So soll die Zeitung der Zukunft aussehen
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Das Frohlocken der Printmedien nach der Präsentation des iPad Ende Januar war gross: Endlich ein Gerät, welches in der Lage ist, den Nutzer Bezahlinhalte schmackhaft zu machen, lautete der Tenor.
«Wired» war schon immer unkonventionell
Ein US-Magazin spielt hier eine Vorreiterrolle: «Wired» hat ein Video veröffentlicht, das zeigt, wie Herausgeber Condé Nast mit der neuen Apple-Hardware zu arbeiten gedenkt. Das Potenzial ist unglaublich, wenn man «Wired»-Mitarbeiter Scott Dadich glauben will: «Es findet gerade eine Revolution statt», sagt Dadich in der Präsentation. Gemeinsam mit dem Softwareunternehmen Adobe ( 32.44 0.28%) wolle man eine «neue Welt für Zeitschriften» entwickeln.
«Wired» sei bekannt dafür, die Regeln der Print-Branche immer wieder zu brechen, erklärt Adobe-Mann Jeremy Clark. «Das Magazin macht wahnsinnige Sachen. Genau darum arbeiten wir so gerne mit ‹Wired› zusammen. Wir wussten, wenn wir auf seine Digital-Bedürfnisse eingehen können, sind wir auch in der Lage, die Bedürfnisse vieler anderer Zeitungen zu befriedigen.»
Verlage mit Verteilschlüssel nicht zufrieden
Medienfachleute sind überzeugt, dass schon bald weitere Verlage eigene Programme für den iPad entwickeln werden. Noch steht allerdings überhaupt nicht fest, ob die Apps von Apple (AAPL 509.46 1.36%) einfach so akzeptiert werden. Wie die «Financial Times» berichtet, will Apple sich offenbar an den Verträgen mit den Buchverlagen orientieren, die mit 70 Prozent der Erlöse für E-Books sehr zufrieden seien.
Diesbezüglich sind harte Verhandlungen zu erwarten. «Herausgeber von Abonnementtiteln oder Tageszeitungen werden kaum damit leben wollen, 30 Prozent der Erlöse an den Hardwarehersteller abzutreten», ist etwa das deutsche Medienportal «Meedia.de» überzeugt.
(rek)
Erstellt: 18.02.2010, 11:02 Uhr



