpft wird. Einen entsprechenden Vorstoss von Andreas Hofer (Grüne) hatte der Kantonsrat im März überwiesen. (rek/sda/)

Erstellt: 11.05.2010, 16:15 Uhr

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11 Kommentare

Peter Wyss

12.05.2010, 17:13 Uhr
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Ist doch wunderbar! Werden die unangenehmen Sachen vom Gesetz geregelt (zbs. Verbot von gewalttätigen Spielen), müssen es die Eltern nicht selbst tun und brauchen so nicht die "Bösen" zu sein. So kann man mit seinen Kindern einen auf Kumpel machen. Wie gross wird wohl die Enttäuschung sein, wenn sich der Nachwuchs irgendwann trotzdem abnabelt und die Eltern als angestaubte Oldies betrachtet? Antworten


David Lüscher

12.05.2010, 16:18 Uhr
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Ich finde die Diskussion wird einfach völlig falsch geführt, wir reden hier über ein Produkt für Erwachsene, das gar nicht an Kinder verkauft werden dürfte! Die meisten "Killerspiele" sind nähmlich erst ab 18 zugelassen und dürften daher gar nicht von Kinder und Jugendlichen gekauft werden! (An alle Eltern: Auf den Spiele-Verpackungen steht vorne, unten rechts ganz gross das Mindestalter drauf) Antworten


Marco Keller

12.05.2010, 12:32 Uhr
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Was ist mit Cowboys und Indianer? Eile mit Weile? Alles Killerspiele!! Da haben mal wieder ein paar Politikier, die sicher niemals ein Pad in der Hand gehalten haben, einen Profilierungsdrang. Ich, als Erwachsener will selber entscheiden, was gut für mich ist!! Wann werden die Autos beschlagnahmt? Alles Killermaschinen!! ist man überfordert, fordet man ein Verbot....Keine Ahnung von der Materie! Antworten


Ben Müller

12.05.2010, 12:19 Uhr
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@H.Post: soso, sie finden das gut. Ich nicht, diese verbotiererei geht mir langsam aber sicher gehörig auf den Wecker! Ich möchte als Erwachsener selber entscheiden können was ich spiele und was nicht. Sie denken in ihrer komischen Welt wohl, ohne Shooter gäbe es auch keine Verbrechen mehr, nicht wahr? Träumen sie weiter oder informieren sie sich! Antworten


Reto Suter

12.05.2010, 08:56 Uhr
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Fehlt bald nur die Standesinitiative gegen Gefühle, die ja schliesslich die Ursache allen Leids sind. Frei lebt, wer spielen kann! Antworten


Adrian Schaller

12.05.2010, 08:39 Uhr
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Aber brav die heranwachsenden ins Militär schicken bzw. zwängen, Waffe in die Hand drücken und zum schiessen begeistern. Virtuelle Spiele als Tötungstraining zu bezeichnen widerspiegelt wieviel Ahnung diese "Politiker" von den wirklichen Tatsachen haben. Hauptsache seinen Namen in Umlauf bringen... Antworten


Hans Huber

12.05.2010, 07:59 Uhr
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Wie wäre es mit einem Pornographieverbot für Erwachsene zum Schutze unserer Kinder? Dies ist doch lächerlich! Antworten


Peter Dubs

12.05.2010, 07:48 Uhr
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Unglaublich, Frau Pfäffli will "zum Schutze unserer Kinder" Spiele mit Gewaltdarstellungen verbieten, die ohnehin nur für Erwachsene geeignet sind. Was kommt als nächstes, Frau Pfäffli? Das Alkohol- und Tabakverbot für Erwachsene zum Schutze unserer Kinder? Es wäre echt wünschenswert, dass sich Politiker endlich mit der Sache seriös auseinandersetzen, über die sie entscheiden. Antworten


Stephan Roos

12.05.2010, 03:07 Uhr
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@mark meyer. Genau. Die genanneten "verantwortungsvollen Eltern" haben eben genau nichts im "Griff". Die Verwahrlosung im Umgang mit Medien entsteht lediglich aus dem ungehinderten Zugang auf Medien, der angepasst erlernt werden kann. Es sind Games die in den 80ern entstanden sind, das erkläre ich unseren Kidz stolz mit Hinweis auf Realität und Virtualität. Sie lieben auch Fussball und vielesmehr! Antworten


Hedvika Post

11.05.2010, 21:06 Uhr
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Endlich, es wird wirklich höchste Zeit! Man sollte diesem "spielerischen" Training zum Töten wirklich so schnell wie möglich ein Ende setzen! Antworten


mark meyer

11.05.2010, 16:56 Uhr
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Und wieder eine Politikerin welche sich wichtig machen will und versucht mit einem Verbot auf Stimmenfang zu gehen. Die gute Frau kennt die Spiele sicher nur vom Hörensagen und hat selbst sicher noch nie eins gespielt. Aber ein Verbot macht sich immer gut wenn man zu den wirklich wichtigen Themen nichts beitragen kann! Antworten



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