Luzern startet Anti-«Killergame»-Initiative

Aktualisiert am 11.05.2010 11 Kommentare

Der Kantonsrat hat am Dienstag die Regierung mit einer Motion beauftragt, eine Standesinitiative auszuarbeiten, die die Jugendlichen vor brutalen Computerspielen schützen soll.

Brutale Computerspiele: Eine Motion im Kanton Luzern fordert ein totales Verbot – Regierungsrätin Yvonne Schärli unterstützt das Anliegen.

Brutale Computerspiele: Eine Motion im Kanton Luzern fordert ein totales Verbot – Regierungsrätin Yvonne Schärli unterstützt das Anliegen.

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Jacqueline Mennel (SP) forderte mit ihrer Motion für solche Computergames nicht nur ein Herstellungsverbot, sondern auch ein Werbe-, Import-, Verkaufs- und Weitergabeverbot. Sie betonte, sie wolle nicht alle Computergames verbieten, sondern nur jene, in denen das Töten als Spielerfolg gelte und banalisiert werde.

«Verbot bringt nichts»

Christian Graber (SVP) sagte, ein Schweizer Verbot bringe nichts, denn es sei ein Kinderspiel, Killergames im Internet herunterzuladen. Er sprach sich deshalb gegen die Standesinitiative aus. Anders Andreas Hofer (Grüne): Er ist sich zwar auch bewusst, dass es ein Leichtes ist, sich ein Killergame im Internet zu besorgen. Die Gesellschaft dürfe deswegen aber nicht kapitulieren. Videogames brauchten Spielregeln, betonte er.

Unterstützung erhielt Mennel auch von Peter Bucher (CVP) und Angela Pfäffli (FDP). Die Gesellschaft müsse zugunsten der Kinder Verantwortung übernehmen, denn auch verantwortungsbewusste Eltern hätten nicht immer alles im Griff, sagte Pfäffli.

Auch Kampfsportarten verbieten?

Regierungsrätin Yvonne Schärli unterstützte das Anliegen. Offen liess sie, ob die Standesinitiative gegen Killergames mit der Einschränkung brutaler Kampfsportarten verknüpft wird. Einen entsprechenden Vorstoss von Andreas Hofer (Grüne) hatte der Kantonsrat im März überwiesen. (rek/sda)

Erstellt: 11.05.2010, 16:15 Uhr

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11 Kommentare

mark meyer

11.05.2010, 16:56 Uhr
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Und wieder eine Politikerin welche sich wichtig machen will und versucht mit einem Verbot auf Stimmenfang zu gehen. Die gute Frau kennt die Spiele sicher nur vom Hörensagen und hat selbst sicher noch nie eins gespielt. Aber ein Verbot macht sich immer gut wenn man zu den wirklich wichtigen Themen nichts beitragen kann! Antworten


Peter Dubs

12.05.2010, 07:48 Uhr
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Unglaublich, Frau Pfäffli will "zum Schutze unserer Kinder" Spiele mit Gewaltdarstellungen verbieten, die ohnehin nur für Erwachsene geeignet sind. Was kommt als nächstes, Frau Pfäffli? Das Alkohol- und Tabakverbot für Erwachsene zum Schutze unserer Kinder? Es wäre echt wünschenswert, dass sich Politiker endlich mit der Sache seriös auseinandersetzen, über die sie entscheiden. Antworten



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